Die hysterischen Diskussionen um ihre Produkte ficht die Kalifornier um Steve Jobs nicht an. Apple macht einfach weiter sein Ding und konzentriert sich auf seine Kernkompetenzen: gute Optik, zuverlässige Verarbeitung und erstklassiger Bildschirm.
Technisch bietet das MacBook nichts Außergewöhnliches. Für Rechenleistung sorgt erstmals eine Intel Core-CPU (i5 520M mit 2,4 GHz) samt 4 GByte DDR3 Arbeitsspeicher und 320 GByte Festplatte. Gegen Aufpreis sind optional 500 GByte (90 Euro) oder SSD mit 512 GByte (1260 Euro) erhältlich. Im Multimediabereich wechselt das Notebook je nach Belastung zwischen Onboard-Grafik (Intel HD) und dediziertem Chip (Nvidia Geforce GT 330M). Aber Vorsicht: Die Optimus Technologie funktioniert nur beim vorinstallierten MacOS. Unter Windows bleibt der Nvidia permanent aktiv – zu Lasten der Akkulaufzeit. Gespart wurde bei den Schnittstellen: je zwei USB 2.0- und Audiobuchsen, Firewire, Displayport, Kartenleser, das wars. Interessierte sollten folglich ihre Erwartungen (eSATA, USB 3.0) vorher genau kennen. Keine Wünsche offen lassen dagegen die verfügbaren Netzwerkoptionen (Gigabit-LAN, 11n-WLAN, Bluetooth).
Richtig stark sind Design und Verarbeitung. Das bekannte Unibody-Gehäuse ist aus stabilem Aluminium gefertigt und sieht einfach edel aus. Für entspannten Schreibkomfort ist ebenfalls gesorgt: Die Tastatur ist beleuchtet und besitzt einen klaren Druckpunkt. Auch das Touchpad überzeugt: Dank integrierter Tasten bleibt den Fingern genügend Spielraum. Herzstück des Notebooks ist dennoch der rahmenlose 15,4-Zoll-Bildschirm. Er löst mit 1.440 x 900 Bildpunkten auf und ermöglicht durch gute Helligkeits- und Kontrastwerte hochwertigen Filmgenuss. Einziger Wermutstropfen: das Panel spiegelt. Für den Außeneinsatz ist das Notebook jedoch ohnehin nicht geeignet, dafür ist es zu groß und zu schwer (2,54 kg).
Apple betreibt mit dem MacBook Pro Imagepflege und konzentriert sich auf seine Stärken. Für knapp 1.580 Euro (amazon) erhält man ein lässiges, hervorragend verarbeitetes Notebook mit starkem Bildschirm. Wer mehr auf Ausstattung und weniger auf Optik achtet findet mit dem Acer Aspire TimelineX 4820TG-644G16Mnks (amazon) eine günstige Alternative.
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Stiftung Warentest
- Erschienen: 26.11.2010 | Ausgabe: 12/2010
- Details zum Test
„gut“ (1,9)
„Beste Note, aber sehr teuer. Rechenleistung durchweg sehr gut. Überzeugender Akku. Beste Umwelteigenschaften. Gutes, sehr helles Display. Flach. Hat Bluetooth. Es fehlen: eSata, HDMI, Kartenleser für Memory Stick und Ziffernblock. Kleiner Grafikspeicher.“
















