„Auch wenn die Alarm-Funktion Gelegenheitsdiebe abschrecken mag: Nach zwei kräftigen Hieben mit dem Hammer sank die Lautstärke auf Flüsterniveau. Auch sonst bietet das Screamer nur bedingt Sicherheit: Der Bolzen passt zwar in die Löcher unserer Test-Bremsscheibe und ist daher schwer angreifbar, nach ein paar Schlägen war das Screamer so weit gespreizt, dass es über die Bremsscheibe ging. ...“
Der Schreihals unter den Bremsscheibenschlössern von Oxford soll bei einem Angriff mit 100 Dezibel Alarm schlagen und außerdem mechanischen Aufbruchsversuchen widerstehen. Ein Praxistest zeigte jedoch, dass dies nur bis zu einem gewissen Grad klappt.
Lässt sich auseinanderbiegen
Das rund 500 Gram schwere Schloss mit den Abmessungen von 88 x 60 Millimetern ist mit einem 7-Millimeter-Bolzen ausgestattet. Das Magazin „Motorrad News“ (Ausgabe 3/2012) konnte diese Hürde aber nehmen, ohne zum Winkelschleifer greifen zu müssen. Statt dessen genügten Hammer und Meißel sowie eine Brechstange, um das Screamer auseinanderzubiegen. Die anfangs laute Alarmsirene gab bereits nach zwei Hammerschlägen Ruhe, so die Zeitschrift „Motorrad News“.
Fehlalarm möglich
Für entschlossene Diebe stellt das Oxford-Schloss also kein Hindernis dar. In Online-Shops wird zudem erwähnt, dass man mit Fehlalarmen rechnen muss. Fazit: Gelegenheits-Langfinger lassen sich vom Alarm und der leidlich stabilen mechanischen Verriegelung wahrscheinlich abschrecken. Wer mehr will, muss in ein anderes Schloss investieren. Das Oxford Screamer ist für rund 33 EUR erhältlich (Amazon).