Produktneuheiten im Bereich Hairstyling schmücken sich heutzutage gern mit dem Hinweis auf optische Qualitäten, die einen ansonsten schnöden Föhn auch durchaus zum edlen Geschenk adeln. Ein klassischer Vertreter dieser Gattung ist der Unold Elektro Snake: Der auf der IFA 2013 als Produktneuheit vorgestellte Haartrockner präsentiert sich mit einem außergewöhnlichen Design in futuristischer Schlangenform. Der Frage, ob sich ein solch eigenwilliges Design mit der Funktion herkömmlicher Pistolen-Haartrockner vereinbaren lässt, begegnet der Hersteller schlicht mit dem Hinweis auf perfektes Zusammentreffen von Ergonomie und Design.
Neben den üblichen Heiz- und Gebläsestufen auch eine Cool-Airstufe
Während Belege hierfür in Gestalt von Test- und Erfahrungsberichten noch auf sich warten lassen, liefert der Blick ins Datenblatt gleich mehrere Kaufargumente. Zwar mit den üblichen zwei Gebläse- und drei Temperaturschaltstufen und seinen 800 respektive 1.000 Watt Anschlussleistung eher auf einem durchschnittlichen Leistungsniveau angesiedelt, das jegliches Extra vermissen lässt. Doch trotz seines Verzichts auf Ionentechnik hält er sich an solide Ausstattungsleistungen mit nachgewiesenem Nutzen wie eine Kaltluftstufe zum Fixieren der Frisur. Inwiefern dessen Cool-Airstufe tatsächlich das Herstellerversprechen hält, dem Haar besonders schnell Kaltluft zuzuführen, muss mangels Erfahrungsberichten der Nutzer derzeit noch offenbleiben.
Kaltstufe trifft auf DC-Motor
So unbestreitbar kalte Luft für die Stabilisierung geformter Locken und eingerollter Haarspitzen auch ist: Technisch betrachtet sind wirklich gute Frisierergebnisse nur mit Modellen mit Wechselstrommotor (AC) zu erreichen. Das Unternehmen Unold Elektro arbeitet bislang in der Regel mit Gleichstrom-Motoren (DC), die lange gültiger Standard waren, inzwischen aber selbst bei Budgetware zunehmend von den langlebigeren und robusteren AC-Modellen verdrängt werden. Doch auch bei den Unold-Neuzugängen liefern die Datenblätter nichts Erhellendes zum Motortyp. Den Unterschied begründet vor allem die Einordnung der Kaltstufe als „kalt“ (AC) oder vielmehr als „lauwarm“ wie bei den DC-Motoren: Dort sind Gebläse und Hitze nicht von einander entkoppelt.Ergonomisch gerundeter Griff
Was aber wirklich überrascht: Mit nur 280 Gramm bringt er nur einen Bruchteil dessen auf die Waage, was ein ausgewachsener Föhn im Allgemeinen wiegt. Das wiederum spricht für die Verwendung eines DC-Motors und dessen etwas empfindlichere Eigenschaften, zum anderen aber als Beleg für das Versprechen, perfekt in der Hand zu liegen. In der Tat zu den ergonomisch Hitverdächtigen der Branche gehören, denn durch seine Rundung ist er nicht nur etwas für Langarmige, sondern besitzt einen günstigen Schwerpunkt und griffige, sinnvoll platzierte Bedientasten. Wen das nur 1,80 Meter lange Kabel nicht stört und die knackigen Farben ansprechen (neongrün, purple-metallic, orange oder silver-metallic), wird für knapp 14 Euro sicherlich fündig.





















