Mit dem Profi-Camcoder mit Wechseloptik PMW-F3 präsentiert Sony ein konkurrenzwürdiges Produkt zur ersten Profi-Videokamera mit MFT-Sensor AG-AF101, die Panasonic Mitte September 2010 auf der IBC in Holland vorgestellt hat. Das Gerät von Sony ist zwar mit 2,4 Kilogramm doppelt so schwer wie der Panasonic AG-AF101, liefert aber im Long GOP (Group of Pictures)-Format MPEG2-Videos mit einer maximalen Datenrate von 35 Mb/s.
Die PMW-F3 arbeitet mit einem Super 35mm-CMOS-Sensor und soll daher einen großen Dynamikbereich bei Full-HD-Aufnahmen ermöglichen. Versprochen wird ebenfalls eine geringere Schärfentiefe, die bei Porträt-Aufnahmen sehr interessant wirkt. Darüber hinaus ist der Exmor-Chip sehr lichtempfindlich und soll ein gutes Rauschverhalten beweisen.
Im Full-HD-Modus liefert die Kamera 50i und 25p-Aufnahmen. Mit einer reduzierten HD-Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln zeichnet der Camcorder auch 50p-Filme auf. Eine SD-Auflösung von 720 x 576/50i, 25p beziehungsweise 720 x 480/59.94i, 29.97p ist ebenfalls möglich, wobei die Videos mit der DVCAM-Codierung gespeichert werden.
Als Profi-Gerät besitzt der Sony PMW-F3 zwei XLR-Audiobuchsen, einen HD-SDI- und einen HDMI-Ausgang sowie einen Firewire-Output, der eine vollständige Fernsteuerung der Kamera von einem Rechner aus erlaubt. Auf analoge Videoausgänge hat der japanische Hersteller jedoch mit Ausnahme einer Composite-Schnittstelle verzichtet.
Die 151 x 189 x 210 Millimeter messende und daher relativ kompakte Kamera wird mit drei hauseigenen Objektiven ohne AF-Unterstützung ausgeliefert, die eine Brennweite von jeweils 35, 50 und 85 Millimetern haben und daher gut für verschiedene Aufnahmesituationen ausgelegt sind. Mit dem PL-Mount-Adapter der PMW-F3 können Anwender außerdem sowohl PL- als auch Zoom-Objektive zahlreicher Hersteller wie Cooke, Arri, Fujinon und Zeiss verwenden.
Als Speichermedien kommen beim Sony PMW-F3 SxS-Karten zum Einsatz. Dabei handelt es sich um Solid-State-Speicherkarten, die Sony in Zusammenarbeit mit SanDisk speziell für den professionellen Videobereich entwickelt hat. Ein wesentlicher Nachteil dieser Datenträger ist ihr hoher Preis: Im Fachhandel wird eine 16 Gigabyte SxS-Speicherkarte von SanDisk momentan für etwa 465 Euro angeboten.
In Sachen Kosten spielt die Videokamera übrigens in einer ganz anderen Liga als zum Beispiel der Panasonic AG-AF101. Ohne Zubehör wird das Sony-Gerät für rund 14.500 Euro angeboten, inklusive Kit-Objektive für etwa 20.700 Euro. Zum Vergleich: Die Preisempfehlung für den MFT-Camcorder Panasonic AG-AF101 liegt bei etwa 5.680 Euro.
11.11.2010






























