Eispickel

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Sortiert nach Popularität und Aktualität

  • Ausgabe: 3/2017
    Erschienen: 02/2017

    Scharf

    Testbericht über 1 Eispickel

    zum Test

  • Ausgabe: 8/2016
    Erschienen: 07/2016
    Seiten: 1

    Komplettpaket

    Testbericht über 1 Steigeisen und 1 Eispickel

    Testumfeld: Ein Steigeisen und ein Eispickel wurden näher betrachtet. Diese blieben ohne Endnote.

    zum Test

  • Ausgabe: 2/2016
    Erschienen: 01/2016

    Bissig

    Testbericht über 1 Eispickel

    Testumfeld: Ein Eispickel wurde im Einzeltest begutachtet. Das Modell erhielt keine Endnote. Wertungskriterien waren Funktion und Design.

    zum Test

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Infos zur Kategorie

Standardausrüstung für Bergsportler

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Multifunktionswerkzeug für viele Alpinsportarten
  • unverzichtbar bei Gletschertouren oder beim Eisklettern
  • unterschiedliche Ausführungen je nach Einsatzgebiet
  • Unterteilung in Basis-Eisgeräte, technische Eisgeräte und Hybridpickel

Petzl Glacier Der Petzl Glacier ist ein klassischer Eispickel für Gletscher- und Hochtouren. (Bildquelle: amazon.de)

Wie bewerten Testmagazine Eispickel in ihren Testberichten?

Der Fokus der Experten liegt in den Tests ganz klar auf der klassischen Anwendung: Wie lässt sich der Eispickel handhaben, wie ist er ausbalanciert? Wie gut macht er sich als Gehhilfe? Lässt er sich gut ins Eis oder in den Schnee schlagen und wie ist dabei die Sprengwirkung der Haue? Abgesehen davon spielen natürlich Gewicht, Verarbeitung und Materialqualität eine wichtige Rolle. Extras im Lieferumfang belaufen sich maximal auf eine optionale Handschlaufe und eine Schutzkappe für die Haue und können daher bei der Bewertung des Eisgeräts vernachlässigt werden.

Bestnoten im Test der Zeitschrift Alpin, in dem eher technische Eispickel zum Eisklettern unter die Lupe genommen werden, erhalten Modelle mit einer hochwertig verarbeiteten Haue, die sich mit viel Biss in Eis und Firn schlagen lässt. Dabei sollte sie eine möglichst geringe Sprengwirkung entwickeln und nicht wieder aus dem Eis rutschen. Bei manchen Pickeln lässt sich zudem die Haue in der Neigung verändern und somit auf den individuellen Einsatzbereich einstellen.

Ist der Pickel gut ausbalanciert, nicht zu schwer und liegt der Schaft gut in der Hand, wie beim AustriAlpin Vampir III, sichert dies weitere Pluspunkte. Wenn eine Handschlaufe vorhanden ist, so wird einerseits darauf geachtet, wie sicher sie das Handgelenk umschließt, andererseits, wie problemlos sie sich ein- und aushängen lässt. Auch ein guter Schlagschutz, der die Finger vor dem Anschlagen an Eis oder Fels schützt, wird von den Experten positiv gewertet.

Etwas andere Kriterien gelten für die Bewertung von Eispickeln, die weniger beim Klettern, sondern eher als Stützpickel und zur Sondierung der Schneelage bei Schnee- und Hochtouren genutzt werden. Bei ihnen wird darauf geachtet, wie stabil Schaft und Haue sind, wie widerstandsfähig der Dorn am unteren Ende des Schafts ist und vor allem auch, wie gut der Pickelkopf in der Hand liegt.

Edelrid Race Ein Hybridpickel, wie der Edelrid Race verleit Sicherheit in steilen Eispassagen. (Bildquelle: amazon.de)

Eispickel, Hybridpickel, Eisgerät – welcher Pickel für welchen Zweck?

Da es kein universelles Modell gibt, das wirklich alle Bereiche des Alpinsports abdeckt, sollte man sich bei der Kaufentscheidung darüber im Klaren sein, in welchem Bergsportbereich man aktiv werden möchte.

Die Urform aller Eisgeräte ist der klassische Eispickel. Er eignet sich für Gletscher- und Hochtouren in leichtem bis mittelschwerem Gelände. Dort dient er als Stockersatz beim Gehen, als Werkzeug, um Stufen und Tritte in steilere Schneeflächen zu schlagen oder die Schneelage zu sondieren und im Falle eines Sturzes als Anker und Rettungsgerät. Rein äußerlich erkennt man ihn an einem langen, geraden Schaft und einer geraden oder leicht gebogenen Haue, deren Zahnung nicht besonders scharf ist, um die Verletzungsgefahr zu minimieren. Das untere Ende des Schafts ist mit einer Spitze, dem Pickeldorn, ausgestattet, der beim Gehen auf Firn oder Eis zusätzlichen Halt gibt. Nachteil dieser Modelle ist der schmale Einsatzbereich, denn wird es etwas steiler und technisch anspruchsvoller, stoßen sie aufgrund ihrer Geometrie schnell an ihre Grenzen. Sie werden auch als Basis-Eispickel bezeichnet und sind mit einem B auf dem Schaft gekennzeichnet.

Plant man eine Hochtour mit Steileispassagen, sind Kombi- oder Hybridpickel die richtige Wahl. Sie sind vielseitiger einsetzbar als ein herkömmlicher Hochtourenpickel und ihr Schaft ist kürzer, stabiler und abgewinkelt. Dadurch bieten sie im Steileis mehr Sicherheit und eine einfachere Handhabung. Ihre Handhabung bedarf allerdings Übung und als Gehstütze sind sie nur bedingt zu benutzen.

Die Eisgeräte fallen in die Kategorie der Technikgeräte und sind mit einem T auf dem Schaft gekennzeichnet. Mit ihrem auf das Wesentliche reduzierte Design und dem sehr technischen Aufbau richten sie sich vor allem an ambitionierte und erfahrene Bergsportler. Sie sind ein Muss für Steileistouren, Wasserfallklettern und Eiswände. Sie besitzen stark gekrümmte Schäfte, die einen kraftsparenden Einsatz ermöglichen, und gekrümmte Hauen mit aggressiven, messerscharfen Zähnen und Spitzen, die in steilen Eiswänden für guten Halt sorgen. Der Umgang mit ihnen muss gelernt sein und auch sie sind aufgrund ihrer spezifischen Geometrie eher für einen begrenzten Einsatzbereich ausgelegt.

AustriAlpin Vampir 2 Der AustriAlpin Vampir 2 ist ein Eisgerät für Steileistouren und erfordert geschulte Handhabung. (Bildquelle: amazon.de)

Wie lang sollte ein Gletscher- und Hochtourenpickel sein?

Gerade beim Kauf eines Gletscher- und Hochtourenpickels, der zum großen Teil als Gehhilfe dient, ist die optimale Schaftlänge entscheidend. Als Faustregel für die Ermittlung der richtigen Länge gilt: Der Pickeldorn, also die Spitze am unteren Ende des Pickels, sollte sich knapp über dem Boden, etwa auf Höhe des Knöchels befinden, wenn der Pickel bei herunterhängendem Arm am oberen Schaftende gehalten wird. Soll der Eispickel im Internethandel bestellt werden, bittet man eine zweite Person, die Strecke von der Handfläche zum Fußknöchel mit einem Maßband auszumessen. Wenn man zwischen zwei Größen schwankt, sollte tendenziell eher die kürzere Länge gewählt werden.

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Weitere Tests und Ratgeber

  • Bergsteiger 2/2013 Spitze Für den Winter reicht als Spitze ein schräg abgeschnittener Schaft, bei Gletschertouren ist eine scharfe echte Spitze besser. Schlaufe Eine Handschlaufe ist zur Verlustsicherung sinnvoll. Ultaleichtpickel, die über keine Schlaufen verfügen, haben stattdessen häufig einen Reibungsgriff. Spitzentanz: Die abgeschnittene Spitze eines Pickels für Skitouren spart Gewicht und Kosten (Camp); die Stahlspitze eines Gletscherpickels sollte für Eispassagen scharf sein (Verletzungsgefahr; Austrialpin).
  • ALPIN 1/2004 Tolles, sehr leichtes Gerät mit super Haue. Lediglich das Handschlaufensystem (Freestyle) hat uns nicht überzeugt, besser mit Dragonne-Handschlaufe. Finger-Cschutz bzw. Handauflage mittelmäßig. Die Überraschung im Test. Das Anaconda sieht brav aus, ist aber ein super Gerät mit extrem geringer Sprengwirkung. Das Ein- und Aushängen der Handschlaufe gefiel uns nicht ganz so gut. Sehr bissiges Gerät mit einer tollen Haue und einem guten Fingerschutz.

Infos zur Kategorie

Eisklettern ist eine ziemlich gefährliche, dafür ausgesprochen faszinierende Sportart, für die eine hochqualitative Ausrüstung eine sehr wichtige Rolle spielt. Je nach Einsatzzweck und Bergsteigtechnik unterscheiden sich unter Eiskletterzubehören Allround-Eisgeräte und Eispickel für das technische Bergsteigen, das Dry-Tooling und für sogenannte Mixedtouren. Ungeübte Benutzer, die sich erst seit kurzer Zeit der Leidenschaft „Eisklettern“ gewidmet haben, greifen gewöhnlich zu günstigen Allround-Eisgeräten. Sie bieten zwar einen großen Einsatzbereich, eignen sich jedoch normalerweise nicht für das Dry-Tooling und für gefährliche Mixedtouren. In der Regel vereinen gute Einsteiger-Geräte eine hohe Steifheit mit einem niedrigen Gewicht und punkten mit vielseitigen Griffmöglichkeiten. Alpinisten, die sich klassische Firnwände mit kurzen Steileispassagen vornehmen, greifen hingegen zu modularen Eisgeräten für das technische Bergsteigen. Erfahrene Bergsteiger legen dabei viel Wert auf die Funktionen wie etwa Stütztechniken und Fixpunkteinrichtung, während leichte und robuste Eisgeräte eine besondere Beliebtheit unter Profis genießen. Bei sogenannten Mixedtouren handelt es sich um eine Eisklettern-Disziplin, bei der man mit Eisgeräten und Steigeisen Eiskletterpassagen überwinden muss. Für diese Sportart benötigt man ebenfalls eine spezielle, besonders robuste Ausrüstung, die einer hohen Belastung standhalten kann. Eisgeräte für Mixedtouren zeichnen sich daher in erster Linie durch sehr dünne und scharfe Klingen mit hoher Festigkeit aus. Daher sind sie sehr robust und nicht empfindlich gegen Felskontakt. Beim Dry-Tooling wiederum müssen Bergsteiger diverse Felswände beklettern. Dafür benötigen sie in der Regel Eisgeräte mit einem stark gebogenen Schaft, die ein präzises und karftsparendes Schlagverhalten bieten. Hochqualitative Dry-Tooling-Geräte kommen außerdem bei vielen Bergsteigern während Mixedtouren mit hohem Schwierigkeitsgrad zum Einsatz.