Wer nicht zum AppleTV greifen will, um Videos, Bilder und Musik von iPhone, iPad oder iPod touch komfortabel via AirPlay zum Fernseher zu streamen, bekommt mit dem iPhone/iPad Videoübertragungssystem von Auvisio eine alternative Lösung an die Hand.
Das Set aus Sender und Empfänger eignet sich überdies für Apple-Player ohne integriertes WLAN, also für den iPod Nano (ab 2G) und den iPod classic. Der 4,4 Zentimeter breite, 5,8 Zentimeter hohe, 1,4 Zentimeter tiefe und 36 Gramm schwere Sender wird über den 30-Pin-Dock-Connector mit iPod, iPad oder iPhone verbunden. Der ebenfalls 4,4 Zentimeter breite und 5,8 Zentimeter hohe, mit 1,4 Zentimetern und 21 Gramm allerdings etwas tiefere und leichtere Empfänger findet über einen AV-Ausgang Anschluss zum Fernseher, wobei der AV-Ausgang Video-Auflösungen bis 576i unterstützt. Demnach kann man den Empfänger - im Gegensatz zum AppleTV - nicht nur mit modernen Flachbildschirmen, sondern auch mit älteren Röhrenfernsehern verbinden. Die Empfangseinheit wird über einen Micro-USB-Anschluss mit Strom versorgt, das passende Netzteil ist im Lieferumfang enthalten. Beim Sender wurde ein Lithium-Ionen-Akku mit 600 mAh verbaut, der bis zu acht Stunden durchhalten soll. Die Signale werden drahtlos und versprochenermaßen „zuverlässig“ im 5,8 Gigahertz-Band übertragen. Sende- und Empfangseinheit warten obendrein mit einem Wahlschalter für drei Kanäle auf. Kommt es zu Interferenzen mit anderen Geräten, die das 5,8 Gigahertz-Band nutzen, wechselt man den Kanal. Laut Hersteller kann man in geschlossenen Räumen eine Distanz von bis zu 30 Metern und bei freier Sichtverbindung bis zu 100 Meter überbrücken.
Das AppleTV nimmt 720p-Videos entgegen, funktioniert ohne separaten Sender und ist perfekt auf die Apple-Player abgestimmt. Allerdings ist die Streaming-Box mit 110 EUR recht teuer, bietet keinen AV-Ausgang für Röhrengeräte und harmoniert nicht mit iPod nano oder iPod classic. Bei pearl.de bekommt man das bislang ungetestete System für knapp 70 EUR. Bleibt abzuwarten, ob sich die Investition lohnt – die ersten Tests werden sicher bald folgen.
17.01.2012


