Schnaller - nie wieder!
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Nachteile:
Kunde ist hier kein König
Wenn man sich ein neues Motorrad kaufen will, sammelt man in der Regel eine gewisse Menge an Informationen (zB Fahr- und Testberichte, Empfehlungen von Kollegen, etc) aber auch persönliche Eindrücke (Erscheinungsbild, Fahrleistungen und -verhalten, etc).
Informationen über das neue Triumph-Modell Tiger 800 wurden gerade in der letzten Zeit reichlich zur Verfügung gestellt - persönliche Eindrücke kann man aber nur vor Ort bei einer Probefahrt sammeln. Und um diese ging es bei der Firma JÜRGEN SCHNALLER in Kolsass:
nachdem besagtes Modell bei meinen ersten beiden Besuchen nicht vorrätig war, ich aber deutliches Interesse an der Maschine zeigte, wurde mit Herrn Schnaller vereinbart, mich zu verständigen, sobald die nächste Lieferung gekommen ist. Dies passierte auch in Form eines Anrufes, bei dem vereinbart wurde, dass ich die Maschine an einem Samstag für die Dauer von 3 Stunden probefahren könne. Eine Probefahrt über's Wochenende (wie es andere Händler anbieten) kam für Herrn Schnaller nicht in Frage.
An besagtem Samstag fuhr ich in Begleitung zur Firma Schnaller (um meine zukünftige Anschaffung herzuzeigen). Begrüßt wurden wir von Herrn Schnaller - der sich nur mehr schlecht als recht an mich erinnern konnte. Vorweg wurde uns sofort die Frage gestellt, ob wir denn zu Zweit fahren wollten, denn das würde nicht gehn - warum haben wir leider verabsäumt zu fragen. Man stelle sich nur vor, wenn dieses Beispiel auch auf die Automobilhändler übergreift!!
Nun, da ich keine Probefahrt zu Zweit machen wollte, wurde von Herrn Schnaller das nächste Argument gegen die vereinbarte Probefahrt vorgebracht: Regen! An besagtem Tag hatte es über Nacht geregnet, sodass die Straßen stellenweise noch etwas nass waren. Zudem war der Himmel bewölkt und ab und zu tröpfelte es leicht. Meiner Einschätzung nach war eine Probefahrt dadurch nicht einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Nun, Herr Schnaller sah das wohl anders - ein Beispiel aus der Vergangenheit (eine Probefahrt wäre mit einem Unfall geendet) sollte dies noch verdeutlichen. Meine Frage, warum man mich dann nicht einfach telefonisch von der einseitigen Absage der Probefahrt verständigt hätte, wurde von Herrn Schnaller mit der Meinung begründet, dass man nicht geglaubt hätte, dass ich bei Regen vorbeikommen werden (anscheinend legt Herr Schnaller auch selbst keinen Wert darauf, dass ein Kunde eine Probefahrt absagt).
Mir blieb also nur mehr die Entscheidung zur Kenntnis zu nehmen und mein Bedauern darüber auszudrücken. Doch Herrn Schnaller fiel noch eine Draufgabe ein: nachdem ich ja derjenige welche bin, der so lange Probefahren will (netto wahrscheinlich 2 Std!) sei das ohnehin blöd, da noch ein Kunde vorbeikommen und auch noch unbedingt heute fahren will!! Trotz Regen??
Genug der guten Betreuung wollte ich mich nun wirklich verabschieden - doch das ausgezeichnete Service hielt an! Herr Schnaller wollte uns jetzt doch nicht so einfach ziehen lassen (a Gschäft wär doch zu machen). Ob ich mir denn eine Probefahrt bei dem Wetter zutraue, wollte er wissen. Ja, ich traute sie mir zu, wollte sie aber spätestens nach der Aussage "die Maschine ist nicht Vollkasko versichert - ein etwaiger Schaden wäre voll durch dich zu decken", nicht mehr machen. Ich würde meinen, dass eine Versicherung (mit Selbstbehalt für den Kunden) üblich ist - anscheinend nicht bei Herrn Schnaller.
Der Weg nach draussen wurde uns noch durch ein "ich würd' dich jetzt schon fahren lassen, aber wenn DU! nicht willst" erleichtert.
So, jeder kann sich jetzt selbst seine Meinung über diese Vorgehensweise bilden. Ich hab die Freude an schönen Maschinen jedenfalls nicht verloren und werde mir auch eine kaufen - allerdings nicht bei der Firma Schnaller.
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