Eine interessante Handy-Studie hat der Computerexperte Synaptics vorgestellt. Das Fuse genannte Handy soll zeigen, wie sich das Unternehmen die Bedienung von Mobiltelefonen in der Zukunft vorstellt. Hierbei wurden zahlreiche vollkommen unterschiedliche Eingabemöglichkeiten in nur einem Gerät kombiniert: Touchpad-Bedienung, Multitouch, haptisches Feedback durch den Touchscreen, großformatige 3D-Symbole und sogar die Verformung des Gehäuses und die Verwendung von Annäherungssensoren.
Keine der Technologien ist für sich genommen noch eine große Neuerung, das Besondere an dem Synaptics Fuse ist ihr Zusammenwirken in einem einzigen Gerät sowie der damit einhergehende, fast völlige Verzicht auf mechanische Tasten. So kann der Nutzer zum Beispiel die Seiten des Gehäuses leicht eindrücken und auf diese Weisen Eingaben wie Scrolling oder Zoom auf Internetseiten oder in Menüs vornehmen. Die Bewegungen der Finger auf der Rückseite des Handys werden dagegen durch eine Art Touchpad registriert, womit Anwendungen ausgewählt oder auf Seiten navigiert werden kann ohne den Touchscreen mit fettigen Fingern zu beschmutzen.
Die Bedienoberfläche wiederum erinnert stark an jene des iPhones oder die S-Class-UI von LG Electronics und arbeitet mit großen 3D-Symbolen und eine klar strukturierten Anordnung. Der Nutzer kann jedes Icon durch Anwählen vergrößern und auf diese Weise dafür sorgen, dass er auch immer das richtige Symbol erwischt. Dank eines 3,7 Zoll großen AMOLED-Touchscreens mit 480 x 800 Pixeln Auflösung und eines OMAP3630-Chipsatzes inklusive ARM-A8-Prozessor und PowerVGR-SGX-Grafikbeschleuniger glänzt das Synaptics Fuse zudem mit exzellenter Hardware.
Noch ist allerdings unbekannt, ob es bei einer reinen Projektstudie bleibt oder der Prototyp in eine Serienproduktion gehen wird. Insgesamt klingt das Konzept durchaus interessant, wenngleich die Vielzahl der Eingabemöglichkeiten auf so manchen Nutzer eher verwirrend als förderlich wirken dürfte...
16.12.2009






