Freunde des Mecha-Genres mit Vertretern wie Battletech oder Gundam haben im App Store wieder neues Futter erhalten. Heavy Mach 2 von IndieApps dürfte für die meisten Fans dieser Literatur- und Spielgattung eines der besten iPhone-Spiele dieser Art darstellen. Denn Heavy Mach 2 vereint in sich Elemente von Echtzeitstrategie, Spielhöllen-Action und Rollenspiel und erzeugt nicht nur durch seine vielfältigen Missionen ein enormes Suchtpotenzial. Denn in Heavy Mach 2 kann der Spieler seinen Kampfroboter immer weiter aufrüsten. Beginnt man anfangs mit einem sehr limitierten Zugriff auf Ausrüstung und einem Roboter, der allenfalls eine bessere Blechdose darstellt, kann man später eine geradezu waffenstarrende Festung erzeugen.
Und dies sollte man auch. Denn Heavy Mach 2 zieht den Schwierigkeitsgrad schnell an, so dass man die meisten Erweiterungen für seinen Roboter mehr als bitter nötig haben wird. Der Haken an der Sache: Die Ausrüstung wird nicht einfach je nach Level verfügbar, sondern muss teuer erkauft werden – von dem Geld, dass man durch die Art und Weise erstreitet, wie man eine Mission abschließt. Auch Reparaturen müssen durchgeführt werden – der Kampfroboter regeneriert sich also nicht automatisch nach dem Ende einer Mission.
Das Spielinterface erinnert entfernt an die frühen Teile der legendären MechCommander-Spielreihe auf dem PC. Man sieht von oben auf das Schlachtfeld, das grafisch hervorragend gestaltet wurde, und kann mit Fingerbewegungen die Ziele markieren, die entweder angesteuert oder beschossen werden sollen. Fünf Slots an der rechten Bildschirmseite dienen dem Schnellzugriff auf wichtige Ausrüstung, die man in der Mission einsetzen möchte. Neue Ausrüstung kann dabei auch von gegnerischen Einheiten fallen gelassen werden, die von einem zerstört wurden.
IndieApps hat mit Heavy Mach 2 einen sehr ansprechenden Mix aus Echtzeitstrategie und Action abgeliefert, der durch seine Aufrüstungsoption auch eine Langzeitmotivation entfaltet. Bei einem Preis von rund 2,50 Euro kann man sicherlich nicht widerstehen, wenn man diesem Genre etwas abgewinnen kann. Einziger Nachteil: Man spielt das Spiel für sich selbst, eine soziale Komponente wie die Anbindung an eine weltweite Highscore auf OpenFeint gibt es nicht. Das sollte aber nicht vom Kauf abhalten – das Spiel macht auch so jede Menge Spaß.
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- Erschienen: 03.03.2010 | Ausgabe: 4/2010
- Details zum Test
4 von 6 Punkten
„... Heavy Mach 2 ist etwas für geduldige Menschen, die gut gepanzerten Gegner ziehen eine Mission in die Länge. Kein Knüller, aber gute Action-Kost mit RPG-Einschlag.“





