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Stiftung Warentest prüft E-Book-Reader (4/2020): „Jeder liest in seiner Welt“

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Inhalt

Wie werden E-Book-Reader in Tests geprüft?
E-Book-Reader sollen das klassische Buch ersetzen und dabei ein Plus an Mehrwert bieten. Tester achten beim Prüfen der Lesegeräte vor allem auf den Lesekomfort. Dafür ausschlaggebend ist die Qualität des Displays. Im Gegensatz zu Tablets oder Smartphones geht es dabei freilich nicht um eine starke Farbdarstellung, sondern eher um Schärfe, Kontrast oder die subjektive Lesbarkeit von Texten. Das Display nimmt in der Regel den größten Anteil an der Gesamtnote ein. Da solch ein E-Book-Reader an alle möglichen Orte mitgenommen wird, ist die Robustheit ebenfalls ein wichtiger Faktor. Idealerweise hält ein E-Book-Reader sogar Wasser stand. Testredaktionen prüfen zudem häufig, wie gut das Gerät einen Sturz aus Tischhöhe übersteht. Weiterhin fließen Faktoren wie die Menüführung oder Zusatzfunktionen mit in die Bewertung ein, wenn auch meist eher nebensächlich.

Ein wichtiger Unterscheidungspunkt zwischen den Geräten ist die Verfügbarkeit von E-Books. Deshalb fließen in Tests auch häufig eine Bewertung des jeweils verbundenen Buch-Stores, die Verfügbarkeit der E-Leihe und die Auswahl an kompatiblen Dateiformaten mit in die Note ein.

Testeinleitung
„Kindle gegen Tolino & Co: Zwei Systeme konkurrieren um Leser digitaler Bücher. Wir zeigen, welche Lesewelt und welcher Reader am besten zu Ihnen passen.“

Was wurde getestet?

Die Stiftung Warentest prüfte insgesamt neun E-Book-Reader. Das Testfeld wurde aufgeteilt in die Lesegeräte von Amazon mit ihrem geschlossenen Buchshop-Ökosystem sowie offene Reader von Tolino, Pocketbook und Kobo. Alle Produkte erhielten die Endnote „gut“, wobei die Notenspanne sich von 1,6 bis 2,5 erstreckte. Das beste, aber gleichzeitig auch teuerste Produkt im Test war Tolinos Epos 2, der insbesondere für das große Display und den hohen Lesekomfort gelobt wurde. Kindle Paperwhite 2018 und Pocketbook Touch HD 3 wurden zum Preis-Leistungs-Tipp gekürt.
Die Bewertung erfolgte auf Basis der Kriterien Bildqualität, Handhabung, Robustheit und Verarbeitung sowie Akkulaufzeit. Das Datensendeverhalten wurde ebenfalls geprüft, floss aber nicht in die Benotung mit ein.

Des Weiteren wurden vier Lese-Apps für Smartphones und Tablets als Alternative zum E-Book-Reader geprüft. Alle erhielten die Endnote „befriedigend“.

Im Vergleichstest:
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3 E-Book-Reader von Amazon im Vergleichstest

  • Amazon Kindle Oasis (2019) (8GB, WLAN)

    • Displaygröße: 7";
    • E-Ink: Ja;
    • Farbe: Nein;
    • Beleuchtung: Ja;
    • Touchscreen: Ja;
    • Tasten: Ja

    „gut“ (1,7)

    „Premiumgerät für 230 Euro mit großem Display und sehr guter Bildqualität. Der Reader lässt sich leicht bedienen. Viel Komfort. Umblättertasten, Linkshändermodus, Hörbuchfunktion, Wasserschutz. Das Gerät ist robust. Die Lichtfarbe passt sich der Tageszeit an. 41 Lesestunden pro Akkuladung. Öffentliche Bibliotheken lassen sich nicht nutzen.
    Fazit: Ideal für Leser, die Wert auf einen größeren Bildschirm, Umblättertasten und andere Komfortfunktionen legen.“

    Kindle Oasis (2019) (8GB, WLAN)

    1

  • Amazon Kindle Paperwhite (2018) (WLAN, 8 GB)

    • Displaygröße: 6";
    • E-Ink: Ja;
    • Farbe: Nein;
    • Beleuchtung: Ja;
    • Touchscreen: Ja

    „gut“ (1,8) – Preis-Leistungs-Tipp

    „Ähnlich gut wie der teurere Kindle Oasis, dafür weniger Lesezeit. Für 140 Euro ist der Paperwhite der Preis-Leistungs-Tipp unter den Kindles. Leicht abgespeckt. Keine Blättertasten, kein Linkshändermodus. 31 Lesestunden pro Akkuladung. Hörbuchfunktion. Öffentliche Bibliotheken lassen sich nicht nutzen.
    Fazit: Wer auf Komfortfunktionen verzichtet, spart im Vergleich zum Oasis 90 Euro.“

    Kindle Paperwhite (2018) (WLAN, 8 GB)

    2

  • Amazon Kindle (2019)

    • Displaygröße: 6";
    • E-Ink: Ja;
    • Farbe: Nein;
    • Beleuchtung: Ja;
    • Touchscreen: Ja;
    • Gewicht: 174 g

    „gut“ (2,5)

    „Einsteigergerät mit weniger Bildqualität für günstige 90 Euro. Die Auflösung ist geringer als bei anderen Kindles. Ganz schlicht. Kaum Komfortfunktionen, nicht wasserfest. Akkuladung reicht für 27 Lesestunden. Leicht, wiegt nur 170 Gramm. Hörbuchfunktion. Öffentliche Bibliotheken lassen sich nicht nutzen.
    Fazit: Preiswerter Reader für Leser mit wenig Extrawünschen.“

    Kindle (2019)

    3

6 E-Book-Reader von Tolino, Pocketbook und Kobo im Vergleichstest

  • tolino epos 2

    • Displaygröße: 8";
    • E-Ink: Ja;
    • Farbe: Nein;
    • Beleuchtung: Ja;
    • Touchscreen: Ja;
    • Tasten: Ja

    „gut“ (1,6) – Testsieger

    „Der Testsieger hat ein XL-Display mit top Bildqualität und eignet sich damit gut für ältere Leser, die die Buchstaben stark vergrößern wollen. Zahlreiche Extras. Viele Funktionen, wie Blättertasten, Linkshändermodus, Wasserschutz, variable Lichtfarbe. Bibliotheksleihe möglich. 18 Lesestunden pro Akkuladung.
    Fazit: Für luxuriöse 298 Euro bekommen Leser maximalen Komfort. Zu klobig für Fans kompakter E-Book-Reader.“

    epos 2

    1

  • PocketBook Touch HD 3

    • Displaygröße: 6";
    • E-Ink: Ja;
    • Farbe: Nein;
    • Beleuchtung: Ja;
    • Touchscreen: Ja;
    • Tasten: Ja

    „gut“ (1,7) – Preis-Leistungs-Tipp

    „Mit enormen 79 Stunden Lesezeit pro Akkuladung hält das Gerät für 158 Euro am längsten durch. Großer interner Speicher. Etwas anders. Erlaubt zusätzliche Formate wie die von Microsoft Word. Bibliotheksleihe möglich. Viele Extras: Spiele wie Schach, Anbindung an Dropbox-Cloud, Blättertasten, Wasserschutz. Kein Linkshändermodus.
    Fazit: Der Preis-Leistungs-Tipp erfüllt Sonderwünsche und ist ideal für alle, die unterwegs lesen, denn er wiegt nur 160 Gramm.“

    Touch HD 3

    2

  • tolino vision 5

    • Displaygröße: 7";
    • E-Ink: Ja;
    • Farbe: Nein;
    • Beleuchtung: Ja;
    • Touchscreen: Ja;
    • Tasten: Ja

    „gut“ (1,7)

    „Dieser Reader ist genauso gut ausgestattet wie sein großer Bruder Tolino Epos 2, aber kompakter und mit 179 Euro fast 120 Euro günstiger. Guter Fang. Die Lesezeit ist mit 29 Stunden pro Akkuladung deutlich länger als beim Epos 2. Das Display hat eine etwas geringere Auflösung als die des größeren Modells, die Bildqualität ist aber ähnlich gut.
    Fazit: Kauftipp unter den drei Tolinos, kaum schlechter als der teurere Epos 2. Blättertasten und viele Zusatzfunktionen.“

    vision 5

    2

  • tolino page 2

    • Displaygröße: 6";
    • E-Ink: Ja;
    • Farbe: Nein;
    • Beleuchtung: Ja;
    • Touchscreen: Ja;
    • Gewicht: 166 g

    „gut“ (1,9)

    „Preiswertes Modell für 89 Euro, das sich neben den teureren Tolinos sehen lassen kann. Kompaktes Display mit guter Bildqualität. Aber: geringere Auflösung. Weniger Luxus. Für den schmalen Geldbeutel gibt es keine Extras wie Umblättertasten, variable Lichtfarbe oder Wasserschutz. Lesen in der Badewanne ist damit passé. 19 Lesestunden pro Akkuladung. Bibliotheksleihe möglich.
    Fazit: Gutes Gerät ohne viel Schnickschnack. Kostet so viel wie der günstige Kindle, hat aber ein besseres Display.“

    page 2

    4

  • Kobo Libra H2O

    • Displaygröße: 7";
    • E-Ink: Ja;
    • Farbe: Nein;
    • Beleuchtung: Ja;
    • Touchscreen: Ja;
    • Tasten: Ja

    „gut“ (2,0)

    „Er sieht aus wie der Tolino Vision 5, reicht aber nicht ganz heran. Das Bücherladen außerhalb des Kobo-Shops hakte etwas. Top Bildqualität. Bietet für 192 Euro die beste Bildqualität, sein Display ist aber relativ kratzempfindlich. Akzeptiert Comic-Formate. 30 Lesestunden pro Akkuladung.
    Fazit: Leser kaufen besser den 13 Euro günstigeren Tolino Vision 5. Er ist ähnlich ausgestattet und läuft etwas reibungsloser.“

    Libra H2O

    5

  • PocketBook InkPad 3 Pro

    • Displaygröße: 7,8";
    • E-Ink: Ja;
    • Farbe: Nein;
    • Beleuchtung: Ja;
    • Touchscreen: Ja;
    • Tasten: Ja

    „gut“ (2,0)

    „Mit seinem XL-Display konkurriert das Gerät für 232 Euro mit dem Tolino Epos 2. Es schneidet aber nicht ganz so gut ab. Lange Lesezeit. Funktionen gleichen denen des Touch HD 3. Akzeptiert Comic-Formate. Umblättertasten, kein Linkshändermodus. Satte 74 Lesestunden pro Akkuladung.
    Fazit: Der 74 Euro günstigere Touch HD 3 punktet mehr. Fans großer Displays fahren mit dem teureren Tolino Epos 2 besser.“

    InkPad 3 Pro

    5

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