Schreib­tisch­lampe Test: Opti­male Hel­lig­keit im Home­of­fice

Im Homeoffice können Sie eine Tischleuchte benutzen – oder eine Schreibtischlampe mit perfekter Bildschirmausleuchtung, Helligkeit und Lichtfarbe.
Hinter jeder der folgenden Kacheln gibt es Bestenlisten – erstellt von unserer unabhängigen Redaktion. Die besten Produkte im Ranking schneiden in Tests und Meinungen besonders gut ab.

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Schreibtischlampen im Test: Was wird da eigentlich geprüft?

BenQ WiT e-Reading Luxus für den Schreibtisch: Einstellbare Lichtfarbe und -intensität, breites Farbtemperaturspektrum und gleichmäßige Helligkeit sind Kriterien, die bei der E-Reader-Leuchte BenQ WiT für eine positive Bewertung sorgen. (Bild: amazon.de)

Ausführliche Vergleichstests sind selten. Meist lenken Testerinnen und Tester ihr Augenmerk auf Ergonomie, Handling und Beleuchtungsqualität einzelner Modelle. Dabei lohnen sich Vorüberlegungen: An E-Reading-Leuchten wie die BenQ WiT stellt man andere Anforderungen als an klassische LED-Schreibtischlampen fürs Büro oder Homeoffice. Hier ist es die Biegung des Leuchtkopfs, die den Ergonomie-Punktestand beeinflusst, oder das breite Farbtemperaturspektrum für eine dem Tagesverlauf angepasste Beleuchtung. Ein guter Warmweiß-Wert entspannt, Kaltweiß fördert Wachheit und Konzentration – ein Effekt, den viele aus dem „Night Shift“-Modus ihrer Smartphones kennen. Flexible Ergonomie und intuitive Bedienung, etwa per Sensor-Touch, werden in Fachmagazinen wie Das Büro entsprechend hoch gewichtet.

LED-Schreibtischlampen im Test: Wie urteilen Stiftung Warentest & Co.?

Stiftung Warentest und Öko-Test führten bislang keine Vergleichstests zu LED-Schreibtischlampen durch. Wer sich dennoch absichern möchte, kann auf Erfahrungsberichte, Nutzerbewertungen sowie Tests von Fachmagazinen wie Das Büro zurückgreifen. Ein älterer, aber viel beachteter Bericht des NDR-Magazins Markt (Januar 2017) wies auf eine Studie der Universität Jena zum hohen Blauanteil bestimmter LED-Schreibtischlampen hin. Aktuellere Forschung differenziert das Bild: Problematisch ist vor allem das Flimmern günstiger LEDs bei niedrig gedimmtem Licht sowie dauerhaft hohe Blauanteile in der Abendnutzung. Wer abends am Schreibtisch arbeitet, sollte daher zu Lampen mit warmweißer Einstellung oder einstellbarer Farbtemperatur greifen und helles Kaltweiß auf die Tagesstunden beschränken.

Tipp fürs Homeoffice

Die meisten Schreibtischlampen sind heute mit LED ausgestattet. Ihr Energieverbrauch ist marginal, oft unter 10 Watt. Achten Sie beim Kauf auf die Energieeffizienzklasse: Seit September 2021 gilt für Leuchten die EU-Skala von A bis G – die früheren Plus-Klassen (A+, A++) wurden abgeschafft. Klasse A steht seither für die höchste Effizienz. Der Testsieger Waldmann PARA.MI lag im FACTS-Test mit nur 8 Watt Verbrauch an der Spitze und bietet neben LED-Technologie auch Abschaltautomatik und einstellbares Einschaltverhalten bei Netzwiederkehr. Ebenfalls fürs Homeoffice interessant: Schreibtischlampen mit USB-Anschluss oder kabelloser Ladefunktion fürs Smartphone sowie Monitorklemm-Leuchten wie die BenQ ScreenBar, die keinen Platz auf der Arbeitsfläche beanspruchen.


Sind dimmbare LED-Schreibtischlampen besser?

Kurzum: ja. Dimmbare Schreibtischlampen lassen sich an unterschiedliche Tätigkeiten und Tageszeiten anpassen – beim konzentrierten Arbeiten helleres Kaltweiß, beim Abendlesen wärmeres, gedimmtes Licht. Das ist auch aus Augen- und Schlafhygiene-Perspektive sinnvoll. Technisch gilt: Gedimmt wird bei LED-Lampen nicht die Diode selbst, sondern das Vorschaltgerät im Sockel, das den nötigen Gleichstrom liefert. Die Dimmer müssen auf die jeweilige LED abgestimmt sein. Es gibt keine einheitlichen EU-Normen zur Dimmbarkeit – das ist also ein Qualitätsmerkmal, das sich erst im Praxisbetrieb zeigt.

Lumen und Lichtausbeute: Was ist das – und wie viele Lumen sind „hell“?

Mit dem Ende der klassischen Glühlampe verlor die Wattzahl ihre Aussagekraft als Helligkeitsmaß. Heute gilt: Lumen (lm) beschreibt den Lichtstrom, den eine Lampe abgibt. Für ein Arbeitszimmer werden rund 280 Lumen pro Quadratmeter empfohlen. Ein 25 Quadratmeter großes Zimmer sollte also mit mindestens 7.000 Lumen ausgeleuchtet werden (25 × 280 = 7.000 lm). Für den Schreibtisch selbst empfiehlt sich eine Lampe mit mindestens 500 bis 600 Lumen Lichtstrom, für feinere Arbeiten wie Zeichnen oder Löten deutlich mehr.

Zum Vergleich: Wie viele Lumen liefern unterschiedliche Leuchtmittel?

  • Eine 40-Watt-Leuchtstofflampe gibt etwa 3.000 Lumen ab
  • Eine 40-Watt-Glühbirne spendet etwa 415 Lumen
  • Eine 100-Watt-Glühbirne strahlt etwa 1.340 Lumen ab
  • Eine Kerze hat einen Lichtstrom von etwa 12 Lumen

Die Lichtausbeute in Lumen pro Watt (lm/W) beschreibt die Effizienz einer Lampe:
  • Glühbirne: etwa 10 lm/W
  • Halogenlampe: etwa 20 lm/W
  • Leuchtstofflampe: etwa 70 bis 90 lm/W
  • LED-Lampe: etwa 60 bis 170 lm/W

Waldmann Lichttechnik PARA.MI Wegen ihrer Helligkeitsstufen, guten Integration in den Arbeitsplatz und bequemen Bedienung erzielt die Schreibtischleuchte PARA.MI von Waldmann Lichttechnik Bestnoten bei FACTS. (Bild: amazon.de)

Was bedeuten Helligkeit, Lichtverteilung und Lichtausbeute im Test?

In Tests wichtig ist auch, wie gut eine Schreibtischleuchte Reflexionen auf dem Bildschirm und Kontrastblendungen vermeidet. Abgestraft werden zu kurze Arme, zu eng beieinanderliegende Regler oder zu große Standfüße. Miserable Lichtverteilung und unzureichende Helligkeit werten ebenfalls ab. Geprüft wird dabei nicht allein anhand der Lumen-Angabe, sondern im Praxistest: Wirft eine Lampe Mehrfachschatten? Reicht die Anzahl der LED-Leuchtkörper? Positiv bewertet werden außerdem Energieeffizienz, Abschaltautomatik und programmierbare Einstellungen bei Netzwiederkehr.

Was bedeutet Farbtemperatur – und wann ist sie kaufentscheidend?

Die Farbtemperatur beschreibt den Farbton eines Leuchtmittels in Kelvin (K). Warmweißes Licht (bis 3.300 K) fördert Entspannung, neutralweißes Licht (3.300 bis 5.300 K) wirkt anregend, tageslichthelles Licht (über 5.300 K) steigert Wachheit und Konzentration. Lampen mit einstellbarer Farbtemperatur – manche decken einen Bereich von 2.500 K bis 7.000 K ab – lassen sich an Tageszeit und Tätigkeit anpassen und sind klar zu bevorzugen.

Unser Tipp

Je niedriger die Kelvin-Zahl, desto wärmer und wohnlicher das Licht. Bis 3.300 K wirkt Licht warmweiß und entspannend; bis 5.300 K neutralweiß und anregend; darüber tageslichtweiß und leistungsfördernd. Für das normale Arbeiten am Schreibtisch und insbesondere beim Lesen ausgedruckter Texte empfiehlt sich die hellste Stufe – also Farbtemperaturen ab 5.700 K. Abends empfiehlt sich dagegen gedimmtes Warmweiß, um den Schlafrhythmus nicht zu stören.



TaoTronics Farbtemperatur Die TaoTronics lässt eine stufenlose Einstellung der Farbtemperatur zwischen 2.700 K und 6.500 K zu. (Bild: amazon.de)

Was sonst noch wichtig ist

Lampen, die nicht stufenlos dimmbar sind, sollten sich zumindest in verschiedenen Helligkeitsstufen einstellen lassen, vor allem, wenn Sie die Lampe sowohl als Arbeits- als auch als Raumbeleuchtung nutzen möchten. Besonders komfortabel sind automatisch dimmende Leuchten: Die BenQ ScreenBar Plus etwa passt die Helligkeit mithilfe eines integrierten Umgebungslichtsensors automatisch an die Lichtverhältnisse im Raum an. Ebenfalls praktisch: Monitorklemm-Leuchten wie die BenQ ScreenBar, die direkt am Bildschirm befestigt werden und keine Stellfläche auf dem Schreibtisch beanspruchen – ein zunehmend beliebtes Format im Homeoffice.

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