Das Wichtigste auf einen Blick:
- Tipp: nicht nur zum Warmhalten von Getränken, sondern auch zum Kühlen im Sommer
- Isolierleistung: Gute Thermosflaschen reichen auch einen ganzen Tag
- Nur wenige Thermosflaschen mit nachgewiesener Schadstoffbelastung in Tests
Clever: Die bekannte Hot & Cold One Light von Sigg lässt sich bequem mit einer Hand öffnen. Das Modell ist auch mit einem integrierten Teefilter erhältlich und hält Getränke bis zu 13 Stunden heiß oder 30 Stunden kalt. (Bild: amazon.de)
Thermosflaschen im Test: Wo zeigen sich typische Schwächen?
Was die Isolierfähigkeit angeht, überzeugen fast alle Thermosflaschen in Tests mit ordentlichen Ergebnissen. Einige der weniger leistungsstarken Modelle halten Getränke immerhin einige Stunden auf Temperatur, während die besten Exemplare einen ganzen Tag oder länger durchhalten. Übrigens eignen sich Thermosflaschen auch perfekt, um Getränke im Sommer kühl zu halten – besonders empfehlenswert ist hier beispielsweise die Klean Kanteen im Test.Die Flaschenwände müssen übrigens nicht besonders dick sein, um eine gute Isolierung zu garantieren. Auch das Material spielt eine untergeordnete Rolle. Das Prinzip basiert auf einer Doppelwandkonstruktion, bei der ein Vakuum zwischen Innen- und Außenwand für die Isolierung sorgt. Unterschiede zeigen sich jedoch beim Handling: Mal erhitzt sich etwa der Trinkbecher, da er außen nicht isoliert ist, dann wieder ist die Trinköffnung zu klein oder der Verschluss klemmt – solche Probleme finden sich immer wieder in den Testberichten. Zudem sind nicht alle Flaschen wirklich auslaufsicher.
Was smarte Details betrifft, legen Hersteller mittlerweile großen Wert: Die Hot & Cold One Light von Sigg – die aktualisierte Neuauflage des bekannten Klassikers – punktet mit einem Einhandverschluss, praktischem Griff und eingebautem Teefilter. Gegenüber dem Vorgängermodell ist sie 10 Prozent leichter, bietet 10 Prozent mehr Volumen und lässt sich laut Hersteller 40 Prozent leichter auf- und zudrehen. Die einstellbare Trinköffnung für Links- und Rechtshänder besteht aus geschmacksneutralem Tritan-Kunststoff. Als Alternative bietet sich die Variante mit Trinkbecher an. Ästhetisch ansprechend sind Modelle wie die Klean Kanteen, die mit einem originellen Bügelverschluss im Retro-Stil der klassischen Milchkanne aufwarten.
Schadstoff-Test: Bei welchen Thermosflaschen passt die Chemie?
Das Thema Schadstoffe bleibt bei Thermosflaschen und Thermobechern relevant. Öko-Test hat verschiedene Edelstahl-Thermosflaschen im Labor untersucht. Das Ergebnis zeigte, dass vor allem die Kunststoffteile – also Verschlüsse, Trinkdeckel und Griffe – problematisch sein können: Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) gelten als krebserregend, erbgutverändernd und fruchtschädigend und können sich aus belasteten Kunststoffteilen in warme Getränke lösen. Auch Weichmacher (Phthalate) und flüchtige organische Verbindungen in Silikondichtungen wurden nachgewiesen.Die Stiftung Warentest hat zuletzt 2020 Thermobecher aus Edelstahl getestet und dabei PAK-Belastungen in den Griffoberflächen zweier Modelle (Stelton und Primus) festgestellt – beide wurden mit „mangelhaft" bewertet. Gute Nachrichten: Die Mehrheit der getesteten Edelstahlmodelle gab keine Schadstoffe ans Getränk ab. Viele schadstofffreie Modelle sind weiterhin erhältlich, zum Beispiel die Alfi isoTherm Perfect oder die Emsa Mobility. Häufiger zu Punktabzügen kommt es beim Geschmackstest – doch auch hier haben die meisten Hersteller mittlerweile nachgebessert.
Ein praktischer Kauftipp: Öffnen Sie vor dem Kauf die Thermosflasche und riechen kurz ins Innere. Riecht es stark chemisch, kann das auf eine Belastung der Kunststoffteile mit Schadstoffen hinweisen. Achten Sie außerdem auf die Kennzeichnung BPA-frei sowie auf Angaben zur Lebensmittelsicherheit der verwendeten Kunststoffe.




