Der VH242HL ist im direkten Vergleich mit seinem hausinternen Kollegen bei Asus, dem VW248TLB, etwas weniger beweglich. Denn während Letzterer neben weiteren Einstellmöglichkeiten auch in den Pivot-Modus gedreht werden kann, ist dies bei der VH-Version nicht möglich. Außerdem kommen bei ihm keine LEDs als Hintergrundbeleuchtung zum Zuge.
Mit einem ganzen Set an Monitoren bedient Asus ab Sommer 2011 Businesskunden, denen viel daran gelegen ist, sich einen flexibel auf die Position des Betrachters einstellbaren Bildschirm zuzulegen. Die Auswahl an geeigneten Geräte ist dafür zumindest im niedrigpreisigen Consumer-Bereich sehr dürftig, Asus schließt mit seinen neuen Geräten daher erfreulicherweise eine empfindliche Lücke.
Die meisten potenziellen Kunden wünschen sich vor allem ein Display, das in der Höhe verstellt werden kann. Die damit häufig ebenfalls gleich mitgelieferte Pivot-Funktion, also die Option, das Display um 90 Grad zu drehen, wird in vielen Fällen hingegen eher als zweitrangig angesehen. Genau für diese Klientel ist deshalb das VH-Modell interessanter als der zeitgleich lancierte Asus VW248TLB (200 Euro, Amazon). Es kann nämlich in der Höhe verstellt, leicht nach vorne und hinten geneigt sowie um jeweils 45 Grad zur Seite geschwenkt werden, lässt sich also ebenfalls flexibel auf den Betrachter einstellen. Der fehlende Porträtmodus macht den Bildschirm um rund 20 Euro preiswerter.
Allerdings muss gleichzeitig in Kauf genommen werden, dass das VH-Modell keine LEDs, sondern die klassischen Kaltkathodenröhren (CCFL) als Hintergrundbeleuchtung einsetzt. Dies hat zum einen zur Folge, dass der Stromverbrauch höher ist – jedoch, laut Datenblatt, lediglich um maximal 10 Watt. Ein anderer Nachteil könnte für Dauernutzer schwerwiegender sein. Wie Tests gezeigt haben, ist nämlich das Bild von LED-Bildschirmen gerade bei längeren Sitzungen vor dem Gerät für die Augen angenehmer als das eines CCFL-Monitors. Die mit den LEDs zusammenhängenden Vorteile in der Bildwiedergabe, also etwa ein höherer Schwarzwert, wirkt sich wiederum in einem Business-Umfeld weniger stark aus.
Der letzte gravierende Unterschied zwischen den beiden 24-Zöllern betrifft die Anschlüsse. Die VH-Version bietet zusätzlich zu VGA und DVI eine HDMI-Schnittstelle, eignet sich daher also besser in einem Multimedia-Umfeld – für das wiederum eine LED-Hintergrundbeleuchtung durchaus von Vorteil gewesen wäre. Unterm Strich ist der Bildschirm genau genommen daher weder ein hochspezialisierter Büro-Monitor noch ein Multimedia-Experte, sondern schlicht und einfach ein Allrounder, aber mit großen Vorteilen gegenüber seinen zahlreichen Mitbewerbern in puncto Ergonomie. Und dass er trotzdem nur rund 190 Euro kosten soll, macht ihn vor diesem Hintergrund außerordentlich attraktiv – auch wenn er kein Spezialist ist.
29.07.2011



























