Fahrradbremsen

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Ratgeber zu Fahrradbremsen

Die Typen

Der Markt für Fahrradbremsen ist übersichtlich. Konkret gibt es Felgen-, Scheiben- und Nabenbremsen. Allerdings liegt der Teufel im Detail. So haben alle Typen mehrere Vor- und Nachteile, zudem existieren zwischen den einzelnen Angeboten große qualitative und preisliche Unterschiede.

Felgenbremsen

Der größte Renner am Markt sind Felgenbremsen. Aus gutem Grund: Sie sind zuverlässig, leicht und günstig – und gehören nicht zuletzt deshalb bei vielen Touren-, City- oder Trekkingbikes zur Grundausstattung. Beachten sollte man allerdings auch die Nachteile. Problematisch ist beispielsweise, dass die Bremswirkung bei Nässe (Regen, Schnee) mitunter deutlich nachlässt. Außerdem nutzen sich viele Felgenbremsen recht schnell ab. Zwingend erforderlich ist deshalb, dass man sich regelmäßig um die Wartung kümmert. Als Alternative dazu gibt es zwar die sogenannten Hydrauliksysteme, die den Bremsvorgang per Flüssigkeit im Bremsschlauch regeln und dadurch robuster sind. Allerdings muss man dafür natürlich auch wesentlich mehr Geld auf den Tisch legen.

Scheibenbremsen

Scheibenbremsen wiederum sind komplett anders aufgebaut. Hier übernimmt – der Name sagt es bereits – eine direkt an der Nabe montierte Scheibe den Bremsvorgang. Vorteil dieser Konstruktion: Verglichen mit einer Felgenbremse ist das Ganze weniger anfällig für Nässe oder Schmutz und damit widerstandsfähiger. Darüber hinaus arbeitet sie gleichmäßiger, präziser und auch deutlich zuverlässiger, gerade bei schlechter Witterung. Nachteilig an einer Scheibenbremse ist wiederum die Tatsache, dass eine Reparatur oder ein Wechsel viel technisches Know-How erfordert. Außerdem sind das hohe Gewicht und der meist ziemlich gesalzene Preis insbesondere für Freizeitbiker mehr oder weniger Ausschlusskriterien.

Nabenbremse

Bleiben zu guter Letzt schließlich die Nabenbremsen. Hier lassen sich die Kategorien Trommel-, Rollen- und Rücktrittbremsen unterscheiden, allerdings ist davon nur noch Letztere wirklich wichtig. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Die Konstruktion einer Rücktrittbremse zum Beispiel ist so robust, dass richtige Defekte extrem selten sind. Zudem ist der Bremsvorgang überaus einfach und bequem. Rücktrittbremsen sind deshalb optimal für Kinder oder auch für ältere Semester. Allerdings gibt es natürlich auch hier einige Nachteile. Zum Beispiel ist die Bremskraft nicht allzu hoch und zudem abhängig von der Pedalstellung. Konsequenz: Man kann nicht annähernd so gut auf Hindernisse reagieren wie mit einer Scheiben- oder einer Felgenbremse.

Autor: Stefan

Produktwissen und weitere Tests zu Fahrradbremsen

Formula RO Racing MountainBIKE 9/2016 - Leichte Gebereinheit und solider Sattel sind die Bausteine der Formula-Bremse. Im 6 Monate-Dauertest war eine MTB-Scheibenbremse, die nicht benotet wurde.

Reverse Aircon Disc MountainBIKE 8/2016 - Sieben Prozent bessere Kühlung versprechen diese Bremsscheiben. Einer Prüfung unterzogen wurde eine Bremsscheibe, die ohne Benotung blieb.

Scheibenbremsen richtig einstellen aktiv Radfahren 3/2014 - Stellen Sie für eine perfekte Funktion Ihre Bremsanlage richtig ein und beseitigen Sie nervendes Quietschen. Anbei finden Sie dazu eine detaillierte Beschreibung, wie Sie am besten vorgehen. Wichtig: Im Zweifel sollten Sie diese Arbeiten Ihren Händler durchführen lassen. Stichwort: Sicherheit.

Mein bestes Stück MountainBIKE 2/2015 - Auf welche Parts die MountainBIKE-Mitarbeiter wirklich schwören? Auf solche, die auch wirklich halten - so wie die Leichtbau-Bremse Magura MT8. Im Funktionstest befand sich eine Bremsvorrichtung für Fahrräder, die keiner Benotung unterlag.

Spezial-Stopper triathlon Nr. 127 (Januar 2015) - Eine Fahrrad-Mittelzugbremse ist geprüft worden. Eine Benotung fand nicht statt.

Leichte Stopper RoadBIKE 6/2013 - Hinter der Marke Engage steht das geballte Leichtbauwissen von AX-Lightness. Kein Wunder also, dass auch die Gavial-Bremsen echte Federgewichte sind. Überprüft wurde eine Fahrradbremse. Sie erhielt keine Endnote.

Abgespeckt MountainBIKE 5/2013 - Im Gegensatz zum Vorgängermodell spricht die nun leichtere X0-Bremse auch Racer an. Zupackend genug? Im Produktcheck befand sich eine Fahrradbremse. Das Modell blieb ohne Endnote.

WOMB Klinik + Dirty Fingers World of MTB 8/2012 - Züge wechseln ist eigentlich keine große Sache. Das Tauschen von alten, verschlissenen Zügen und Außenhüllen ist spätestens dann nötig, wenn die Schaltung sich partout nicht mehr richtig einstellen lässt. Die wichtigsten Dinge, die du dabei beachten musst, und vor allem, wie man sich das Wechseln der innenverlegten Züge erleichtert, erfährst du hier.

Entschleuniger bikesport E-MTB 9-10/2015 - Die Spitze markiert Shimano, Schlusslicht ist hier durch den abzuschraubenden Hebel Formula. Beim Praxistest gibt es dann für die Hersteller am meisten Punkte zu holen. Hier wird vor allem auf die Hebelergonomie, die Dosierbarkeit, den Druckpunkt sowie die Bremskraft geachtet. Der Praxistest ist vor allem deshalb so wichtig, weil viele Parameter sprichwörtlich nur mit dem menschlichen Finger erfahren werden können.

Scheibenbremsen World of MTB Sonderausgabe Gravity 1/2015 - Hebel und 4-Kolben-Bremsstattel sind mit einer Stahlflexleitung verbunden. Serienmäßig ist die Bremse mit organischen Belägen ausgestattet, Sinterbeläge sind zusätzlich immer mit dabei. Hope kombiniert bei der V4 den 4-Kolben-Bremssattel mit dem Tech Hebel, bei dem Hebelweite und Druckpunkt spürbar eingestellt werden können. Dabei muss beides kombiniert eingestellt werden, da das eine mit dem anderen zusammenhängt.

Getestet - Scheibenbremsen World of MTB 5/2015 - Der im Bremssattel sitzende Stufenkolben wird nun per Magnet in seine Ausgangsposition zurückgezogen. Dadurch auch das " M" in der Modellbezeichnung. Das Gewicht der Bremse blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu identisch (+ 10 Gramm) und mit 366 Gramm zählt sie immer noch zu den leichtesten Bremsen. BFO bietet für seine Bremse den BFO Maker für Shimano und Sram an, mit dem man besagte Schalthebel direkt an den Bremshebel montieren kann.

SRAM Guide RSC Ride 1/2015 - FAHRTEST: Die Bremse zeigt schnell ihr Können. Ohne wandernden Druck- punkt trumpft sie mit brachialem Biss bei wenig Kraftaufwand und hält die Bremsleistung auch dann aufrecht, wenn man länger in den Eisen hängt. Sogar bei Minustemperaturen büsst die Avid Guide RSC nur unwesentlich an Bremsleistung ein.

Getestet - die neue Magura MT7 World of MTB 6/2014 - Magura wartet mit einer komplett neuen Bremsenserie, der MT Next, auf. Neben den 2-Kolben-Bremsen MT2, 4, 6 und 8 gibt es mit den MT5 und MT7 zwei leistungsstarke 4-Kolbenbremsen für den Gravity-Einsatz. Wir hatten bereits die Möglichkeit, das Topmodell mit vier Kolben in der Praxis und auf dem Prüfstand zu testen. Der Test verlief identisch, wie beim Bremsentest in der letzten Ausgabe, was eine Vergleichbarkeit also zulässt.

18.000 Tiefenmeter World of MTB 5/2014 - Die Bremse muss wegen des geringen Belagspiels exakt justiert werden. BRAKE FORCE ONE BFO1 2014 Die Bremse Im Vergleich zum Vorjahr wurde der Hebel und Geber der schon leichten Bremse nochmals gewichtsoptimiert und ist nun komplett aus Alu gefertigt. Dies bringt rund 17 Gramm Ersparnis und ein sehr hochwertiges Erscheinungsbild. Hat man den Hebel zum ersten Mal in der Hand, kann man kaum glauben, dass er aus Alu gefertigt ist, so filigran wirkt er.

Stopp! aktiv Radfahren 3/2014 - Shimanos "IceTech"-Bremstechnologie mit Sandwich-Bremsscheibe (ein Alukern zwischen zwei Stahlplatten) und Kühlrippen am Bremsbelag hält die Bremsanlage auf langen Abfahrten spürbar kühler und damit standfester. Hightech mit sinnvollem Praxishintergrund! BFO, Hope, Magura, Shimano und Sram ermöglichen via separat erhältlichen Adaptern die Montage von Schalthebeln direkt am Bremshebel Der Vorteil: eine ordentliche Optik und mehr Platz am Lenker.

Tipps & Tricks für die kalte Jahreszeit aktiv Radfahren 11-12/2013 (November/Dezember) - 9 Nutzen Sie bei Felgenbremsen spezielle weiche Bremsbeläge. Diese greifen die Bremsflanke nicht so stark an und bieten bei kalten Temperaturen und Nässe spürbar mehr Bremsmodulation und Bremskraft. 10 Scheibenbremsen sind das Maß der Dinge. Sie bieten höchste Bremskraft und beste Dosierbarkeit auch bei Nässe, Schnee und Eis. Zudem greifen Sie kein tragendes Bauteil wie die Felge an. So sieht Sicherheit aus!

Vorgeglüht World of MTB 5/2013 - Besitzer alter RX-, R1- und RO-Modelle können übrigens ihre Bremse (ca. 44,90 Euro pro Bremse) überarbeiten lassen, um einen ähnlichen Effekt zu erreichen. AUF DEM TRAIL Die Mischung macht's, das haben wir deutlich an der Formula gesehen. Nach der starken Überarbeitung waren die Erwartungen natürlich hoch, doch genauso enttäuscht waren wir nach den Intervallbremsungen: Fading, wandernder Druckpunkt und schleifende Beläge.

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Fahrradbremsen

Felgenbremsen sind weit verbreitet, nicht zuletzt wegen des günstigen Preises. Allerdings benötigen sie ziemlich viel Pflege, zudem arbeiten entsprechende Modelle gerade bei schlechter Witterung nicht wirklich zuverlässig. Scheibenbremsen schneiden hier wesentlich besser ab, für sie muss man jedoch auch deutlich tiefer in die Tasche greifen. Fahrradbremsen als Einzelexemplare sind im Grunde nur für Biker interessant, die Spaß am Tüfteln haben und dafür auch das nötige Know-How mitbringen. Freizeitradler hingegen sollten einen Austausch oder eine Reparatur aus Sicherheitsgründen besser einer Werkstatt überlassen. Einige Grundkenntnisse zu den verschiedenen Typen schaden dennoch nicht. Am weitesten verbreitet sind nach wie vor sogenannte Felgenbremsen, bei denen zwei Klötze samt Bremsbelag entweder mechanisch (Bowdenzug) oder hydraulisch (Flüssigkeit) an die Felgen gepresst werden. Entsprechende Modelle sind meist recht günstig, allerdings ziehen sie Dreck und Schmutz aufgrund ihrer Lage quasi magisch an. Negative Konsequenz: Vor allem bei Regen arbeiten sie nicht wirklich zuverlässig. Scheibenbremsen sind deshalb eine sinnvolle Alternative. Hier übernimmt eine spezielle Scheibe den Bremsvorgang, die sich direkt an der Nabe befindet. Vorteile dieser Konstruktion: Die Bremse ist nicht so anfällig für Schmutz und deshalb weniger wartungsintensiv, zudem ermöglicht sie präzisere Bremsmanöver, insbesondere bei schlechter Witterung. Auch hier gibt es mechanische und hydraulische Modelle, wobei Letztere qualitativ in jedem Fall hochwertiger sind. Im Gegenzug muss man damit leben, dass Scheibenbremsen recht teuer und vor allem ziemlich schwer sind. Abgerundet wird das Marktangebot schließlich von sogenannten Rollen- und Trommelbremsen, die allerdings kaum noch Verwendung finden. Traditionelle Rücktrittsbremsen wiederum existieren nach wie vor, unter anderem bei Kinderbikes oder bei Rädern, die sich speziell an älteres Publikum wenden. Entsprechende Modelle sind robust und bequem zu bedienen, allerdings ist ein effektiver Bremsvorgang nur bei einer bestimmten Pedalstellung möglich. Anders ausgedrückt: Mit einer Rücktrittsbremse kann man nicht annähernd so schnell auf Hindernisse reagieren wie mit einer Felgen- oder Scheibenbremse.