Autobatterien Die richtige Autobatterie
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Liefert Energie zum Starten des Motors
- Versorgt bei Fahrzeug-Stillstand die Bordelektronik
- Vorsicht: „Wartungsfrei“ meint nicht immer völlig wartungsfrei
Welche Hauptaufgabe hat eine Autobatterie?
Die Autobatterie ist neben dem Motor ein Herzstück des Fahrzeugs. Ohne sie kann der Motor nicht gestartet werden. Das hat ihr auch den Namen Starterbatterie eingebracht. Denn sie liefert beim Startvorgang einen kräftigen Stromstoß von mehreren Hundert bis zu Tausend Ampere, der den Motor in Gang setzt. Über das Anlassen des Motors hinaus liefert die Batterie aber auch immer wieder zusätzliche Energie, wenn die Lichtmaschine nicht ausreicht, um alle elektrischen Verbraucher im Fahrzeug zu versorgen. Um sicherzugehen, dass diese Funktion auch bei einem Batteriewechsel reibungslos funktioniert, sind einige technische Details beim Kauf zu beachten.
Was ist beim Kauf einer Starterbatterie zu berücksichtigen?
Während das Austauschen einer Batterie früher unkompliziert war, ist dies bei modernen Fahrzeugen heute deutlich komplexer – insbesondere bei Autos mit Start-Stopp-Systemen. Diese Fahrzeuge verfügen über komplexe Bordnetze, weshalb ein Batteriewechsel unbedingt in einer Werkstatt erfolgen sollte, wenn man nicht über Fachkenntnisse verfügt.
Ein eigenständiger Kauf kann sich durchaus lohnen, da Autobatterien im Fachhandel und Online oft günstiger sind als in Vertragswerkstätten. Allerdings ist die Auswahl vielfältig, weshalb bei der Auswahl Vorsicht geboten ist – zumal moderne Fahrzeugtechnik mit elektronischem Motormanagement, Diebstahlsicherung, Infotainment und Fahrerassistenzsystemen eine zuverlässige Stromversorgung erfordert. Es empfiehlt sich, stets einen Blick in die Betriebsanleitung zu werfen, da hierin die geeigneten Batterie-Typen angegeben werden. Ist keine spezielle Empfehlung genannt, hilft die auf der vorhandenen Batterie aufgedruckte ETN (European Type Number). Sie gibt Auskunft über Spannung, Kapazität und Kaltstartstrom, Bauform und Polanordnung. Batterien mit gleicher ETN sind austauschbar und kompatibel. Fehlt die ETN, orientieren Sie sich an den technischen Daten und Abmessungen. Auch das Mitnehmen der alten Batterie zum Händler ist ratsam, nicht nur zur Sicherstellung der richtigen Wahl, sondern auch wegen der gesetzlich vorgeschriebenen Rücknahme und umweltgerechten Entsorgung.
Welche technischen Werte sind bei einer Autobatterie wichtig?
Zur Orientierung liegt der so genannte Kaltstartstrom bei normalen KFZ-Starterbatterien zwischen 200 und 850 Ampere. Gute Batterien bewegen sich meist zwischen 550 und 680 Ampere, während kostengünstige Modelle oft nur etwa 360 Ampere liefern. Die Kapazität, gegeben in Amperestunden (Ah), sollte bei klassischer 12-Volt-Batterie mindestens 36 Ah für Kleinwagen, 50 Ah für Kompaktwagen, 70 Ah für Fahrzeuge der Mittelklasse und 90 Ah für Oberklassefahrzeuge betragen. Wenn Sie viele Verbraucher wie Klima oder eine große HiFi-Anlage haben, ist eine größere Kapazität empfehlenswert. Neben dem Verbrauch muss ebenfalls der höhere Startstrombedarf von Dieselfahrzeugen bedacht werden.
AGM-Technologie: Was steckt dahinter?
Seit einigen Jahren gewinnt die AGM-Technologie immer mehr an Bedeutung. Sie steht für „Absorbent Glass Mat" und beschreibt ein Mikroglasvlies, das den Elektrolyt in der Batterie festhält. Besonders für Fahrzeuge mit Start-Stopp-Systemen sind diese Batterien ideal, da sie eine hohe Zyklenfestigkeit besitzen und den stressigen, häufigen Motorstart besser verkraften als herkömmliche Batterien. AGM-Batterien können praktisch in jeder Lage eingebaut werden, sind robust gegen Vibrationen und ermöglichen eine sichere Funktion auch bei etwas geringerer Kapazität. Hersteller wie Johnson Controls (Varta, Optima) empfehlen AGM für Fahrzeuge mit Start-Stopp-Automatik, ebenso für Taxis, Krankenwagen und Geländewagen.
Was bedeutet eine „wartungsfreie" Batterie?
Der Begriff „wartungsfrei" bei einer Autobatterie bedeutet grundsätzlich, dass für die Lebensdauer keine Nachfüllung von Säure notwendig ist. Aber gerade bei intensiver Nutzung, vielen Kurzstreckenfahrten oder und dem Betrieb vieler Stromverbraucher wie Klima oder Smartphone, kann eine gelegentliche Pflege die Lebensdauer verlängern. Moderne Starterbatterien sind sehr dicht verschlossen und bieten keine Möglichkeit der Säure- oder Wasserzugabe. Daher hilft gelegentliches Fahren auf längeren Strecken, damit sich die Batterie selbst bei niedrigem Ladezustand regeneriert. Batterieladegeräte erleichtern das Nachladen, vor allem bei niedrigen Temperaturen im Winter. Empfehlenswert sind einfache und erschwingliche Geräte, die leicht bedient werden können. Falls die Batterie dennoch schwächelt, kann ein Starthilfegerät den Motor kurzfristig wieder starten.
















































