Für die hauseigenen Babyschalen von Maxi-Cosi passt das Regenverdeck perfekt: Ein Rundum-Gummizug bürgt für eine sehr gute Passform, Belüftungsöffnungen für Luftzirkulation und ein Durchgreifloch erleichtert das Tragen der Babyschale. Bei solch überzeugender Bestandsaufnahme ist es umso bedauerlicher, dass das Konzept an einem grundlegenden Mangel krankt, wie Nutzer berichten.
Widerstandsfähig, aber mit dubiosem Geruch
Denn das Material wurde offenbar denkbar unglücklich gewählt: Es sei zwar ausgesprochen widerstandsfähig und auch die Nähte seien sogar stärkeren Zugkräften gewachsen, so der Tenor der Nutzerkommentare auf den Verkaufsplattformen. Doch offenbar habe man es mit einem PVC-haltigen Material zu tun, das auch die Verwendung von dubiosen Weichmachern nahelegt. Ein klarer Hinweis hierfür sei der starke Geruch, der sich allerdings nach ein paar Tagen des ausgiebigen Lüftens dann doch verflüchtige.Plastikgeruch kürzt Sympathien
Beim Gros der bisherigen Nutzer scheint allein die Vermutung, das Produkt enthalte gesundheitsschädliches Weich-PVC, die Freude an solchen an sich recht pfiffigen Produkten empfindlich zu trüben. Ein Hinweis auf die allgegenwärtigen PVC-Weichmacher ist in der Tat der typische Plastik-Geruch, der etwa an Schlauchboote oder Schwimmflügel erinnert und meist durch ständige, leichte Ausgasung von Hilfsstoffen aus Weich-PVC verursacht wird.Ansonsten verlässlicher Wind- und Regenschutz
Umso bedauerlicher ist dies, als die übrigen Komponenten des Maxi-Cosi-Regenverdecks als ausgesprochen positiv empfunden werden: Der Regenschutz sei schnell und simpel über die Babyschale gezogen und maßgeschneidert für die Modelle Cabriofix, Pebble und Citi SPS. Wer sie aber auch als Transporter auf einem fahrbaren Gestell nutzt – und damit durchaus auch mehr als nur ein paar Schritte unterwegs ist – weiß außerdem die Vorzüge eines verlässlichen Wind-, Regen- und Staubschutzes schnell zu schätzen.
Spezialgebrauch zum Schutz vor Haustieren
Ein weiterer Vorzug besteht darin, das Regenverdeck auch zum Schutz vor Haustieren zu nutzen. Das wäre zwar ein sehr eingeschränkter Spezialgebrauch, der allerdings weitgehend frei von Gesundheitsgefahren für das Kind wäre. Am Ende bleibt nur die Frage, ob man angesichts der Allgegenwärtigkeit von Weichmachern im Alltag zumindest im Umfeld von Kleinkindern nicht auf Alternativprodukte zurückgreifen sollte, die keinerlei Ausgasungen vermuten lassen – oder im Zweifel eben gänzlich darauf verzichten.
Fazit: Mit Ausnahme des fragwürdigen typischen Plastik-Geruchs sicherlich ein pfiffiges Produkt, das allerdings nur mit großen Einschränkungen empfohlen werden kann. Zudem ruft der Hersteller recht kühne 19 EUR (Amazon) dafür auf - ein weiteres Argument, das leider zuungunsten des Reer-Covers in die Waagschale geworfen werden muss.
























