Lichterketten Worauf beim Kauf geachtet werden sollte
Jedes Jahr zu Weihnachten ist es wieder soweit: Dann funkeln und strahlen die Lichterketten in den Häusern und Gärten der Deutschen um die Wette. Doch die Weihnachtszeit ist leider auch die Zeit der Wohnungsbrände – und immer öfter sind nicht Kerzen, sondern besagte Lichterketten schuld. Denn die meisten Produkte, die im Handel preiswert angeboten werden, stammen aus Fernost und entsprechen nicht einmal den deutschen Sicherheitsbestimmungen. Kurzschlüsse und Überhitzungen sind häufige Probleme.
Gesetzliche Prüfsiegel beachten
Wer zu einer Lichterkette greifen möchte, sollte also beim Kauf ganz genau hinsehen und einen großen Bogen um Billigware machen. Grundsätzlich ist es nicht einmal schwer, vernünftige Ware ausfindig zu machen: Es gibt Prüfsiegel, welche wenigstens sicherstellen, dass die hierzulande herrschenden Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden. Zwei sind dabei von herausragender Bedeutung: die gesetzlich geregelten GS- und VDE-Prüfsiegel. Produkte ohne eines von beiden sollten tabu sein.
Spritzwasser- und Regenschutz
Darüber hinaus macht es Sinn, zwei weitere Kennzeichnungen zu beachten. Wer seinen Weihnachtsbaum gerne feucht hält, damit er länger frisch bleibt, sollte nach dem Symbol für „spitzwassergeschützt" Ausschau halten (ein Dreieck mit Tropfen). Das gilt natürlich umso mehr für Lichterketten, die im Freien verwendet werden sollen. Hier macht eigentlich sogar eine komplett regenwassergeschützte Kette Sinn – ein Quadrat mit Tropfen gibt über diese Befähigung Auskunft. Auf der sicheren Seite ist man mit einer Kette, die der Schutzart IP44 oder besser entspricht. Hierbei steht die bedeutendere Zahl hinten: Sie steht für den Schutz vor Wasser, die vordere für den Schutz vor Staub und Schmutz.
LEDs statt Glühlampen
Doch nicht nur die Kennzeichnungen sind beim Kauf von Bedeutung. Wer seine Kinder vor gefährlichen Stromschlägen schützen möchte, sollte auch auf einen Transformator achten. Er regelt die Spannung von 230 Volt auf harmlose 24 Volt herunter. Bei direkt an die Steckdose angeschlossenen Lichterketten kann es sonst bei einer defekten Isolierung oder einer kaputten Lampenfassung gefährlich werden. Darüber hinaus sollte man die Finger von Glühlampen lassen. Die moderne Alternative LED erzeugt fast keine Wärme, was nicht nur die Verbrennungsgefahr reduziert, sondern auch keine in der Nähe hängenden Strohsterne oder trockene Nadeln entzünden kann. Glühlampen werden schließlich 70 Grad Celsius oder mehr heiß.



















