In Relation zum Preis von derzeit knapp 170 Euro (amazon) kann sich die Ausstattung des 22 VLC 2000 T durchaus sehen lassen. So hat Grundig dem 22-Zöller ein Empfangsteil für das digitale Antennenfernsehen (DVB-T) und eine USB-Schnittstelle für die Multimedia-Wiedergabe spendiert.
Den MPEG4-Standard für HDTV-Sender unterstützt der eingebaute Tuner nicht. Momentan würde das – zumindest in Deutschland – eh keinen Sinn machen, denn hierzulande bekommt man die HD-Angebote nur via Satellit oder Kabel ins Haus. Wer einen externen DVB-S- oder DVB-C-Receiver anschließen will, nutzt den HDMI-Eingang. Alternativ stehen ein Komponenteneingang, eine Scart-Buchse, VGA und Composite-Video samt passendem Audio-Eingang bereit. Eine Antennenbuchse, ein Kopfhörerausgang und die eingangs genannte USB-Schnittstelle runden das Anschlussfeld ab. Ein Digitalausgang bleibt außen vor. Intern greift das Modell auf zwei Boxen zurück, die mit einer Sinusleistung von insgesamt sechs Watt belastet werden. Über die USB-Schnittstelle sollen sich MOV-, MPG-, MP4- und AVI-Videos, JPEG- und BMP-Fotos sowie Musikdateien im MP3-Format abspielen lassen. Ob man ausschließlich Speichersticks oder auch externe Festplatten anschließen kann und wenn ja: wie groß die Festplatten sein dürfen und mit welchem Dateiformat sie formatiert werden (FAT oder auch NTFS) verrät der Hersteller nicht. Das TFT-LC-Display im Seitenverhältnis 16:9 löst mit 1366 x 768 Pixeln auf, hat eine Reaktionszeit von fünf Millisekunden, wird mit CCFL-Röhren hinterleuchtet und erreicht laut Datenblatt ein dynamisches Kontrastverhältnis von 3000:1. Der Blickwinkel liegt bei vertikal 170 und bei horizontal 160 Grad. Ohne seinen neigbaren Standfuß ist der Fernseher, der sich mit einer VESA-Halterung (100 x 100 Millimeter Lochabstand) an der Wand befestigen lässt, sieben Zentimeter tief. Im Betrieb soll das Gerät 45 Watt, im Standby nur 0,95 Watt Leistung aufnehmen.
Im Wohnzimmer sind 22 Zoll etwas knapp, im Schlaf- oder Arbeitszimmer nahezu perfekt. Pluspunkte kassiert das Gerät für die USB-Schnittstelle, über die man Multimedia-Dateien ohne klassischen Zuspieler anschauen kann. Das Gros der Kundschaft scheint zufrieden mit dem Gerät, während die Fachmagazine den 22 VLC 2000 noch nicht im Labor hatten.
12.08.2011























