Auch HP will noch 2010 in das 3-D-Geschäft einsteigen. Der Hersteller hat auf einem International Media Event in Santa Monica, Los Angeles (USA) den 2310g vorgestellt, der für den Massenmarkt gedacht ist. Den genauen Auslieferungstermin sowie den Preis für den Monitor hat HP zwar noch nicht bekannt gegeben, macht aber (sich und uns) Hoffnungen, dass der 23-Zöller spätestens zum Jahresende zu haben sein wird.
In Sachen 3-D-Technik setzt HP wie die meisten Hersteller in diesem zukunftsträchtigen Monitorsegment auf die 120-Hz-Technologie, also auf Stereoskopie, die für den 3-D-Effekt eine geeignete Shutterbrille voraussetzt. Im Falle des 2301g ist natürlich eine Kompatibilität mit der Nvidia Geforce 3D Vision vorgesehen, aber auch alle anderen Shutter-Brillen sollen mit dem Monitor problemlos zusammenarbeiten.
Die Auflösung des 2301g beträgt 1.920 x 1.080 Pixel, also Full-HD im 16:9-Format, das sich als neuer Standard durchzusetzen beginnt. Außerdem ist eine hohe Helligkeit von 400 cd/m² zu erwarten, um die bekannte Schwachstelle der 3-D-Monitore in Sachen Ausleuchtung im 3-D-Modus zu umgehen. Die Reaktionszeit soll ebenfalls sehr flott und spieletauglich sein.
Zur Aufbesserung der Farbdarstellung sowie des Kontrastes hat sich HP außerdem entschieden, das Display des 2301g nicht zu entspiegeln, sondern mit einer Glossy-Beschichtung – wie man sie von vielen Notebooks her kennt – zu versehen. 3Dvison-blog.com bescheinigt dem Monitor, dass sich die Darstellung dadurch zwar spürbar verbessere, dass auf der anderen Seite aber auch bei besonders hellen Lichtverhältnissen oder bei direkter Sonneneinstrahlung die Beschichtung störende Reflexionen produziere. In dunklen Räumen jedoch sei die Beschichtung hingegen sicherlich von Vorteil.
Fazit: Der 2301g bietet sicherlich nicht viel spektakulär Neues, bereichert jedoch auf jeden Fall das immer noch nicht sehr umfangreiche Angebot an 3-D-Monitoren. Dass HP auf Shutterbrillen setzt, könnte allerdings nach hinten losgehen – denn offensichtlich hängt der Erfolg der 3-D-Technologie davon ab, dass ein räumlicher Spiele- und Filmvergnügen gerade ohne eine als von den meisten Usern als lästig empfundene Brille möglich ist. Die Konkurrenz forscht daher fleißig an alternativen Techniken ohne Brille herum. Ob die dabei entwickelten Geräte allerdings noch 2010 auf den Markt kommen, ist zweifelhaft. HP darf sich demnach Hoffnung machen, zumindest eine Zeit lang mit dem 2301g im 3-D-Geschäft mitmischen und die Konkurrenten herausfordern zu können – vorausgesetzt, der Monitor geht tatsächlich noch dieses Jahr in den Handel.
30.03.2010





















