Für den Toaster mit der Produktnummer 15141-57 des britischen Herstellers Russell Hobbs ließe sich eine völlig neue Kategorie namens „Entertainment-Toaster“ einführen. Denn das in einem schicken Retro-Gehäuse daherkommende Gerät liefert neben gerösteten Brot- und Toastscheiben auch gleich Unterhaltung zum Frühstück dazu, und zwar in Form des Radioprogramms oder nach eigener Wahl direkt von einem externen Musikzuspieler.
Ein Toaster mit einem integrierten Radio ist ohne Frage eine feine Sache, denn vermutlich werden sich die meisten frühmorgens sowohl mit Kaffee & Co als auch mit einem mehr oder weniger peppigen Radiosender auf Betriebstemperatur bringen. Ist die Audioquelle gleich in den Toaster eingebaut, kann dies natürlich mitunter recht nützliche Folgen haben: Man muss zum Senderwechsel oder zur Veränderung der Lautstärke nicht aufstehen, außerdem spart man sich ein weiteres Gerät in der Küche – für kleinere Singlehaushalte zum Beispiel oder Kitchenette-Wohnungen ist dies ideal. Zur Auswahl stehen UKW- und MW-Sender, und wer lieber Musik eigener Wahl hören möchte, kann über den AUX-Ausgang externe Zuspieler, etwa einen MP3-Player, anschließen. Die Tonqualität und auch Lautstärke sind, wie Käufer berichten, ordentlich. Zur Beschallung einer Küche ohne audiophile Ansprüche reichen die Fähigkeiten des Russell Hobbs vollkommen aus. Dazu kommt noch das ansprechende Design im Retro-Look, das an ein altes 1950er-Jahre-Radio denken lässt, sowie sehr solide Toasterqualitäten: Das Gerät kann extra dicke Brotscheiben aufnehmen, zentriert sie, um eine möglichst gleichmäßige Bräunung zu gewährleisten, und kann, wie die meisten Toaster, Toasts aufwärmen oder auftauen. Diese Aufgaben erledigt der Toaster, wie ebenfalls aus Kundenmeinungen und neuerdings aus einem Testbericht zu entnehmen ist, zur Zufriedenheit der Benutzer, nennenswerte Schwächen scheint das Gerät nicht zu haben.
Kurzum: Der Entertainment-Toaster erfüllt seinen Zweck, und zwar in beiderlei Hinsicht, und Kunden, denen der Sinn nach einem solchen Gadget für die heimische Küche steht, müssen sich daher nur noch fragen, wie viel sie auszugeben bereit sind. Doch selbst von einem eher neutralen Standpunkt aus betrachtet sind die aktuell für den Toaster von Russell Hobbs fälligen 44 EUR (Amazon) beileibe nicht überteuert, die Entscheidung müsste also demnach eigentlich nicht schwer fallen. Einzigartig ist das Gadget jedoch nicht, denn auch der zur De-Longhi-Gruppp gehörende Hersteller Ariete bietet mit dem 118 einen Radio Toaster an, wahlweise in Silber oder Anthrazit, der allerdings mit rund 65 bis 70 EUR deutlich teurer kommt. Die Produktion des mit dem Russell Hobbs nahezu baugleichen , lediglich in ein schwarzes statt rotes Gehäuse gekleideten Radio Toasters von Breville hingegen soll, wie zu hören ist, eingestellt worden sein, womit sich Farbwünsche erledigt haben.































