Ein Stielstaubsauger als Zweitgerät? – Warum nicht!
Ein herkömmlicher Bodenstaubsauger für die wöchentliche Grundreinigung des kompletten Haushalts und ein Handstaubsauger für kleinere Aufgaben zwischendurch, etwa unter der Woche? Diese recht praktische Arbeitsteilung leisten sich immer mehr – vor allem größere – Haushalte. Als potenzieller Kandidat für ein Zweitgerät käme in diesem Fall der RH 8657 infrage. Der Stielstaubsauger aus dem Hause Rowenta macht – bis auf eine Ausnahme – wenig Mühe, saugt ordentlich was weg und benötigt nicht einmal Staubbeutel. Warum also nicht?
Überzeugende Akku-Leistung
Die Stromversorgung des Rowenta läuft über einen Lithium-Ionen-Akku. Dieser Akku-Typ ist spürbar robuster, langlebiger und auch potenter als etwa ein älterer NiMH-Akku, was der Rowenta schön unter Beweis stellt. Bis zu 40 Minuten hält sein Akku durch, und was das Schönste ist: Der leider viel zu oft eintretende massive Einbruch der Akku-Laufzeit, sobald zur höheren Saugstufe gewechselt wird, scheint bei ihm nur schwach ausgeprägt zu sein. Selbst im Turbomodus soll er gut und gern 30 Minuten durchhalten, was konkret bedeutet, dass sich der Staubsauger eigentlich für mehr als nur leichte, überschaubare Aufgaben zwischendurch eignet.
Leicht, wendig und mit Walzenbürste
Aber auch das Gewicht – knapp drei Kilogramm – und die Größe des Rowenta entspricht den Erwartungen, die man an einen Stielstaubsauger stellen darf. Bemerkenswert ist auch seine Flexibilität. Dank eines beweglichen Gelenks lässt er sich tief nach links oder rechst neigen, was der Manövrierbarkeit zugutekommt. Die Bodendüse schließlich weist gleich zwei Besonderheiten auf. Zum einen ihre Dreiecksform, die das Aussaugen von Ecken sowie Kanten/Leisten erleichtert. Zum anderen besitzt sie eine motorbetriebene Walzenbürste, mit der sich Fasern und Tierhaare einfacher vom Teppich klauben lassen. Nachteil: Gröbere Brocken bleiben oft leider liegen, wenn die Düse nicht rechtzeitig angehoben wird. Aber mit diesem Problem haben alle Elektrodüsen mit Walzenbürste zu kämpfen.
Warum nur als Zweitgerät?
Warum den Rowenta also nur als Zweitgerät anschaffen, wenn Handling und Saugleistung wie auch Akkulaufzeit so stimmig sind, dass er theoretisch einen Bodenstaubsauger in Schlittenform ersetzen könnte? Der Grund ist simpel: Das Gerät ist nur für die Reinigung von Böden zuständig, ein zusätzlicher Schlauch zum Absaugen von Möbeln oder ein abnehmbarer Handsauger wie bei einigen Konkurrenten besitzt er nicht. Außerdem wäre da noch der Wartungsaufwand. Der Filter sollte nämlich, wie Kunden berichten, am besten nach jedem zweiten Saugvorgang ausgewaschen werden. Ein Bodenstaubsauger macht es hier einem bequemer. Gegen die Anschaffung als Zweitgerät könnte allerdings ein durch und durch ganz prosaischer Grund sprechen. Der Rowenta schlägt nämlich derzeit mit rund 160 Euro (Amazon) zu Buche.