Lautsprecher, die in Monitore eingebaut werden, klingen meist sehr hilflos und überfordert, wenn nicht sogar katastrophal. Für gesprochene Nachrichten mag die Audioqualität manchmal noch ausreichen, für Sound sind sie meist nicht zu gebrauchen. Diese triste Situation soll sich mit dem Envy 27 von HP nun radikal ändern. Der 27-Zoll-Bildschirm ist nämlich mit einer Audioanlage ausgestattet, die vom renommierten Hersteller Monster stammt.
Lautsprecher und Subwoofer
Das Soundsystem ist in einer Soundbar unterhalb des eigentlichen Displays untergebracht und besteht aus zwei Stereo-Lautsprechern und einem Subwoofer. Sie stammen aus der Schmiede von Monster, einer Firma, die ursprünglich für Highend-Kabel bekannt war, mit
den Kopfhörern der Monster Beats by Dr. Dre-Reihe jedoch mittlerweile geradezu populär geworden ist: Die basslastigen, druckvollen Kopfhörer werden vor allem für HipHip und ähnliche Musikrichtungen sehr geschätzt und gehören mittlerweile zu den begehrtesten Modellen am Markt. Leider liegen bislang noch keine Testergebnisse oder Kundeneinschätzungen zur Soundbar des Monitors vor. Es ist allerdings sehr unwahrscheinlich, dass Monster Interesse daran hat, seinen sehr guten Ruf in der Szene durch den Einbau eines minderwertigen Soundsystems zu ruinieren. Es darf also, um die in der Überschrift gestellte Frage zu beantworten, davon ausgegangen werden, dass es sich beim HP tatsächlich um den ersten Monitor mit einem zumindest ernstzunehmenden Audiosystem handelt, das sich auch für Musik eignet.
IPS
Doch damit nicht genug, denn der Bildschirm will nicht nur gut klingen, sondern auch ein tadelloses Bild abliefern. Dazu dient ihm die IPS-Bildschirmtechnologie. Sie ist bekannt für ihre gute Wiedergabe von Farben, die sehr „natürlich“ wirken und feine Abstufungen zwischen den Farben beziehungsweise zwischen hell und dunkel abliefert – farbige Flächen sind in der Regel detaillierter. Außerdem ist die IPS-Technologie im Gegensatz zur MVA-Technik, ebenfalls einer hochwertigen Bildschirmtechnologie, mit schnellen Reaktionszeiten gesegnet, die dafür sorgt, dass sich die Monitore auch gut für den Multimedia-Einsatz eignen. An Schnittstellen wiederum sind VGA (analog) sowie die beiden digitalen Eingänge HDMI sowie DisplayPort vorhanden, die auch unbedingt genutzt werden sollten. IPS-Bildschirme haben nämlich oft Probleme mit Signalen, die ihnen via VGA zugespielt werden.
Fazit
Die – gleichzeitig wortwörtlich und übertragen gemeinte – „Monster“-Audioanlage sowie die hohe Bildqualität sind ohne Zweifel im 27-Zoll-Segment zwei Zugpferde. Die großen Bildschirme erfreuen sich nämlich erfahrungsgemäß hauptsächlich bei Multimedia-Nutzern großer Beliebtheit. Fallen die ersten Tests positiv aus, wird sich auch ein zweiter und dritter Blick auf den Monitor lohnen, der mit rund 450 EUR (
Amazon) erwartungsgemäß teurer ist als viele seine Kollegen, deren Absicht es primär ist, eine üppige Bildfläche für möglichst wenig Geld anzubieten, dafür aber eine schlechtere Bildqualität bieten – sowie einen Sound, über den es sich in der Regel nicht lohnt, auch nur ein Wort zu verlieren.