Der Rolly von Sony ist kein gewöhnlicher MP3-Player: Zunächst fällt auf, dass der Rolly ziemlich korpulent ist, während andere Modelle ja eher schlanker werden. Einen Anschluss für den Kopfhörer sucht man vergebens, denn der Rolly hat keinen. Das lässt auf seine eigentliche Bestimmung schließen:
Das Gerät wurde nicht entwickelt, um uns diskret mit Musik zu versorgen. Sony hat den Rolly vielmehr als lautstarken Entertainer konzipiert, der ganze Gruppen in Entzücken versetzen soll. Dazu analysiert er zunächst die gespeicherten Musiktitel, um sie bei der Wiedergabe mit flotten Bewegungen in Szene zu setzen. Er biegt sich, dreht sich und blinkt gleichzeitig zum Takt der Musik. Ungewöhnlich auch Bedienung und Navigation des SEP-30BT: Die großen Räder an den Seiten können gedreht werden, was entweder die Lautstärke verändert oder einen Titelsprung zur Folge hat. Mit Hilfe der mitgelieferten Software kann man außerdem individuelle Choreographien für die wilden Tänze festlegen, einige sind bereits vorinstalliert. Der MP3-Player bietet zwei Gigabyte Speicherplatz, wird über USB mit Musik beladen und kann außerdem drahtlos via Bluetooth als Lautsprecher genutzt werden. Im Bluetooth-Modus muss man dann aber auf die Bewegungen verzichten.
Was zunächst wie ein günstiges Gadget klingt, ist leider ziemlich teuer: Der Rolly wird Anfang Oktober in den Handel kommen und soll rund 270 Euro kosten. Die Idee ist gelungen und wird sicher ihre Abnehmer finden – einzig der Preis trübt die Vorfreude auf kurzweilige Tanzabende. Denn amüsant ist der Rolly ganz bestimmt.
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- Erschienen: 01.12.2008
- Details zum Test
„gut“ (6,3 von 10 Punkten)
„Was uns gefällt: hübsche Lichteffekte im Takt der Musik; Möglichkeit, eigene Tanzbewegungen und Choreographien zu entwickeln; einfache Bedienung.
Was uns nicht gefällt: mittelmäßige Klangqualität; wenig Bedienmöglichkeiten direkt am Player; zum Mitnehmen zu groß und schwer.“






