Im aktuellen Media Markt Prospekt wird ein recht gut ausgestatteter Packard Bell iPower I9810GE Desktop-PC für 999 Euro angeboten, was nicht unbedingt als Schnäppchenpreis anzusehen ist. Die Gegenrechnung ist relativ einfach, wenn man sich die Einzelkomponenten bei einem Online-Versender mit gutem Preis-Leistungsverhältnis raussucht und die Einzelpreise addiert. Also kann jemand mit etwas handwerklichem Geschick und einem Zeitaufwand von rund zwei Stunden (Schrauben und Windows installieren) etwa 120 Euro einsparen.
Etwas irreführend ist die Ausstattung des Packard Bell iPower I9810GE mit 6 GByte Arbeitsspeicher, die dem Käufer suggeriert, dass es sich um Triple-Channel-RAM handelt.
Dem ist jedoch nicht so denn, der zwar leistungsstarke Intel Core i7-860 besitzt nur einen Lynnfield-Kern, dessen Speichercontroller nur zwei Kanäle hat. Folglich arbeiten die 6 GByte noch nicht einmal im Dual-Channel-Modus, was sehr bedauerlich ist. Auch bei der Bestückung mit zwei verschiedenen Festplatten kommt man ins Grübeln. So finden sich im iPower eine 500 GByte und eine 1 TByte Festplatte, die sich nicht als RAID-Verbund koppeln lassen. Da hätte Packard Bell ruhig ein paar Dollar drauflegen und eine zweite TByte-Platte installieren können. Neben dem flotten Prozessor ist die Grafikkarte der einzige Lichtblick, der auch ein Gamerherz dann schneller schlagen lässt. Die ATi Radeon HD 5850 mit 1 GByte GDDR5-Speicher macht dann richtig Dampf beim Zocken. Leider fehlt dem DL-DVD-Brenner eine Blu-ray-Playerfunktion, die das Gerät etwas aufgewertet hätte.
Bei einem Preis von knapp 1.000 Euro kann man sich vom Computerladen seines Vertrauens auch ein System bauen lassen, das insgesamt optimal bestückt ist und nicht die Ungereimtheiten des Packard Bell iPower I9810GE aufweist.
01.03.2010























