Die Base hat schon einige Jahre auf dem Buckel und noch immer wird sie vom Hersteller Medela als bewährte Handmilchpumpe im Sortiment geführt. Sie richtet sich insbesodere an stillende Mütter, die nur selten Muttermilch abpumpen möchten. Zu diesem Zweck beschränkt sie sich auf die notwendigen Grundfunktionen, allerdings ohne Vernachlässigung von einigem Bedienkomfort und einstellbarem Vakuum. Selbstbestimmt mit dosierbarer Vakuumstärke Die Kolbenpumpe arbeitet nach einer simplen, aber effizienten Methode: Durch Betätigen des Kolbenzugs baut sich in der Brusthaube ein Vakuum auf, das Milch aus der Brust saugt und in den Auffangbehälter abpumpt. Dieser wiederum dient zugleich als Babyflasche, sodass die Milch nicht erst umgefüllt werden muss. Mit nur sechs Bestandteilen ist sie in wenigen Handgriffen auseinander- und wieder zusammengebaut und leicht zu reinigen. Trotz des bewussten Einfachkonzepts ist das Vakuumlevel auf die individuellen Bedürfnisse abstimmbar. Damit gelingt ein selbstbestimmter Pumpstil, der in der Regel als brustschonender und weitaus angenehmer empfunden wird als bei den schlecht dosierbaren Einfachpumpen nach dem Gummiballprinzip.
Erfordert Kraft – und beide Hände
Die Base wird insoweit ihrem Namen gerecht, als sie mit wenig (überflüssigem) Zubehör auskommt - und auf diese Weise ihrem Einsatzzweck auch angepasst ist. Nur ein Standfuß ist im Lieferumfang integriert, er bürgt für sicheren Halt und für freihändiges Abpumpen. Doch dies führt zugleich zu einem Kritikpunkt: Nutzerinnen berichten, dass man auch tätsächlich beide Hände für den Pumpvorgang brauche. Einhandbedienung wie bei manchem Konkurrenzprodukt sei hier Fehlanzeige, im Grunde brauche man für das Halten des Trichters, der Einstellung des Vakuums und der Betätigung des Kolbens noch mindestens eine weitere Hand.
Einfach, dafür erschwinglich
Das Bewertungsbild der Kundschaft ist im Übrigen recht durchwachsen. Die Base sei kräftezehrend und zeitaufwendig und vermöge kaum den Komfort eine Elektrikpumpe zu bieten. Doch hierbei sollte ein Irrtum aufgeklärt werden: Handmilchpumpen sind ohnehin nur für den Notfall gedacht und etwa auf den Einsatz bei Milchstau und Brustentzündung hin entwickelt. Der Vergleich zur elektrischen Milchpumpe führt insoweit ins Leere, denn die Letztgenannten sind von Hause aus für den Dauergebrauch konzipiert, während ihr Einsatz lediglich für Milchüberschuss höchst fragwürdig wäre. Zudem sind sie meist wesentlich teurer als Handmilchpumpem wie etwa die Base für knapp 19 EUR (Amazon).
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