Das Wichtigste auf einen Blick:
- Hunde müssen in der Box genug Platz zum Drehen, Hinsetzen und Wenden haben
- Boxen sollten robust und wasserdicht sein
- Je nach Reiseart und Hundegröße sind spezielle Boxen notwendig
- Für den Kofferraum gibt es fest installierbare Hundeboxen
- Faltboxen aus Nylon für zu Hause, Camping und Hotel
Ob auf Reisen oder bei alltäglichen Autofahrten – aus Sicherheitsgründen ist es oft ratsam oder sogar notwendig, den Hund in einer geeigneten Transportbox mitzunehmen.
Kleine Hunde in Bahn und Flugzeug
Kleine Hunde dürfen in der Bahn als Handgepäck kostenfrei mitreisen, sofern sie in einer geeigneten, verschließbaren Transportbox oder Tragetasche untergebracht sind. Als „kleine Hunde" definiert die Deutsche Bahn Tiere, die maximal so groß wie eine Hauskatze sind. Die Transportbox muss unter den Sitz oder in die Gepäckablage über dem Sitz passen. Für größere Hunde, die nicht in einer Box reisen, ist ein kostenpflichtiges Ticket zum halben Fahrpreis notwendig; diese Hunde müssen zudem angeleint sein und einen Maulkorb tragen. Blindenführhunde und anerkannte Assistenzhunde reisen stets kostenlos und ohne Maulkorb.Bei Flugreisen gelten je nach Fluggesellschaft unterschiedliche Regelungen. Bei den meisten europäischen Airlines – darunter Lufthansa, Eurowings und Condor – dürfen Hunde nur dann in der Passagierkabine mitfliegen, wenn das Gesamtgewicht von Hund und Transportbehälter maximal 8 Kilogramm beträgt. Die Transporttasche darf dabei in der Regel nicht größer als etwa 55 × 40 × 23 Zentimeter sein und muss sicher unter dem Vordersitz verstaut werden können. Die Tasche muss verschließbar, wasserundurchlässig, belüftet und bissfest sein. Ohne geeigneten Transportbehälter ist die Mitnahme in der Kabine grundsätzlich nicht gestattet. Für die Mitnahme in der Kabine fallen bei den meisten Airlines zusätzliche Gebühren an, die in der Regel zwischen 50 und 100 Euro pro Strecke liegen.
Neuerung 2025/2026: Größere Hunde in der Kabine – vorerst nur bei bestimmten Airlines
Italien gilt derzeit als Vorreiter: Die italienische Luftfahrtbehörde ENAC hat 2025 einen neuen Leitfaden erlassen, der unter bestimmten Voraussetzungen den Kabinentransport von Hunden bis zu 25 Kilogramm ermöglicht. Die erste Airline, die dies umsetzt, ist ITA Airways (eine Lufthansa-Tochter) ab der Sommersaison 2026. Größere Hunde müssen dabei angeleint und mit Maulkorb auf einem gebuchten eigenen Sitzplatz reisen. Bei allen anderen europäischen Airlines bleibt die 8-kg-Grenze (Tier inkl. Box) für die Kabine weiterhin gültig. Informieren Sie sich stets vorab bei Ihrer Fluggesellschaft über die aktuellen Regelungen.Speziell zugelassene Flugboxen für den Lufttransport
Bei größeren oder schwereren Hunden besteht grundsätzlich ebenfalls die Möglichkeit, im Flugzeug mitzureisen – allerdings nur im Frachtraum und in einer speziell zugelassenen Flugbox, die den Vorgaben der International Air Transport Association (IATA Live Animals Regulations) entspricht. Die Kosten für den Transport im Frachtraum liegen häufig zwischen 120 und 300 Euro, abhängig von Gewicht, Zielregion und Airline. Es empfiehlt sich, die Mitnahme rechtzeitig vor dem Flug direkt bei der Fluggesellschaft anzumelden, da die Kapazität begrenzt ist und die ausgewählte Box vorab bestätigt werden muss.Für Reisen innerhalb der EU ist außerdem ein gültiger EU-Heimtierausweis mit Mikrochipnummer und aktueller Tollwutimpfung Pflicht. Bei internationalen Flügen können zusätzlich ein tierärztliches Gesundheitszeugnis oder andere Dokumente erforderlich sein – die Einreisebestimmungen des Ziellandes sollten daher frühzeitig geprüft werden.

Die von der IATA genehmigten Hundetransportboxen basieren im Prinzip auf dem Originalmodell des US-amerikanischen Herstellers Petmate, das inzwischen von vielen Herstellern imitiert und mit praktischen Extras zur einfacheren Handhabung erweitert wird. Ein bekanntes Modell ist die Petmate Vari Kennel. Diese Box besteht aus einem robusten Hartplastikboden und -deckel, die je nach Hersteller mit Schrauben oder Scharnieren fest verbunden sind.
Der Zugang ist auf einer schmalen Seite angebracht und mit einer von außen verschließbaren Gittertür gesichert. Für ausreichende Belüftung sorgen Lüftungsschlitze oder vergitterte Öffnungen. Viele Hersteller bieten zudem optionale Rollen an, die den Transport auf Flughäfen erleichtern, jedoch vor dem Flug entfernt werden müssen.
Transportboxen für Fahrten im Auto
Im PKW gilt gemäß § 22 StVO: Hunde werden rechtlich als Ladung eingestuft und müssen daher stets ausreichend gesichert sein – unabhängig von der Fahrtdauer. Eine ungesicherte Mitnahme ist verboten und kann mit einem Bußgeld von 35 Euro geahndet werden; bei Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer sind 60 Euro und ein Punkt in Flensburg möglich, bei einem Unfall mit Sachbeschädigung bis zu 75 Euro und ein Punkt. Eine feste Anschnallpflicht für Hunde gibt es zwar nicht, jedoch muss die Sicherung so gestaltet sein, dass das Tier bei einer Vollbremsung nicht durch das Fahrzeug geschleudert werden kann. Als sicherste Option gilt eine stabile Transportbox, die im Kofferraum mit Zurrgurten oder speziellen Befestigungssystemen gesichert wird. Ergänzend empfehlen ADAC-Experten ein Trenngitter zwischen Kofferraum und Fahrgastzelle.Spezielle Autotransportboxen bestehen häufig aus Aluminium und Pressholzplatten und sind besonders für Kombis konzipiert. Charakteristisch sind abgeschrägte Seiten, damit auch Kofferraumtüren mit schrägem Öffnungswinkel problemlos schließen. Das sorgt dafür, dass die Liegefläche größer ist als die Dachfläche, was bei der Auswahl der passenden Größe berücksichtigt werden sollte.

Dank der Aluminiumstäbe sind diese Boxen vergleichsweise leicht, bieten dem Hund ausreichend Luft und erlauben ihm außerdem, hinauszuschauen. Für Wannen-Kofferräume gibt es spezielle Ausführungen, deren Tür ein Stück über dem Boden geöffnet wird. Einige Hersteller fertigen sogar Varianten mit zwei Türen an. Zum Tragen des Tieres sind diese Boxen jedoch nicht vorgesehen. Für den Transport von zwei Hunden gibt es zudem Doppelboxen mit Trennwand.

Besitzer von Kleinwagen bevorzugen oft Boxen aus robustem Hartplastik, die ähnlichen Modellen für den Flug ähneln, aber mit einer Schiebegittertür an der Längsseite ausgestattet sind. Auch hier ist die Liegefläche größer als die Dachfläche. Zudem sind für diese Modelle herausnehmbare Trennwände erhältlich, um sie bei Bedarf in eine Doppelbox umzuwandeln. Kleinere Hartplastikboxen können im Fußraum hinter den Vordersitzen platziert werden, wo sie sich nicht verrutschen können.
Nylon-Faltboxen
Ein großer Vorteil von Faltboxen aus Nylon liegt in ihrer platzsparenden Lagerung, da sie flach zusammengelegt werden können. Zudem sind sie besonders leicht, da sie meist über einen Aluminiumrahmen für Stabilität verfügen. Die Seiten und die Dachfläche sind mit luft- und lichtdurchlässigem Mesh-Gewebe gefertigt – das Dach lässt sich so öffnen, dass ein kleiner bis mittelgroßer Hund von oben aus der Box gehoben werden kann. Diese Boxen sind eine praktische Alternative, wenn der Hund zum Beispiel in der Bahn, im Hotelzimmer, am Arbeitsplatz, im Campingurlaub oder auf Ausstellungen einen sicheren Rückzugsort haben soll. Einige Nylonboxen sind wasserabweisend, und es gibt passendes Zubehör von verschiedenen Herstellern. Für den Transport im Auto sind Nylon-Faltboxen aufgrund ihrer geringeren Stabilität im Falle eines Unfalls jedoch weniger geeignet als Hartplastik- oder Aluminiumboxen.





















