Mit dem Samsung Alias 2 möchte das koreanische Unternehmen den Bedarf an Tasten minimieren und mehrere Tastaturtypen miteinander vereinen. Das Klapp-Handy verfügt nur über ein einziges Tastenfeld, das jedoch je nach Nutzungsweise des Handys und gewähltem Menü verschiedene Tastaturbelegungen anzeigt. So kann das Samsung Alias 2 zum Beispiel dank eines raffinierten Gelenkmechanismus in zwei verschiedene Richtungen aufgeklappt werden. Wird das Handy wie ein herkömmliches Klapp-Handy nach oben hin aufgeklappt, so zeigt die Tastatur auch ein Standard-12er-Tastenfeld sowie einige Spezialtasten wie zum Beispiel ein Steuerkreuz an. Wird das Alias 2 dagegen wie ein Communicator zur Seite hin aufgeklappt und die Nachrichtenanwendung gestartet, offenbart es eine vollständige QWERTZ-Tastatur.
Das Samsung Alias 2 zeigt also eine verblüffende Variabilität in seiner Bedienung. Das Tastenfeld ist flach, leuchtet, verändert je nach Anwendung die Tastaturbelegung und kann sich selbst im geschlossenen Zustand seine letzte Belegung „merken“. Einige Beobachter spekulieren daher, ob es sich dabei um die Anwendung von elektronischem Papier und sogenannter E-Ink handelt. Es wäre das erste Mal, das dies bei einem Serienmodell geschähe.
So oder so: Das Samsung Alias 2 könnte zu einem Vorreiter einer ganzen Generation neuer Handys werden. Denn auf diese Weise offerieren sich vielfältige Möglichkeiten, bei einem Minimum an Tasten ein Maximum an Bedienbarkeit zu erzielen. Und das erlaubt eine weitergehende Miniaturisierung der Handys, die dadurch noch flacher und schlanker ausfallen können. Ob das Samsung Alias 2 einem also gefällt oder nicht: Die Idee könnte das Aussehen künftiger Handys, die über keinen Touchscreen im eigentlichen Sinne verfügen, stark beeinflussen.
08.05.2009







