Im großen Test der Kollegen bei Tom's Hardware konnte die SuperOverClocked GTX 560 Ti von Gigabyte zwar nur den zweiten Platz belegen, was aber unter dem Strich keine Schande ist. Bei den Leistungsmessungen blieb sie immer etwa ein Prozent hinter der Sparkle Calibre GTX 560Ti zurück, kann aber durch qualitativ hochwertige Verarbeitung eher überzeugen.
Optisch ist die Gigabyte 560er sicherlich eine der ansprechendsten Grafikkarten auf dem Markt. Vier dicke, kupferne Heatpipes winden sich an der Vorderkante und wirken wie die Auspuffrohre eines getunten Motorrads. Die beiden Lüfter sind angewinkelt in dem feurig dekorierten Abdeckblech verbaut und sollen so den Luftstrom beschleunigen und etwas mehr Raum zum Atmen der Lamellen geben. Die Stromversorgung erfolgt über sieben Phasen und die beiden 6poligen Steckerbuchsen befinden sich an der äußeren Ecke der Karte. Wenn der Hersteller schon behauptet, dass die SuperOverClocked-Version einer GTX 570 gefährlich werden kann, dann musste man ordentlich an der „Tuningschraube“ drehen. Mit einem GPU-Takt von 1.000 MHz schaffte Gigabyte eine Übertaktung von 22 Prozent, was einerseits deutlich über den meisten 570er Karten liegt, aber aus den GDDR5-Chips nicht mehr als 1.145 MHz herausholen konnten.
Wirft man einen Blick auf die Benchmarks mit Crisis (nicht die 2er Version!) so bekommt man der Gigabyte ganz brauchbare Ergebnisse. Während für alle 560er GTX-Karten eine Auflösung von 2.560 x 1.600 bei sehr hohen Details vollkommen indiskutabel ist – mit 26 FPS (Bilder pro Sekunde) kann man nicht vernünftig spielen – sieht es im Full-HD-Modus mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten schon deutlich besser aus. Mit 46 FPS lässt es sich schon entspannter durch das Spiel ballern und eine weitere Absenkung der Auflösung auf 1.680 x 1.050 bringt nur 6 zusätzliche Frames an Zugewinn. Wie heftig das alte Crisis die Grafikkarten fordert, weiß fast jeder PC-Spieler und logischerweise sind die Werte bei den meisten anderen Spielen deutlich besser.
Bei Anschaffungskosten um 230 Euro (amazon) sollte man auch einen Blick auf den Stromverbrauch werfen, der mit rund 360 Watt/h zu buche schlägt und alles andere als bescheiden ist.
18.04.2011



























