Das Wichtigste auf einen Blick:
- Günstig: Gute USB-3.0-Cardreader ab ca. 10 bis 20 Euro
- Plug-and-Play ohne Treiber an fast allen Betriebssystemen
- Ermöglicht Zugriff auf Speicherkarten ohne USB-Kabel und ohne Gerät einschalten
- UHS-II-fähige Reader schalten bei Profikarten die volle Übertragungsgeschwindigkeit frei
- Steckt kompakter USB-Stick-Reader direkt am Laptop, blockiert er oft den Nachbarport
- Mac-Kompatibilität nicht immer garantiert – vor dem Kauf prüfen
Cardreader kaufen: Wann sich ein Kartenlesegerät noch lohnt
Externe Cardreader sind kein alltägliches Kaufprodukt mehr. Viele Notebooks, PCs und Tablets haben integrierte Kartenleser für SD-Karten. Wer eine MicroSD-Karte lesen will, nutzt üblicherweise einen mitgelieferten Adapter. Dennoch gibt es Situationen, in denen ein externer Cardreader unverzichtbar bleibt: bei Geräten ohne eingebauten Slot, beim Übertragen von Daten von mehreren Karten gleichzeitig, beim Einsatz schneller UHS-II- oder SD-Express-Karten oder beim Zugriff auf ältere Speicherkartenformate.
Kompakter USB-Stick-Kartenleser von Transcend – ideal für microSD-Karten, wenn kein eingebauter Kartenleser vorhanden ist. (Bildquelle: de.transcend-info.com)
Wie werden Cardreader getestet?
Cardreader sind kein Schwerpunktthema in Fachmagazinen – der Markt ist kleiner und stabiler als noch vor zehn Jahren. Tests konzentrieren sich auf Transfergeschwindigkeit in verschiedenen Szenarien, Kompatibilität mit unterschiedlichen Betriebssystemen (Windows, macOS, Linux) und die Unterstützung aktueller Kartenstandards. Ein häufig geprüfter Punkt: Unterstützt der Reader schnelle UHS-II-Karten? Denn viele günstige Modelle limitieren die Geschwindigkeit auch bei teuren Hochleistungskarten auf das Tempo von UHS-I.Welche Cardreader-Typen gibt es?
- USB-Stick-Cardreader: Kompakt, ideal für unterwegs. Unterstützt meist nur SD und MicroSD. Kann beim Einstecken benachbarte USB-Ports blockieren – ein USB-Verlängerungskabel löst das Problem. Günstig ab wenigen Euro erhältlich.
- Box-Cardreader (extern): Bietet viele Slots für verschiedene Formate. Geeignet für den stationären Einsatz, wenn mehrere Kartentypen genutzt werden. Nimmt mehr Platz ein, eignet sich weniger für Reisen.
- Interner Einbau-Cardreader: Wird in einen freien Schacht des Desktop-PC eingebaut und ist platzsparend. Kein Geschwindigkeitsvorteil gegenüber externen Modellen – reiner Komfortgewinn durch den festen Sitz.
Multi-Kartenleser von Hama mit vielen Slots – praktisch, wenn mehrere Kartenformate gelesen werden müssen. (Bildquelle: hama.de)
USB-Standards und aktuelle Geschwindigkeiten
Der USB-Standard des Cardreaders bestimmt, wie schnell Daten übertragen werden können – unabhängig davon, was die Speicherkarte theoretisch leisten würde:- USB 2.0: Maximal rund 35–40 MB/s in der Praxis. Für gelegentliches Übertragen von Fotos ausreichend, aber bei großen Videodateien oder RAW-Serien deutlich zu langsam.
- USB 3.0 / 3.2 Gen 1: Bis zu 120–150 MB/s – der empfehlenswerte Mindeststandard für alle, die regelmäßig größere Dateimengen übertragen.
- USB 3.2 Gen 2 / USB-C: Bis zu 500 MB/s und mehr bei UHS-II-kompatiblen Readern. Relevant für professionelle Fotografen und Videografen mit schnellen Profi-Karten.

