In gewisser Hinsicht handelt es sich beim UM-70 des englischen Herstellers Lilliput um einen einfachen digitalen Bilderrahmen, der sich prima als Zusatzmonitor zum Beispiel für ein Notebook umfunktionieren lässt. Er bietet sieben Zoll Bildschirmfläche in der Diagonalen, wird über USB an den Rechner angeschlossen – eine weitere Schnittstelle gibt es nicht – und zeigt das Bild entweder im Landschafts- oder im Porträtmodus an. In Form gehalten wird der UM-70 mittels eines simplen ausklappbaren Ständers an der Rückseite des Gehäuses – der nicht sonderlich viel Zutrauen in die Standfestigkeit des Bildschirms aufkommen lässt.
Die Ähnlichkeit des Lilliput mit den ersten kleinen Zusatzmonitoren mit sieben Zoll der Hersteller Nanovision, Buffalo oder auch Samsung ist frappant – zumindest, was die technischen Details betrifft. So beträgt die Auflösung 800 x 40 Pixeln, das Seitenformat also 16:9, und die Helligkeit 250 cd/m². Lediglich in der LED-Hintergrundbeleuchtung hat er den Konkurrenten ein Detail voraus. Vermutlich steckt demnach auch in den meisten Modellen ein fast identisches Panel eines Herstellers.
Gedacht sind die kleinen 7-Zöller wie der UM-70 als Beistell-Monitore, auf denen sich Messenger- oder E-Mail-Programme, Werkzeugpaletten von Anwendungen oder Mediaplayer auslagern lassen, um das eigentlichen (Laptop-) Display zu entlasten und dadurch für mehr Arbeitsfläche zu sorgen. Der einfache Betrieb via USB trägt zu ihrer Attraktivität noch zusätzlich bei.
Allerdings kosten die Mini-Bildschirme durch die Bank rund um die 100 Euro – der UM-70 ist in dieser Beziehung keine Ausnahme –, wofür man auch schon einen gestandenen 19-Zöller erhält (obwohl der Vergleich natürlich unfair ist, denn die 7-Zöller wollen kein vollwertiges Display sein, sondern nichts als nützliche Helferlein). Es gibt sie sogar schon in Ausführungen mit einem Touchscreen, was die Bedienung noch mehr erleichtert. Der UM-70 hingegen gehört zu den einfachen Pionieren dieser Geräteklasse, und wer einfach mehr Platz braucht und die 100 Euro dafür aufbringen will, wird mit dem Monitor zufrieden sein, sofern die Ansprüche nicht zu hoch angesetzt werden.
26.03.2010






















