Das Wichtigste auf einen Blick:
- Äußerst stabil und standfest
- Ideal für präzise Bohrungen in Holz und Metall
- In der Regel mit höhenverstellbaren und schwenkbaren Tischen
- Tischmodelle sehr viel kleiner als die professionellen Säulen- und Standbohrmaschinen
- Ausführungen mit Schnellspann- und Zahnkranzbohrfutter
- Variable Drehzahl ist Standard
Tischbohrmaschinen: perfekt für präzise Bohrarbeiten in Holz und Metall. (Bildquelle: einhell.de)
Tischbohrmaschinen sind besonders nützlich für Bastler oder Modellbauer, denn sie ermöglichen zahlreiche präzise Bohrungen. Das Tischmodell besteht aus einem stabilen Sockel, einer Säule, an der der Tisch verstellbar ist, sowie einer Bohreinheit, die mittels Hebel auf das fixierte Werkstück abgesenkt wird. So kann die Bohrung nicht verrutschen oder der Bohrer abrutschen. Ideal also für einfache Serienbohrungen in schneller Folge. Größere Stand- und Säulenbohrmaschinen werden nicht auf einem Tisch montiert, sondern stehen freistehend auf dem Boden. Solche Maschinen erreichen teilweise eine Höhe von etwa 1,90 Metern und kommen vor allem im Holz- und Metallhandwerk zum Einsatz, um großformatige, schwere Werkstücke zu bearbeiten.
Welche Tischbohrmaschine hat im Test am besten abgeschnitten?
Im Test überzeugten nahezu alle Tischbohrmaschinen und erzielten Ergebnisse, die besser als „Gut" waren. Besonders im Fokus standen Maschinen mit Riemenantrieb zwischen Motor und Bohrspindel. Diese Modelle sind aufgrund des geringeren technischen Aufwands günstiger als Getriebebohrmaschinen mit Zahnrad, wodurch sie sich optimal für Heimwerker eignen. Zudem zeichnen sie sich durch einen besonders ruhigen Lauf aus.Alle getesteten Geräte konnten in den Bohrversuchen in Weichholz, Hartholz und Metall überzeugen. Testsieger in diesem Heimwerker-Praxis-Test wurde die GTB 16 V von Güde. Sie punktet mit einem Riemenantrieb, der eine präzise stufenlose Drehzahlregelung sowie eine Zusatzregelung in fünf Stufen ermöglicht.
Als aktuelle Empfehlung vieler Vergleichsportale gilt die Bosch PBD 40: Sie ersetzt den klassischen Riemenantrieb durch einen elektronisch geregelten Universalmotor (710 Watt) und ermöglicht über ein digitales Display das präzise Ablesen und Vorwählen von Bohrdrehzahl und Bohrtiefe. Ergänzt durch integriertes Laserkreuz und LED-Beleuchtung bietet sie ein modernes Gesamtpaket für die Hobbywerkstatt. Als Preis-Leistungs-Tipp im unteren Preissegment wird häufig die Scheppach DP55 (710 Watt, ebenfalls mit Digitaldisplay und Laser) oder die kompakte Einhell TC-BD 450 genannt.
Wie wichtig sind die Details bei der Ausstattung?
Bei einer Motorleistung zwischen 350 und 750 Watt, was für den Heimgebrauch üblich und bei hochwertigen Tischbohrmaschinen Standard ist, spielt die Leistung eine untergeordnete Rolle bei der Auswahl. Viel entscheidender sind die Qualität und die Größe des Bohrfutters. Ein Schnellspannbohrfutter ist besonders praktisch, wenn häufig unterschiedliche Bohrdurchmesser verwendet werden. Ein Bohrfutter mit mindestens 13 Millimetern Durchmesser stellt sicher, dass größere Bohrer problemlos eingespannt werden können.Zahnkranzbohrfutter bieten eine festere Spannkraft als Schnellspannbohrfutter. Eine MK2-Aufnahme ist zusätzlich empfehlenswert, da sie das Verwenden von Morsekegelbohrern erlaubt und die Flexibilität der Säulenbohrmaschine erhöht. Ein weiteres wichtiges Merkmal ist der maximale Bohrhub, also die Tiefe, mit der der Bohrer ins Material eindringen kann. Ein solider Wert für Heimwerker liegt bei etwa 50 Millimetern, Profi-Modelle bieten bis zu 90 Millimeter Bohrhub – wie etwa die Bosch PBD 40 mit 90 mm Bohrhub.
Moderne Tischbohrmaschinen verfügen zunehmend über ein digitales Display, das Bohrdrehzahl und Bohrtiefe in Echtzeit anzeigt. Das erleichtert vor allem Reihenbohrungen, bei denen eine gleichbleibende Tiefe gefordert ist. Hochwertigere Modelle bieten außerdem eine sogenannte Constant-Electronic, die sicherstellt, dass die eingestellte Drehzahl auch beim Bohren in harte Materialien nicht abfällt.
Worauf sollte man beim Kauf einer Tischbohrmaschine besonders achten?
- robuste Bauweise mit sicherem Stand
- hochwertige Verarbeitung
- Drehzahlregulierung – elektronisch oder per Riemenantrieb; moderne Modelle bieten stufenlose elektronische Regelung mit Digitalanzeige
- verstellbarer Tisch (höhen- und schwenkbar, idealerweise bis zu 45 Grad neigbar); gelegentlich mit der Option, einen Schraubstock zu befestigen
- LED-Beleuchtung und Lasermarkierung (Kreuzlaser) für präzises Ansetzen des Bohrers
- Schutzvorrichtungen wie Späneschutz und Not-Aus-Schalter
- schlüsselloses Schnellspannbohrfutter für einen schnellen, werkzeugfreien Bohrerwechsel
- Parallelanschlag und Schnellspannklemme zur sicheren Fixierung auch runder Werkstücke
Abschließend: Tischbohrmaschine, Handbohrmaschine oder Bohrständer?
Präzise Metallbohrungen unterstützt durch Lasermarkierung. (Bildquelle: amazon.de)
Obwohl sie vergleichsweise groß sind, überzeugen Tischbohrmaschinen in der heimischen Werkstatt durch ihre exakte Bohrgenauigkeit. Handgeführte Bohrer oder solche, die im Bohrmaschinenständer befestigt sind, erreichen nicht das gleiche Präzisionsniveau wie stationäre Maschinen. Die senkrechte Ausrichtung der Bohrspindel sorgt vor allem bei kleinen Bohrungen für sehr genaue Ergebnisse. Auf gekrümmten Oberflächen, wie etwa Rohren, lässt sich der Bohrer zielgenau ansetzen. Dank variabler Spindeldrehzahl lassen sich somit diverse Bohrdurchmesser und Materialien bearbeiten.
Im DIY-Bereich werden einfache Bohrmaschinen zunehmend durch kompakte Akku-Bohrschrauber ersetzt, die für viele Alltagsaufgaben ausreichen. Wer jedoch regelmäßig präzise Bohrungen in Holz oder Metall vornimmt, Reihenbohrungen benötigt oder auf einer Werkbank arbeitet, kommt an einer stationären Tischbohrmaschine kaum vorbei.
Welche Hersteller bieten Tischbohrmaschinen an?
- Güde
- Scheppach
- Einhell
- Rotwerk
- Zipper
- Bosch
- Proxxon
- Holzmann
- Weldinger











