Lange hat es gedauert, aber nun ist der erste E-Book-Reader mit farbigem Display auf dem Markt. Die Eigenentwicklung von Fujitsu – die Display-Technik stammt als nicht von E-Link – kann auf dem 8 Zoll großen, mit 1.024 x 768 Pixeln auflösenden Display bis zu 260.000 Farben darstellen. Will man diesen Luxus, muss man sich allerdings etwas in Geduld üben, da der Bildschirmaufbau pro Seite etwa 8 Sekunden dauert. Begnügt man sich mit 4.096 Farben, verkürzt sich die Ladezeit auf 5 Sekunden, um im 64-Farben-Modus sind es dann nur noch 1,8 Sekunden. Die Akkulaufzeit beträgt im letzteren Fall 40 Stunden. Wie der Kindle, so nutzt auch das FLEPia nach dem Seitenaufbau das Umgebungslicht, woraus sich die lange Akkulaufzeit erklärt.
Bedient wird der FLEPia entweder über Tasten oder über den Touchscreen. Und zu bedienen gibt es genug. Das Gerät ist nicht nur ein E-Book-Reader, sondern kann auch für Internetanwendungen, E-Mails oder als Anzeigegerät für Officedateien eingesetzt werden. Über Bluetooth 2.0+EDR, WLAN 802.11 b/g und USB 2.0 knüpft der E-Book-Reader Kontakt mit Peripheriegeräten. In den SD-Karten-Slot passen SD-Karten mit bis zu 4 GB hinein, um den Reader mit Inhalt zu füllen. Letzterer wiederum kann aus vielen Format, die der FLEPia unterstützt, bestehen. Zu ihnen gehören nicht nur Bildformate wie JPEG, BMP oder TIFF auch TXT, HTML, PDF, XMDF-E-Book-Formate sowie Word-, Excel- und Powerpoint-Dateien. Betriebssystem des Gerätes ist Windows CE 5.0.
Das mobile digitale Lesegerät ist sehr schlank ausgefallen und nur 1,27 Zentimeter dick beziehungsweise 385 Gramm schwer. Etwas üppiger ist dafür der Preis. Der FLEPia kostet in Japan – und nur dort wird er zuerst einmal unter die Leute gebracht – umgerechnet rund 776 Euro, die Auslieferung beginnt ab dem 20. April. Vorbestellungen werden ab sofort entgegen genommen. Fujitsu ist übrigens zuversichtlich. Der Hersteller plant, bis 2010 allein In Japan 50.000 Exemplare verkaufen zu wollen. Was 2006 mit einem Prototyp begann, 2007 den ersten Testern vorlag und Februar 2009 in einem japanischen Restaurant zum kostenlosen Testen für alle auslag, soll nun doch langsam Taten zeitigen und Geld einbringen.
20.03.2009

























