Die Predator-PC-Baureihe fiel schon immer optisch aus dem Rahmen und man konnte das Acer-Aufgebot auf jeder Messe schon von weitem erkennen. Bei der G3610-Serie geht es plötzlich auf der optischen Seite wesentlich moderater zu und dieser könnte gleichfalls unter dem Schreibtisch eines Büroangestellten stehen. Die heftigen orangenen Klappen sind sehr dezenten Linien an der Frontseite gewichen und machen den Predator zum Wolf im Schafspelz.
Trotz des leisen Auftritts der G3-Serie bleibt der Predator ein reinrassiger Gaming-PC der auch aufwendigen Multimedia-Anwendungen jederzeit gewachsen ist. Der typische Predator-Kunde ist kein PC-Enthusiast, der permanent an seinem PC herumbastelt und ihn tuned, vielmehr ein User mit starken Gaming-Ambitionen. Man möchte das fertige Produkt out-of-the-box sofort benutzen und keinerlei Einstellungen mehr vornehmen. So kommt auch die hier vorgestellte Version zwar mit einem starken Intel Core i7-2600 Prozessor aus der Sandy Bridge-Familie daher, aber der Namenszusatz „K“ für den offenen Multiplikator fehlt der CPU. Nichts desto weniger leistet der Vierkerner mit seinen acht Threads bei 3.400 MHz ganze Arbeit und nur OverClocker haben das Bedürfnis an der Tuningschraube zu drehen. Mit 8 GByte DDR3 Arbeitsspeicher kann man jeder Anwendung souverän begegnen. Und ein 64 Bit Windows 7 als Betriebssystem kommt der gehobenen Hardware-Ausstattung entgegen. Leider schweigt sich der Hersteller über die Mainboard-Bestückung aus und es bleibt abzuwarten, bis die ersten Testexemplare in den Redaktionen eintreffen. Es werden in jedem Fall genügend Steckplätze zur Systemerweiterung vorhanden sein. Un über die Unterbringung weiterer Laufwerke muss man sich auch keine Gedanken machen, da der Tower genügend Platz anbietet. In der Basisausstattung dient eine 1 TByte große Festplatte als Massenspeicher, die von einem DVD-Brenner ergänzt wird. Bei der Grafikkarte geht es etwas ruhiger zu, jedoch kann man mit der AMD Radeon HD 6570 mit etwas abgespeckten Details fast alle modernen PC-Games nutzen. In gleicher Bauart bietet der Hersteller auch eine Version mit einer Nvidia GTX 560 Ti an, die sicherlich die bessere Wahl ist und gleichermaßen teuer ist.
Auspacken, anschließen und loslegen – dafür muss man durchschnittlich 850,- auf den Tisch des Hauses legen. Dafür erfüllt der G3-Predator seine Aufgaben ohne Murren und bleibt trotzdem dezent im Hintergrund.
16.03.2012




























