Eine Fahrt mit dem Snow Tube bereitet sicherlich einen Riesenspaß, kann aber auch bestimmt ganz schön schlauchen. Denn mit dem aufblasbaren, einem kleinen Gummibot nicht unähnlichen Bob werden hohe Geschwindigkeiten erzielt, die nicht jedermanns Sache sind. Zudem kann der Bob, wie die meisten aufblasbaren Tubes, so gut wie nicht gesteuert werden. Auf dem Rodelhang begibt man sich daher weitgehend in die Hände des Schicksals und muss darauf hoffen, dass es sich bei den Hindernissen auf der Strecke um bewegliche Slalomstangen handelt – auch dies ein Nervenkitzel, der zwar Vergnügen macht, aber auch Stressgefühle aufkommen lassen kann.
Der Hersteller KHW spricht daher für den Snow Tube eine Altersempfehlung von mindestens zehn Jahren aus. Dies ist mehr als sinnvoll und vernünftig, denn damit zumindest ein Minimum an Lenkbarkeit überhaupt gewährleistet ist, sollten die Füße des Fahrers so lang sein, dass sie aus dem Snow Tube herausragen. KHW weist außerdem auf zwei am Unterboden aufgeklebte Finnen hin, die dem aufblasbaren Bob eine gewisse Spurtreue bescheren sollen. Ob dies allerdings tatsächlich zutrifft, hat noch kein Test oder Erfahrungsbericht bestätigt.
Doch im Grunde genommen ist der Snow Tube ja auch kein Bob, mit dem elegante Kurvenfahrten auf der Rodelpiste oder, aufgrund des Auftriebs perfekt möglich, im freien, tief verschneiten Gelände absolviert werden sollen. Die Devise heißt stattdessen: Den im unaufgeblasenen Zustand nur knapp die Größe eines Schuhkartons erreichenden Snow Tube auspacken, mit ausreichend Luft versorgen (das Innenteil hat übrigens vorsichtshalber zwei Luftkammern), reinsitzen – und dann, begleitet von lauten Hallo-Rufen, Geschrei und Gekreische mit Schwung und Gottvertrauen ab den Hang hinunter. Oder sogar eine Rodelbahn.
Und genau für dieses Wintervergnügen ist der Snow Tube mit Sicherheit das optimale Wintersportgerät, und wer nun Amazon 59 Euro überweist, kann den Wahrheitsgehalt dieser Behauptung morgen gleich nachprüfen.
03.12.2010






















