Gesunde Katze

Das richtige Katzenfutter

Katzen sind aus deutschen Haushalten nicht wegzudenken. Sie gehören zu den beliebtesten Haustieren; noch vor Hunden und Kleintieren. Es ist wichtig, ihnen ein schönes Zuhause zu geben; sie artgerecht zu halten und zu ernähren. Denn nur wenn sich die Stubentiger wohlfühlen, haben wir als Halter auch etwas davon. Die Samtpfoten belohnen uns dann mit Vertrauen, Zuneigung und Schmuseeinheiten, was sich bekanntlich positiv auf unser Wohlbefinden auswirkt.

Wie füttere ich meine Katze ausgewogen?

Katzen sind Fleischfresser. Daher kommt eine rein vegane oder vegetarische Ernährung aus Sicht des Tierschutzes nicht infrage. Katzen benötigen für einen gut funktionierenden Stoffwechsel Aminosäuren, welche nur in tierischem Gewebe vorkommen. Taurin können sie nicht selbst bilden und müssen es mit der Nahrung aufnehmen. Bei einem Mangel kann es zur Erblindung kommen oder das Herz schwächen. Somit ist ein hoher Gehalt an Eiweißen essenziell für eine gesunde Ernährung. Aber auch Spurenelemente, Mineralstoffe, Vitamine und Fette sind wichtig.

Für eine ausgewogene Ernährung hat die Futtermittelindustrie sogenannte Alleinfuttermittel entwickelt, die Katzen mit allen lebensnotwendigen Komponenten versorgen. Es gibt Trocken- und Feuchtfutter. Welches Katzenfutter Sie kaufen, hängt in erster Linie von den Vorlieben oder der Prägung Ihrer Katze ab. Allerdings sollten Sie versuchen, darauf zu achten, dass alles Lebenswichtige enthalten ist. Hier können Warentests von Fachmagazinen eine gute Grundlage bilden, da sie Ergebnisse von Laboranalysen aufbereiten, die Ihnen als Verbraucher sonst nicht zur Verfügung stehen.

Katzenfutter: Vor- und Nachteile bei Trockenfutter?

Stärken

  1. sehr energiereich; Katze wird schnell satt
  2. lange haltbar
  3. einfach zu portionieren
  4. Futterplatz und Umgebung bleiben sauber; sind schnell zu reinigen
  5. ist preiswert (im Ø 5 Cent/Tag)

Schwächen

  1. enthält sehr wenig Wasser
  2. immer frisches Wasser bereitstellen
  3. bei Überdosierung kann Tier dick werden

Katzenfutter: Pro und Contra für Nassfutter?

Stärken

  1. geringere Energiedichte; Katzen können ihr Gewicht halten
  2. hat mehr Geschmack; wird meist von der Katze bevorzugt
  3. sehr hoher Wasseranteil, sodass die Katze ihren Wasserbedarf allein darüber abdecken könnte

Schwächen

  1. macht nicht so schnell satt aufgrund des geringeren Energiewertes
  2. Futterstelle ist etwas aufwändiger zu reinigen
  3. ist generell teurer als Trockenfutter
  4. kostet rund 23 Cent/Tag

Fertigfutter oder selbstgekochtes Katzenfutter?

Darüber kann man sich streiten. In der Regel sind Alleinfuttermittel speziell auf die Bedürfnisse der Katzen angepasst und somit eine gute Art, die Katzen ausgewogen zu ernähren. Allerdings zeigen die Tests der Stiftung Warentest, dass nicht alle Produkte eine optimale Nährstoffzusammensetzung enthalten. Beim Nassfutter wurden teils zu hohe Phosphorwerte nachgewiesen, die den Nieren Ihrer Lieblinge schaden können. Aber auch die Fütterungsempfehlungen sind nicht immer richtig.

Welche Sorten an Katzenfutter Sie für ihren Stubentiger kaufen, hängt in erster Linie auch von den Vorlieben der Katze ab. Katzen sind sehr eigen und teils sehr wählerisch, was ihr Futter angeht. Allerdings handelt es sich hierbei meist um ein angelerntes Verhalten, das in ihrer Prägephase stattgefunden hat. Katzen kommen sehr gut mit dem gleichen Futter aus, solange es ihnen nicht durch eine schlechte Erfahrung verübelt wird. Wenn ihre Katze vorrangig mit trockenem Katzenfutter geprägt wurde, wird sie nur schwerlich auf Feuchtfutter umsteigen wollen, Gleiches gilt auch anders herum. Mit Geduld ist aber eine Umstellung möglich.

Die Hersteller werben mit für uns wohlklingenden Begriffen wie Schlemmermenü oder Pastete. Das wirkt edel und besonders. Aber in erster Linie muss das Futter ihrer Katze schmecken, daher werden Sie ausprobieren müssen, ob Katzenfutter in Soße, als Gelee oder in Pastetenform angenommen wird. Zudem ist die Vielfalt an verschiedenen Geschmacksrichtungen mit Huhn, Fisch, Wild, Lamm, Rind und Gemüse schier unüberschaubar. Auch hier gilt ausprobieren, was Ihre Katze verträgt und mag. Allerdings sollten Sie das Katzenfutter nicht von heute auf morgen wechseln, sondern immer nur kleine Portionen unter das bisherige mischen. Der Verdauungstrakt muss sich erst auf das neue Katzenfutter einstellen.

Tests zeigen, dass feuchte Katzenfutter von Kitekat, Sheba und Whiskas eine optimale Nährstoffdichte enthalten und zudem richtige Fütterungshinweise geben. Aber auch Eigenmarken von Aldi, Lidl, Edeka, Kaufland, Rossmann und Norma sind „sehr gut“. Demnach muss Katzenfutter nicht teuer sein.
Aktueller Katzenfutter-Test

Bei Trockenfutter-Tests überzeugen viele Produkte mit einem guten Mix aus Eiweißen, Vitaminen und Fettsäuren. Auch hier zeigt sich, dass preiswerte Katzenfutter ebenso gut sind wie Markenprodukte.

Top Trockenfutter

Alternativ können Sie für Ihre Katze kochen. Allerdings müssen Sie dann auf die richtige Nährstoffkombination achten. Recherchieren Sie genau und ziehen Sie einen Tierarzt zurate, der auf Ernährung spezialisiert ist.

Diese Art der Ernährung bedeutet einen höheren Zeitaufwand und viel Verantwortung. Denn wenn die richtige Zusammensetzung des Futters nicht gegeben ist, könnten Mangelernährung und andere Krankheiten die Folge sein.

Sie können dennoch Ihre Lieblinge ab und zu mit selbstgekochtem oder gebackenem Katzenfutter verwöhnen. Sie müssen nur darauf achten, dass Sie keine Gewürze verwenden. Ihre Katze wird sich freuen, wenn sie etwas von der saftigen Geflügelkeule abbekommt, aber bitte nur das Fleisch und nicht das Fett. Manche Katzen mögen auch den Knorpel. Eine gemeinsame Mahlzeit stärkt zudem das Band zwischen Ihnen.

Rezept für Nordische Lachskekse

 

Zutaten:

  • 125 ml Lachs aus der Dose (im eigenen Saft), abgetropft
  • 250 ml gebröseltes Vollkornbrot
  • 60 ml Pflanzenöl (z. B. Raps- oder Sonnenblumenöl)
  • 1 verquirltes Ei
  • ½ TL Bierhefe (alternativ gehen auch Hefeflocken aus dem Reformhaus)

 

Zubereitung:

Den Ofen auf 180 °C vorheizen. Geben Sie den Lachs in eine Schüssel und zerdrücken Sie ihn mit einer Gabel. Die übrigen Zutaten hinzufügen und zu einem Teig verkneten. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und kleine Kekse ausstechen (zum Beispiel in Fischform). Gegeben Sie die Kekse auf ein gefettetes Backblech und backen Sie sie für 15 bis 20 Minuten. Abkühlen lassen und in einer luftdichten Dose im Kühlschrank aufbewahren.

 

Hinweis: Es ist ein Snack und kein alleiniges Futtermittel, daher sparsam sein!

 

Quelle: fressnapf.de

Katze beim Trinken Bildquelle: lucky-kitty.com

Wie Hunde können auch Katzen BARFen. Allerdings sind auch hier umfangreiche Kenntnisse über die Nährstoffzusammensetzung wichtig. Es muss ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Proteinen, Aminosäuren, Vitaminen und Spurenelementen herrschen, um keine Über- oder Unterversorgung herbeizuführen.

Snacks ja, aber wie immer: Die Dosis macht das Gift!

Snacks sind kein Ersatz für eine richtige, ausgewogene Ernährung. Hier verhält es sich wie beim Menschen. Sie können Ihre Samtpfoten gerne mit Snacks verwöhnen, aber achten Sie auf die Menge und reduzieren Sie dann die Portion des alleinigen Katzenfutters, ansonsten können Katzen zu dick werden.

Trinken ist wichtig, vor allem bei Trockenfutter

Wenn Sie vorwiegend trockenes Katzenfutter geben, sollte immer ausreichend frisches Wasser bereitstehen. Katzen sind generell Trinkmuffel. Damit sie auch trinken, darf es sich nicht direkt neben dem Fressnapf befinden. Stellen Sie die Wasserschale immer entfernt davon auf, z. B. einer anderen Ecke des Raumes oder in einem anderen Raum, aber auch nicht neben dem Katzenklo. Besonders Trinkbrunnen animieren die Katzen, Wasser aufzunehmen. Sie sollten allerdings regelmäßig gereinigt werden, daher eignen sich Modelle aus Keramik oder Edelstahl am besten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was fressen Katzen?

Katzen sind Fleischfresser. In der Natur bietet eine Maus alles, was sie brauchen. Eine hohe Proteindichte (Aminosäuren = Taurin) sowie Mineralien, Vitamine und Spurenelemente durch den Darminhalt und die Innereien. Fell und Haut sind gesunde Ballaststoffe und sorgen für eine gute Verdauung. Und die Knochen bieten Kalzium für ein starkes Skelett. Gut getestete Nass- und Trockenfutter bieten eine auf die Bedürfnisse der Katze abgestimmte Rezeptur, die regelmäßig kontrolliert wird.

Was ist im Katzenfutter drin?

Es werden Schlachtnebenprodukte (z. B. Herz, Lunge) verwendet, die bei der Erzeugung von Fleischprodukten übrigbleiben. Aber auch Tiermehle als Kalziumquelle sind enthalten. Es dürfen nur von einem Veterinär freigegebene Rohstoffe verwendet werden. Da die Tierfutterherstellung gesetzlichen Regelungen unterliegt, wird sie streng kontrolliert. Es werden keine „Abfälle“ verwendet. Es wird nur das verarbeitet, was auch für den Menschen verzehrfähig wäre. Antioxidationsmittel erhalten die im Futter enthaltenen Vitamine und Fettsäuren. Taurin muss meist hinzugefügt werden.

Was ist das beste Katzenfutter?

Katzenfutter mit der besten Nährstoffdichte finden Sie in den Vergleichstests der Stiftung Warentest für Feuchtfutter und Trockenfutter.

Teures oder billiges Katzenfutter, was ist besser?

Die Vergleichstests der Stiftung Warentest und von Konsument zeigen, dass neben teuren Markenprodukten auch Eigenmarken aus Discountern, Supermärkten & Drogerien gute Nährstoffzusammensetzungen enthalten. Sie müssen nicht viel Geld ausgeben, um Ihre Katze gesund zu ernähren.

Veganes oder vegetarisches Katzenfutter?

Darauf sollten Sie zuliebe Ihrer Katze verzichten. Denn Katzen sind Fleischfresser. Ohne eine ausgewogene, tierische Proteinzufuhr werden sie krank.

Hundefutter für Katzen?

Sie sollten in keinem Fall Katzen mit Hundefutter füttern. Denn es hat eine völlig andere Nährstoffzusammensetzung. Dadurch können Mangelerscheinungen bei Ihrer Katze auftreten.

Glutenfreie Ernährung: Ja oder nein?

Laut Tierärzten gibt es kaum Katzen mit Glutenunverträglichkeit. Getreide wird als Ballaststoff zugesetzt, der für die Verdauung gut ist. Katzen können aber sehr wohl an Unverträglichkeiten leiden. Beobachten Sie Ihre Stubentiger genau. Ob sie z. B. Ausschläge bekommen oder Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Durchfall, Erbrechen) haben. Das sollten Sie immer von einem Tierarzt untersuchen lassen.

Biokatzenfutter oder herkömmliches?

Bio ist gesund. Leider nicht immer, denn in der Vergangenheit schnitten Bio-Produkte in Vergleichstests aufgrund ihrer unausgewogenen Nährstoffkombination immer wieder schlecht ab.

Wie stelle ich auf ein neues Katzenfutter um?

Stellen Sie immer in kleinen Schritten auf ein neues Katzenfutter um. Beharrlichkeit ist hier nötig, um wählerische Tiere umzugewöhnen bzw. zu überzeugen. Mischen Sie das neue Katzenfutter immer in kleinen, mal in größeren Mengen, unter das alte Futter. Wenn Ihre Katzen nur das alte Katzenfutter heraussortiert, dann stellen Sie das neue Katzenfutter in einem Napf neben das gewohnte Futter. So kann sie das neue Futter riechen und sich schon mal an den Geruch gewöhnen. Und nach ein paar Tagen wird ihr Schmusetiger das neue Katzenfutter sicherlich probieren wollen.