KITE MagazinAusgabe: Nr. 6 (November/Dezember 2013)Erschienen: 10/2013
Inhalt
Die Neoprenhersteller treiben es immer bunter: Mit den neuen Anzügen übersieht dich nicht einmal ein betrunkener Segler. Sind die neuen Thermotüten für die winterharten Kiter aber auch dicht und warm? Das Kite Magazin hat die neue Gummi-Generation in die sibirische Kälte und ins Kühlbecken geschickt. Beim Outdoor-Ausrüster Globetrotter spürten wir bei 20 Grad Minus mit einer Wärmebildkamera Neoprenlecks auf. Und in der 14 Grad kalten Ostsee haben wir den sogenannten Windchill in der Praxis getestet.
Was wurde getestet?
Acht Neoprenanzüge wurden unter die Lupe genommen. Eine abschließende Benotung blieb aus.
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„... Die Rumpftemperatur des New Style reagiert auf den Kältereiz der Kältekammer, zeigt aber im Wind nur einen kleineren Ausschlag - sicherlich ist das den größeren Glatthautinlays zu verdanken. Die Extremitäten kühlten schneller aus. ... Der weite Arm- und auch der großzügige Halsabschluss lassen bei Stürzen oder dem Bodydraggen spürbar Wasser in den Anzug. ...“
„... Der Strike lässt eine hohe Bewegungsfreiheit zu. Besonders bei der Beweglichkeit des Schulterbereichs ist der Strike ausgezeichnet. Lediglich der hochgeschlossene Halsbereich engt etwas ein. ... Der Strike hat große Wärmereserven ... Spürbarer Windchill setzt für kaschiertes Material erst spät ein. Im Praxistest hielt der Strike lange warm.“
„... Der Majestic hält sehr lange warm, auch an den Gliedmaßen, nur der Schulterbereich kühlt im Wind etwas aus, die Gliedmaßen bleiben jedoch erstaunlich lange warm. ... Der Majestic fühlt sich dick an, besonders am Arm- und Brustbereich wirkt das Material etwas sperrig. Die Dehnfähigkeit des Neoprens ist aber noch gut. ...“
„... Der Mission schnürt nicht ein, das Neopren wirkt vor allem im unteren Körperbereich recht weit. Lediglich an der Schulter wirkt er etwas einschränkend. ... Der NP hält lange warm. Nach gewisser Zeit setzt jedoch etwas Windauskühlung an Armen und Beinen und vor allem im Schulterbereich ein ...“
„... An den Schulterblättern engt der Infinity etwas ein, was aber auch auf den engen Sitz zurückzuführen ist. Für Überkopfbewegungen der Arme ist etwas höherer Kraftaufwand nötig ... Der Xcel hält dicht. Im Halsbereich kam kaum Wasser in den Anzug, auch der Armabschluss zeigt durch die enge Passform keine Schwachstelle. ...“
„Die kaschierte Competition-Variante des Infinity trotzte erstaunlich lang dem Windchill und zeigte eine sehr gute Bewegungsfreiheit trotz des knappen Sitzes.“