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Unser Fazit
11.06.2015
Flip
Klassischer Buggy für den Stadteinsatz
Mit 6,4 Kilogramm einer der leichtesten Buggys der Italiener, übertragen auf den hiesigen Markt aber noch immer ein Leichtgewicht: Der CAM Flip kommt insbesondere auf Reisen und Einfkaufstouren mit dem schon älteren Nachwuchs zum Einsatz. Es bleibt aber beim Mindestmaß an Komfort, den die italienische Premium-Marke in all ihren Kinderwagen präsent wissen will.
Die Altersgrenze etwas höher ziehen...
Was der Discounter Lidl da zurzeit auf den Markt wirft, sollte in jedem Fall mobilen Eltern einen Blick weret sein. Für knapp 100 statt ursprünglich 109 Euro soll es hier einen Leicht-Buggy für jeden Ausflug und den Einsatz ab der Geburt geben. Natürlich muss man den Hersteller sogleich einbremsen: Ein Buggy dieser Bauart, ohne schützende Seitenwände, wärmende Matratze und Bezüge, vor allem aber ohne eine vernünftige und ausreichend lange und breite Liegefläche wird man nicht als vollwertigen Ersatz für einen Erstings-, Spazier- oder Kombikinderwagen nutzen können. Es steckt also so einiges an Augenwischerei in den CAM-Anpreisungen zum Flip. Das allerdings soll kein Nachteil sein.
...trotz der „double-face“-Matratze
Zum einen, weil man solches Versprechen auch anderer Hersteller inzwischen schnell ausblendet, denn es ist üblich geworden, bei der Nutzungsdauer gewaltig zu tricksen. Da ist von"Liegebuggys" und "Neugeborenen-Liegepositionen" die Rede, als könnten sich Eltern die Anschaffung eines Erstlingswagens getrost sparen und gleich zum Buggy greifen. Natürlich kann man ein Neugborenes auch für kurze Zeit in solch einen Buggy legen – doch die komplette Erstlingszeit damit zu bestreiten, ist völlig utopisch. Auch wenn es angeblich mehrere Liegepositionen und eine „double face“- Matratze gibt oder es ohnehin nur über ruckelfreie Spazierwege gehen sollte: Der Flip ist vom Charakter ein echter Sitzbuggy für Kinder ab 7 bis 8 Monaten und, je nach Statur der Kleinen, ein Begleiter bis maximal ins Kindergartenalter.
Wird mit Regenschutz geliefert
Kaufargumente sind dennoch reichlich vorhanden: Aufstell- und Klappmaße sind vergleichsweise kompakt und halten den üblichen Anforderungen an Kofferraumtauglichkeit stand; der kleine Einkaufskorb ist das wohl wichtigste Austattungsmerkmal im unteren Radbereich und ein Regenschutz als Zubehör der unverzichtbaren Gattung ebenfalls vorhanden. Man muss aber im abklappbaren Verdeck und in der Hinterradbremse keinen Extra-Nutzen sehen, wie es das Datenblatt vermuten lässt. Und auch die kleinen Doppelschwenkräder warten nicht darauf, durch anspruchsvolles Gelände gescheucht zu werden - es sind ganz speziell für den Stadteinsatz gefertigte Fahrwerkskomponenten und nichts für „jeden Ausflug" wie angepriesen. Dennoch: Bei allen Abzügen im Wahrheitsgehalt dieser Werbegesänge ist es noch immer ein empfehlenswerter Buggy - noch dazu zum fairen Kurs.