Multifunktionaler Begleiter. Vielseitiger Kinderwagen mit leichten Gewicht und hoher Nutzwert, jedoch mit Sicherheitsbedenken bei der Dreiradausführung und dem Verdeck.
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Stärken
luftbereiftes Modell mit Gelände-Mobilität
mit Wannenaufsatz ab Geburt verwendbar
gute Kundenbewertungen für Verarbeitung, Federung und die Qualität der Räder
kompaktes und unkompliziertes Falten
Schwächen
selbstbewusst bepreist
Babywanne etwas unterhalb der empfohlenen Länge
Kundenmeinungen
4,3 Sterne
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403 Meinungen in 1 Quelle
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Unser Fazit
09.02.2016
Babyjogger City Mini GT
Getunter Generalist mit Sicherheitsmängeln
Stärken
luftbereiftes Modell mit Gelände-Mobilität
mit Wannenaufsatz ab Geburt verwendbar
gute Kundenbewertungen für Verarbeitung, Federung und die Qualität der Räder
kompaktes und unkompliziertes Falten
Schwächen
selbstbewusst bepreist
Babywanne etwas unterhalb der empfohlenen Länge
Der City Mini GT von Baby Jogger repräsentiert die Produktklasse der Überall-Kinderkutschen, wie sie fast jeder Hersteller im Sortiment führt. Der Hersteller formuliert aber sogleich eine Einschränkung: Zum Joggen oder Rollerbladen sei er nicht geeignet, wenngleich das Dreirad-Fahrwerk mit 21 Zentimeter durchmessenden Tuning-„Forever-Air-Rädern“ mehr als subtile Hinweise darauf gibt. Das Modell ist vielmehr im Vergleich zum City Mini zu sehen, der sich auf den Stadteinsatz beschränkt. Vom Preisniveau her positioniert es sich ambitioniert (500 Euro bei Amazon), wie eigentlich alle Kinderwagen des US-amerikanischen Unternehmens.
„Forever Air“-Räder mit Gelände-Profil
Für dieses Geld ist aber erfreulich viel Nutzwert zu haben. Diesen Eindruck gewinnt man zumindest beim tieferen Blick ins Datenblatt und in die bislang im Netz auffindbaren Kundenbewertungen. So soll das Versprechen des derzeit kleinsten Vollfunktions-Kinderwagens auf dem Markt dem Kontakt mit der Wirklichkeit gewachsen sein: Zusammengeklappt ergibt sich ein handliches Paket von gerade mal 84 x 62 x 25 Zentimetern, unübertroffen für einen Landrover und noch dazu „Ab-Geburt-Kinderwagen“ bei Verwendung des Babywannenaufsatzes „Deluxe“ oder einer Autobabyschale. Die Waage stoppt bei 9,5 Kilogramm, was außergewöhnlich ist für ein luftbereiftes Modell mit Gelände-Mobilität.
Wie äußern sich die bisherigen Nutzer?
Licht und Schatten liegen hier wie so oft nah beieinander. Positives Feedback gibt es für die Verarbeitung, Federung und die Qualität der Räder. Der Untergestellkorb ist mit 4,5 Kilogramm belastbarer als üblich. Mit reichlich Bewertungssternen honorieren Eltern vor allem die Platzverhältnisse. Trotz seiner kompakten Abmessungen bietet er eine breite (36 Zentimeter) und bequeme Sitzfläche, da waren zum City Versa GT noch weniger freundliche Stimmen zu vernehmen. Beengter geht es in der Babywanne zu: Bei 74 Zentimetern liegt er um eine Handbreit unter der empfohlenen Länge. Auf positive Kritik stößt hingegen die „Quick-Fold Technologie“. Den Wagen mit Kind auf dem Arm zu falten, soll kein Problem darstellen.
Sicherheitsmängel trüben die Bilanz
Aus Käufersicht trüben allerdings Sicherheitsbedenken die Bilanz. Beim Bahnfahren etwa könne es passieren, dass das gesamte Gestell zur Seite kippe, sofern man die Vorderradarretierung vergesse. Hier zeigt sich die wohl typischste Charakterschwäche solcher Generalisten in Dreiradausführung: Einerseits wollen sie sich sportlich zeigen und verzichten auf das stabilisierende vierte Rad; andererseits präsentieren sie sich stadttauglich-wendig mit Schwenk-Vorderrad – und zugleich der Achillesferse solcher Modelle. Ein weiterer Kritikpunkt bezieht sich auf das Verdeck, hier soll der Kopf des Kindes regelrecht „hängenbleiben“ können. Spätestens hier wird fraglich, ob das "Ab-Geburt-und-überall-Konzept" einen solch ambitionierten Kurs rechtfertigt.