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Unser Fazit
28.06.2013
Enterprise
Der Fokus liegt auf Seitenschutz
Gewiss gibt es Kindersitze für das Vorschul- und Schulalter, die kleiner und leichter sind als der Osann Enterprise. Denn für die entsprechende Altersgruppe der Vier- bis Zwölfjährigen werden massenweise so genannte Booster an den Kunden gebracht, die (noch) als ECE-normgruppengerecht verkauft, von Experten aber hinsichtlich ihrer Schutzfunktion als höchst kritisch beurteilt werden. Denn ihnen fehlt eine Kopf- und Rückenabstützung und der enorm wichtige Seitenschutz. Der Enterprise hebt sich in vielerlei Hinsicht von diesen oft lieblos mit Stoff überspannten Styropordeckeln ab.
Nackenkissen schützt das schlafende Kind
Mit seinen Seitenwangen und dem weit nach vorne gezogenen Schläfenbereich verspricht der Gruppe-II/III-Sitz von Osann das Kind bei einem Front- und Seitenaufprall gleichermaßen gut zu schützen. Dabei sorgen das Osann-typische SleepFix-Konzept für einen optimierten Seitenschutz: Dieses Sicherheits-Schlafkissen soll den Kopf des schlafenden Kindes vor dem Abknicken schützen. Zugleich soll auf diese Weise der gesamte Oberkörper nicht so leicht aus dem Schutzbereich fallen. Der Sitz ist allerdings nur auf das solchermaßen beworbene Schutzkonzept vorbereitet, das Nackenkissen muss daher separat hinzuerworben werden. Wie alle Sitze in dieser Altersgruppe werden Sitz und Kind nur noch mittels Autogurt im Fahrzeug gesichert. In seiner aktuellsten Version lässt sich die Kopfstütze siebenfach verstellen und noch feinstufiger an das Wachstum des Kindes anpassen.
Teurer, aber sicherer als ein Booster
Mit knapp 100 EUR (Amazon) ist er sicherlich teurer als die meisten Sitzerhöher, doch zeichnet er sich durch einen vernünftigen Seitenschutz aus, der mit Blick auf künftige ECE-Regelungen einen großen Stellenwert erhalten wird. Denn ab Juli 2013 sollen so genannte i-size Kindersitze künftig einen Seitenaufpralltest bestehen, bevor sie ihre amtliche Zulassung erhalten. Bislang wurde nur der Frontaufprallschutz geprüft. Beim Enterprise liegt der Fokus bereits jetzt ganz klar auf dem Seitenschutz. Tests musste er sich bis dato allerdings noch nicht stellen. Dennoch sei er gerne als Alternative zu den Boostern und als Langzeitsitz bis zum Ende der Kindersicherungspflicht empfohlen.