Deoroller Von "so lala" bis "exzellent": Was Warentester von Deorollern halten
Das Wichtigste auf einen Blick:
- enthalten prinzipiell die gleichen Inhaltsstoffe wie andere Deo-Anwendungsformen
- zwei Arten: schweißhemmende oder nur geruchshemmende Wirkung
- steht Antitranspirant auf dem Deoroller, sind meist Aluminiumsalze enthalten
- schon sehr günstige Deo-Roller schützen gut vor Achselgeruch
- Deo-Roller sind nicht prinzipiell umweltfreundlicher als Deo-Sprays
- Stiftung Warentest: veganer Deo-Roller SweatStop Ixal ohne Aluminium nur "befriedigend"
Deoroller im Test: Von Achselgeruch, Schweißmengen und Drüsenausgängen
Geht es um den Schutz vor Achselgeruch, schlagen sich Deoroller im Test nicht schlechter als andere Anwendungsformen. Die besten Deoroller hemmen den Schweißfluss exzellent oder schützen sehr gut vor Schweißgeruch. Der Unterschied zwischen den sogenannten Deodorantien (geruchshemmend) und Antitranspirantien (schweißhemmend) ist insoweit nebensächlich. Beide Deo-Arten machen in Warentests (etwa laut der Zeitschrift "test" 6/2019) einen guten Job.
Legen Sie Wert auf die Reduzierung der Schweißbildung, müssen Sie laut Stiftung Warentest aber gezielt auf Antitranspirantien setzen. Deren Wirkung beruht vornehmlich auf Aluminiumsalzen, die die Schweißdrüsenausgänge verengen und so die Schweißmenge mindern.
Sind in Deorollern andere Wirkstoffe enthalten als z. B. in Deo-Sprays?
Die in Deos enthaltenen Wirkstoffe gegen Schweißgeruch oder Entstehung von Schweiß sind weitgehend identisch. Zum Vergleich: Einige dieser Substanzen hemmen den Schweißfluss, indem sie die Schweißdrüsenausgänge vorübergehend verengen; andere helfen nur gegen Achselgeruch, der durch Bakterien verursacht wird. Für den Fall, dass beides nicht ausreicht, enthalten viele Deoroller außerdem Duftstoffe, die auftretende Gerüche überdecken sollen. Doch mit den Vorteilen liefern sie meist auch Nachteile mit – problematische Inhaltsstoffe, die nicht nur den Bakterien, sondern auch der Haut schaden können. Doch wer auf der Suche nach unparfümierten Deo-Rollern ist, habe es schwer, schreibt die Stiftung Warentest: Alle Deos im Sommer-Test 2019 enthielten Duftstoffe. Zwei Vorteile können Deoroller in jedem Fall für sich verbuchen: Sie kommen im Gegensatz zu Deo-Sprays ohne Treibgase aus und trocknen besser auf der Haut als die meisten Deostifte.
Deoroller mit Aluminium und Alkohol: Gegen das Bakterienwachstum
Als Hauptwaffe gegen die Vermehrung der schweißfressenden Bakterien wirken in den meisten Deos Aluminiumsalze und Alkohol. Aber auch Duftstoffe können die Bakterienenaktivität einschränken. Doch von empfindlicher Haut werden Alkohol und synthetische Duftstoffe oftmals nicht vertragen. Dasselbe gilt für viele synthetische Konservierungsstoffe. Zu den gebräuchlichsten Substanzen in Deo-Rollern, die teilweise sogar als gesundheitsschädlich eingestuft werden, gehören allergieauslösende halogenorganische Verbindungen, künstlicher Moschusduft oder auch PEG-Derivate, die die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen. Wollen oder müssen Sie auf solche Stoffe verzichten, sollten Sie einen Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe werfen oder sich für einen Deo-Roller aus zertifizierter Naturkosmetik entscheiden. Allerdings gibt es auch natürliche Duftstoffe, die umstritten sind. Dazu gehören beispielsweise Cumarin oder Eichenmoos.
Was muss ein zuverlässiger Deoroller mindestens kosten?
Der beste Standard-Deo-Roller der Zeitschrift "test" kostete zum Testzeitpunkt nur 1,35 Euro, doch es geht noch deutlich günstiger: Das Deo-Roll-On Biocura Body Care Pure Basic Deo von Aldi Nord etwa schützt schon für Centbeträge (0,55 Euro) zuverlässig vor Achselgeruch und auch das "gute" Nivea Fresh Natural 0% Aluminium (ACH) Deodorant finden Sie in den Preislisten ganz unten.
Deutlich teurer wird es mit dem Eucerin-Produkt Deodorant Empfindliche Haut (ca. 8 Euro zum Testzeitpunkt) oder der Dr. Hauschka Salbei Minze Deomilch (ca. 11 Euro zum Testzeitpunkt), die sich mit ihrer unglücklichen Platzierung auf dem viertletzten Platz in der Test-Tabelle aber in puncto Schutzwirkung weit von den Guten entfernt hatte. "Befriedigend" hieß es am Ende, weil das Produkt deutlich schlechter vor Achselgeruch schützte als die anderen Standard-Deo-Roller im Testfeld.
Möchten Sie mit einem aluminiumhaltigen Deo-Roller auf Nummer sicher gehen, finden Sie eine ganze Reihe sehr günstiger Produkte mit "gutem" Testergebnis. Dazu gehören inbesondere die 55-Cent-Produkte Aldi Süd Ombia Sensitive Care, Lidl Cien Natural Minerals with Aloe Vera Antitranspirant und das dm Balea Anti-Transpirant Original Dry.
"0% Aluminium" – so sieht die Stiftung Warentest Deos mit schweißhemmender Wirkung
Nachdem Studien verschiedener Universitäten einen Zusammenhang zwischen Aluminium und Alzheimer oder Brustkrebs hergestellt hatten, schwenkten viele Hersteller auf Deoroller ohne Antitranspirantien um. Obwohl die Ergebnisse der Studien bis heute Gegenstand heftiger Debatten und nicht wissenschaftlich abgesichert sind, haben viele Hersteller das Aluminium nicht nur gezielt aus ihren Rezepturen gestrichen, sondern werben bis heute sehr offensiv mit diesem Verzicht. „0 % Aluminium" liest man oft. Doch im Urteil "Schutz vor Schweißgeruch", dem wichtigsten Testkriterium bei Stiftung Warentest, schlugen sich die aluminiumfreien Deos nicht gut: Nach den bisherigen Untersuchungen der Testredaktion konnten nur Deos mit Aluminium Schweiß überzeugend mindern. Feststehe aber, so ein Kommentar in "test"-Ausgabe 6/2019, dass sich Aluminium im Körper anreichern könne und in großen Mengen giftig wirke. Wie es sich aber exakt mit den verschiedenen Anteilen aus weiteren Risikoquellen wie Kosmetika, Nahrungsaufnahme oder beispielsweise auch Verpackungen in Lebensmitteln verhält, konnte auch eine neue Studie nicht klären. Die Stiftung Warentest erklärt, die Studienlage genau zu beobachten und über wissenschaftlich fundierte Stellungnahmen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung zu berichten.
Reizend oder schützend: Was ist bei der Anwendung von schweißhemmenden Deo-Rollern zu beachten?
Auch wenn die deutsche Kosmetikkommission die Aluminiumaufnahme durch Kosmetika aufgrund der niedrigen Konzentrationen bislang als ungefährlich einstuft: Das bedeutet nicht automatisch, dass von Aluminiumsalzen grundsätzlich keine Gefahr ausgehe. Zur Vorsicht sollten Sie Deo-Roller, die Aluminiumsalze enthalten, nicht auf verletzter oder gereizter Haut anwenden. Denn durch kleinste Verletzungen, wie sie beispielsweise beim Rasieren der Achseln auftreten können, dringen Aluminiumsalze leicht in den Körper ein. Außerdem können sie die Haut reizen und sogar Entzündungen auslösen.




















