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Unser Fazit
08.04.2014
Froggy City Bug
Scheitert (nur) auf glatten Flächen
Dreiradkinderwagen liegen schwer im Trend: Sie sehen sportlich aus, gelten als universell einsetzbar und einige sind tatsächlich zum Joggen oder Skaten zu gebrauchen. Doch manchmal zählt einfach nur die Optik, wie das Beispiel des Froggy Citybug zeigt. Der Sportwagen ist überall da die richtige Wahl, wo stadttaulicher Auftritt mit sportlichem Lifestyle zusammentreffen sollen und ein herkömmlicher Sportwagen zu bieder wirken würde. Dennoch sollte man sich sehr genau die Nachteile des Modells ansehen.
Stabil vor Bordsteinkanten
Der Knackpunkt des Citybug liegt nicht so sehr im Standardmakel solcher Dreiradwagen, die generell der Kippeligkeit an Bordsteinkanten oder Anheben durch eine zweite Person verdächtig sind – im Gegenteil: der Sportwagen ist in den Augen der Nutzer sogar ausgesprochen stabil. Dies dürfte vor allem dem Doppelrad vorne und dem breiten Radabstand der beiden Hinterräder zuzuschreiben sein. Trotzdem hat er so seine Haken. So soll er mit seiner starren, überdies ungünstigen Griffgeometrie weder einhändig noch überhaupt einigermaßen geschmeidig manövrierbar sein – zumindest auf glatten Flächen, Fliesen oder Steinfußböden. Aus einem unerfindlichen Grund soll er sich im Gelände deutlich williger verhalten, was angesichts seiner urbanen Auslegung merkwürdig inkonsequent erscheint, auf den zweitem Blick aber mit den nicht luftbereiften und verhältnismäßig großen EVA-Rädern erklärbar ist.
Manövrieren, Einklappen und Bereifung sind gewöhnungsbedürftig
Doch gerade die Radgröße führt zu einem weiteren Problem: In engen Läden zeigt er sich sperrig und den Stadtbuggys mit ihren kleinen, punktgenau manövrierbaren Schwenkrädern und ihrem kleinen Wendekreis deutlich unterlegen. Interessant am Froggy ist der Umstand, dass ihn die Nutzer deshalb nicht mit Punktabzügen abstrafen, sondern kurzerhand zum Gefährt erklären, das eben nicht von jedermann zu fahren sei – man erklärt gleichsam die Macken des Buggys zur Methode: Schieben, die Griffhaltung und auch das Einklappen auf Kofferraumaß erfordere schlicht etwas Eingewöhngungszeit, sei dann aber gut zu beherrschen. Als echtes Versäumnis hingegen muss man die doch etwas arg kurz geratenen Sicherheitsgurte betrachten, denn dick eingepackt in Winterkleidung passe der Nachwuchs nicht in den Wagen.
Fazit
Dem gegenüber ist die Habenseite noch immer solide besetzt: Dreifach bis in die Liegeposition verstellbare Rückenlehne, leichtes Alugestell, tief absenkbares Verdeck gegen Sonneneinstrahlung – vor allem aber ein praktisches Ablagesystem mit Becherhalter für den Nachwuchs, um jederzeit die passenden Snacks parat zu haben. Für knapp 93 EUR (Amazon) ist das doch eine recht beachtliche Leistung.