Die deutschen Nexoc-Notebooks kennt man vorwiegend in der Gamer-Szene als leistungsbetonte Geräte. Deswegen ist es ein wenig verwunderlich, dass beim Modell E643 kein Clevo-Barebone verbaut wurde, sondern auf eines von Elitegroup zurückgegriffen wurde. Wählt man bei der Hardware-Bestückung den mittleren Weg, erhält man ein performantes Multimedia-Notebook, dessen Kosten knapp unter 900 Euro liegen.
Auch wenn die seitlichen Chromleisten des Gehäuses einiges hermachen, kann die Elitegroup-Hülle keinesfalls überzeugen. Es mangelt insbesondere im Deckelbereich an Stabilität, was man dem Notebook auch schon ansieht. Das schwarze Vollplastik-Gehäuse besitzt zwar eine nette Textur in Kreisform, ist jedoch hochempfindlich gegen über Kratzern, Fingerabdrücken und Staub – Hochglanz ist out. Das gute Layout der Tastatur bekommt sofort einen Schatten durch die geringe Stabilität und unzuverlässige Tastenredaktionen. Hinzu kommt ein nerviges Klappergeräusch.
Bei der Innenausstattung gibt weniger Grund zur Beschwerde, denn der Intel Core i5-2540M mit 2,6 GHz Basistakt bietet viel Performance, zumal der Prozessor im Turbo-Modus auf 3,3 GHz hochschnellen kann. Mit 8 GByte Arbeitsspeicher ist das 643er bis an die kante ausgebaut und befriedigt den gesamten Anwendungsbereich. Im Grafikbereich kann man manuell zwischen dem Intel HD 3000-Chip und einer AMD Radeon HD 6730M mit 1.024 GByte DDR3-Speicher umschalten. Beim Umschalten muss man sich mehrere Sekunden gedulden, bis die angewählte Grafikkarte ein Bild bietet. Unangenehm wird es, wenn man bereits ein 3D-Spiel gestartet hat und merkt, dass noch der Intel-Chip aktiv ist – dann heißt es von vorne zu beginnen. Die Radeon Grafikeinheit ist gerade noch ausreichend für Gelegenheitsspieler, die sich im Rahmen der nativen Auflösung von 1.366 x768 Pixeln bewegen. Ein Spielen in Full-HD auf einem externen Monitor kann man schlichtweg vergessen. Bei den Laufwerken kann für Multimedia-Zwecke ein Blu-ray Combo-Laufwerk auswählen und mit einer flotten 500 GByte Festplatte von Seagate ist man gut bedient.
Leider ist unter Last der Lüfter deutlich hörbar, da dieser wegen der hohen Innentemperaturen entsprechend hoch drehen muss. Im WLAN-Betrieb schafft der Akku eine brauchbare Laufzeit von 3,5 Stunden. Unterm Strich: Man ist von Nexoc bessere Hardware gewöhnt.
04.08.2011










