Koffer mit 4 Rollen Kabinentrolley vs. Frachtgepäck
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Vier-Rollen-Trolleys können aus dem Stand frei in jede Richtung manövriert werden
- Die vier Rollen ermöglichen ein ergonomischeres Schieben des Koffers
- Als Sitzgelegenheit eignen diese Koffer sich weniger gut als Zwei-Rollen-Modelle
- Die meisten Modelle sind zu sperrig, um sich als Handgepäck im Flieger zu eignen
Bei der Entwicklung haben sich die Kofferhersteller in den letzten Jahren vor allem auf eine Verbesserung der Handhabung und eine Angleichung an die unterschiedlichen Handgepäckbestimmungen der Airlines konzentriert. Die Ablösung der Zweirad-Trolleys zugunsten von Vier-Rollen-Koffern ist die markanteste davon – und derzeit in vollem Gange, wie die wachsenden Verkaufszahlen zeigen. Trolleys, die auf vier Rädern rollen, müssen nicht jedes Mal angekippt, sondern können aus dem Stand in jede Richtung bewegt werden. Das etwas höhere Gewicht der Rollen gleichen die Hersteller mit immer leichteren Materialien aus, was eine weitere Kundengruppe überzeugt – die der vielfliegenden Geschäftsleute mit zu wenig Zeit, um ihren Koffer wegen Gewichtsüberschreitung am Check-In-Schalter aufzugeben.
Platzsparend in Zugabteilen, raumgreifend im Gepäckfach
Aus Nutzersicht ist die Umstellung vom Hinter-sich-Herziehen auf das Neben-sich-Herrollen auch ein Aspekt komfortabler Ergonomie, da nicht eine Schulter permanent nach hinten gedreht werden muss. Als weiteres Hauptargument für einen 4-Wheeler dürfen platzsparende Eigenschaften in Warteschlangen und engen Zugabteilen gelten. Als Sitzgelegenheit, das ist Online-Feedbacks zufolge eine ganz große Schwäche bei längeren Touren, sind Vierrad-Trolleys weniger gut geeignet als Zweiradausführungen, die fest auf der Erde stehen – es sei denn, man wählt ein Modell mit versenkbaren Rollen. Bei Flugreisen gilt besagter Handhabungsvorteil eher für Koffer, die als Frachtgepäck aufgegeben werden sollen. In den Gepäckfächern über den Sitzen in der Kabine kleinerer Maschinen verbrauchen sie viel Platz, gleich ob Hartschalen- oder Weichgepäcktrolley. Das gilt insbesondere für Multiwheeler mit ihren doppelten und weit ausgestellten Rollen, wie sie beispielsweise Rimowa oder Wenger im Sortiment führen.





















