Im Überblick: PayPal-Alternativen für Laptop, Tablet und Smartphone (Bildquelle: rawpixel.com / freepik / wikipedia / wikimedia)

Beliebte PayPal-Alternativen im Überblick

Einmal die Bankdaten beim Online-Bezahldienst PayPal angegeben, tritt der Anbieter als Mittler zwischen Bank und Händler:in auf, sodass Ihre Bankdaten sicher bleiben. Sie sollten sich allerdings bewusst sein, dass der Dienst Ihre Daten in den USA speichert und nutzt. Wer eine PayPal-Alternative sucht, findet im Netz viele Anbieter - wir stellen Ihnen die beliebtesten vor.

Konto-Verknüpfung

Nutzt der Online-Bezahldienst die Verknüpfung mit einem Nutzer-Konto, müssen Sie unter anderem Ihre Bank- oder Kreditkartendaten in Ihrem Nutzer-Account hinterlegen. Beim Bezahlen im Online-Shop genügt hingegen meist die Eingabe des entsprechenden Logins - Bank- und Kreditkarten werden somit nicht an Dritte weitergeleitet.

Person nutzt Online-Shopping-Webseite auf Laptop Einige Shopping-Seiten unterstützen Amazon Pay. (Bildquelle: Campaign Creators /unsplash)

Amazon Pay

Über den hauseigenen Online-Bezahldienst „Amazon Pay“ bietet der Onlinehändler seit etwa 2007 die Möglichkeit an, auch außerhalb des Amazon-Universums online zu bezahlen, Geld zu verschicken und zu empfangen. Für die Nutzung müssen Sie eine Debit-, Kreditkarte oder eine andere Zahlungsart im Amazon-Konto hinterlegen. Auf der Seite des Online-Shops reicht hingegen die Angabe der Amazon-Login-Daten. Die Bankdaten werden nicht weitergegeben.

Der Haken: Amazon hat hierdurch Einblick darüber, bei welchem Shop und welche Ware gekauft wird. Auf diese Weise kann der Händler seine Angebote individuell auf die Nutzer zuschneiden und erfolgreicher an die eigene Plattform binden.

Stärken

  1. Bezahldienst weit verbreitet
  2. Keine Weitergabe von Bankdaten
  3. Käuferschutz von Amazon gilt
  4. Stornierung der Zahlungen möglich

Schwächen

  1. Konto bei Amazon notwendig
  2. Amazon kann einsehen, wo und was gekauft wird

Digital Wallet / Cyberwallet

Sogenannte „Digital Wallets“ oder „Cyberwallets“ erlauben den Nutzern, ihr Guthaben  - beispielsweise von der Kreditkarte - auf eine digitale Plattform zu transferieren und für den Kauf in Online-Shops zu nutzen. Auf diese Weise sind die Bankdaten nur in der Wallet hinterlegt und werden nicht an Online-Shops weitergegeben.

Apple Pay und Google Pay

Android-Smartphone mit Google Pay vor schwarzem Hintergrund Google Pay nutzen Sie als Alternative oder verknüpfen es mit PayPal. (Bildquelle: Matthew Kwong / unsplash)

Mit Google Pay und Apple Pay können Sie sowohl Online-Zahlungen durchführen als auch mobil am Terminal einer Geschäftskasse bezahlen. Letzteres gelingt allerdings nur mit einem NFC-fähigen Gerät, etwa einem Smartphone oder einer Smartwatch. Wichtig ist, dass Apple Pay fest im iOS-Betriebssystem integriert ist, während Google Pay Android-Geräte unterstützt.

Gut dabei: Insgesamt gibt es kaum Unterschiede zwischen den beiden Bezahldiensten. Sowohl bei Apple Pay als auch bei Google Pay müssen Sie eine Kredit- oder Debitkarte hinterlegen, um den Dienst nutzen zu können. Die Verknüpfung mit einer Girokarte ist hingegen nicht möglich. Daneben erlauben beide Dienste die Verifizierung der Zahlung, etwa per Fingerabdruck-Scanner. Im Gegensatz zu Apple Pay erlaubt Google Pay allerdings die Verknüpfung mit einem PayPal-Konto. Hier können Sie die Kreditkartenpflicht umgehen. Daneben können Sie bei diesem Dienstleister Zahlungen direkt stornieren - bei Apple Pay gelingt dies nur über Ihre Bank. Gut dafür: Anders als für Google Pay benötigen Sie für Apple Pay keinen zusätzlichen Account.

 Apple PayGoogle Pay
BetriebssystemiOSAndroid
Kreditkarte / PayPal✔ / ✖✔ / ✔
Account erforderlich
Stornierung per Bezahldienst
Sichere Verifizierung
Keine zusätzliche App nötig

Prepaid-Wallet

Bei Online-Bezahldiensten mit Prepaid-Wallet hinterlegen Sie ein festes Guthaben, das anschließend für den Einkauf in Online-Shops genutzt werden kann. Auf diese Weise müssen Sie Ihre Bankdaten nicht herausgegeben und behalten den Überblick über das ausgegebene Geld. Damit dürfte diese PayPal-Alternative besonders für Jugendliche interessant sein. Der Nachteil: Die meisten Prepaid-Wallet-Anbieter sind wenig bekannt und kaum verbreitet.

Skrill

Die Nutzung von Skrill gelingt vergleichsweise leicht. Alles, was Sie tun müssen, ist ein bestimmtes Guthaben auf das Konto zu überweisen, mit dem Sie dann in teilnehmenden Online-Shops bezahlen können. Als Prepaid-System benötigen Sie keine zusätzliche Verifizierung - ein Account ist allerdings auch bei dieser PayPal-Alternative nötig.

Etwas schade:  Der Anbieter berechnet für die Konto-Aufladung Gebühren, außerdem sind Zahlungen nicht stornierbar. Zudem ist der Anbieter bisher noch nicht sehr verbreitet, sodass Skrill zurzeit nur bei Skype oder bei Online-Casinos nutzbar ist.

Stärken

  1. Übersicht über Ausgaben
  2. Wegen Prepaid-System keine Bankangaben nötig
  3. Interessant für Jugendliche unter 18 Jahren

Schwächen

  1. Bisher kaum bekannt
  2. Gebühren für Aufladungen
  3. Überweisungen nicht stornierbar
  4. Account notwendig

Elektronische Rechnung

Auch bei Diensten mit elektronischer Rechnung müssen Sie keine Bankdaten hinterlegen. Beim Produktkauf begleicht der Bezahldienst die Schulden beim Verkäufer und sendet anschließend die Rechnung an Sie weiter. In der Regel muss die Rechnung etwa 14 Tage nach dem Eintreffen der Ware beim Bezahldienst beglichen werden. Da die Bankdaten nicht hinterlegt werden, sind sie entsprechend sicher.

Klarna

Junge sitzt auf Sofa und öffnet braunes Paket Mit Klarna können Sie die Ware prüfen, bevor Sie die Rechnung begleichen. (Bildquelle: Karolina Grabowska / pexels)

Beim schwedischen Online-Bezahldienst Klarna müssen Sie keine Bankdaten hinterlegen oder ein zusätzliches Konto einrichten. Zur Nutzung greifen Sie zur Klarna-App, über die Sie beispielsweise Ihre Lieferungen tracken oder die Fälligkeit Ihrer Rechnung einsehen können. Als Zahlungsmöglichkeit wählen Sie zwischen „Kauf auf Rechnung“, „Ratenkauf“ oder „Sofortzahlung“ aus. Wählen Sie „Kauf auf Rechnung“, übernimmt Klarna die Zahlung an den Onlinehändler - Ihnen bleibt ein Zeitrahmen zwischen 14 und 30 Tage ab Rechnungsdatum, um die Rechnung bei Klarna zu bezahlen. Wichtig dabei: Zahlen müssen Sie erst, nachdem die Ware bei Ihnen eingegangen ist. Auf diese Weise können Sie Ihren Kauf zunächst prüfen und Probleme oder Retouren melden.

Entscheiden Sie sich für „Kauf auf Raten“, übernimmt Klarna die Gesamtsumme beim jeweiligen Händler. Ihre Zahlung an Klarna können Sie entweder in festen Raten bezahlen oder aber eine flexible Ratenzahlung von bis zu 24 Monaten wählen. Praktisch: Klarna ermöglicht es Ihnen, auch mehr als den Mindestsatz oder gleich die gesamte Summe zu zahlen.

Beim „Sofort bezahlen“ nehmen Sie die Zahlung mittels Kreditkarte, Lastschrift oder Sofortüberweisung vor. Achtung: Für das Zahlen per Lastschrift und Sofortüberweisung müssen Sie vorab das Online-Banking für Ihr Girokonto freischalten. Ist dies geschehen, geben Sie bei Klarna Ihr Land und Ihre Bank an und loggen sich anschließend mit Ihren Login-Daten beim Online-Banking ein - Klarna verschlüsselt Ihre Daten, bevor sie an die Bank weitergegeben werden. Anschließend nehmen Sie die Überweisung wie gewohnt vor. Wählen Sie die Zahlung per Kreditkarte, geben Sie Ihre Kreditkartendaten ein, um die Abbuchung zu ermöglichen.

Stärken

  1. Keine Angabe von Bankdaten (bei „Kaufen auf Rechnung“)
  2. Unterschiedliche Zahlungsmöglichkeiten (Rechnung, Raten, Sofort bezahlen, Kreditkarte)
  3. Bezahlen erst nach Erhalt der Ware

Schwächen

  1. Kaum Käuferschutz
  2. Zahlungen sind nicht stornierbar
  3. Bei Sofortüberweisung müssen Bankdaten angegeben werden

Bank-Bezahldienste

Abhängig davon, welchen Bezahldienst Sie bei Ihrer Bank oder Sparkasse nutzen, stehen Ihnen unterschiedliche Möglichkeiten offen. So entscheiden Sie, ob Sie Ihr Online-Banking oder Ihre Kreditkarte nutzen wollen und müssen Ihre Bank- und Kreditdaten nicht an Dritte weitergeben.

Online-Banking-Anzeige vor blauem Hintergrund auf Notebook Ihr Online-Banking muss für Paydirekt und Giropay freigeschaltet sein. (Bildquelle: Tumisu / pixabay)

Paydirekt und Giropay

Sowohl bei Paydirekt als auch bei Giropay ist ein freigeschaltetes Online-Banking Voraussetzung. Zahlungen bestätigen Sie in beiden Fällen mit einer TAN-Nummer. Die Unterschiede: Bei Giropay müssen Sie im Shop zunächst Ihre Bankleitzahl eingeben, um vom Online-Shop auf die Seite zum Online-Banking geleitet zu werden. Haben Sie für sich Paydirekt freischalten lassen, müssen Sie lediglich Ihren Paydirekt-Nutzernamen angeben, um im Online-Shop zu zahlen.

 PaydirektGiropay
ZahlungsvorgangPaydirektOnline-Banking
Sichere Verifizierung✔ / TAN✔ / TAN
Account notwendig
Käuferschutz vorhanden
Stornierung möglich

Masterpass

Wer lieber über seine Kreditkarte zahlt, kann den Bezahldienst Masterpass von Mastercard nutzen. Hierfür müssen Sie lediglich eine Kreditkarte angeben. Praktisch: Eine Einschränkung auf die Mastercard gibt es nicht, sodass Sie beispielsweise auch Ihre VISA-Karte nutzen können. Wählen Sie die Zahlung per Masterpass, wird ausschließlich auf diese Login-Daten zugegriffen. Die Daten Ihrer Kreditkarte müssen Sie nicht preisgeben.

Stärken

  1. Kein Weiterleiten der Kreditkartendaten
  2. Käuferschutz per Kreditkarte
  3. Zahlungsbestätigung per TAN-Nummer
  4. Kompatibel mit unterschiedlichen Kreditkarten
  5. Nur normale Kreditkartengebühren

Schwächen

  1. Zahlungsstornierung nur über Bank
  2. Account ist Vorraussetzung

Rechte und Service beim Online-Shopping

Gilt das Umtauschrecht beim Online-Shopping? Wie sieht es mit dem Zoll aus und worum handelt es sich bei „Click und Collect“?  Hier geben wir Ihnen Tipps rund um das Thema „Online Shopping“.

von

Kirsten Holst

Fachredakteurin im Ressort Audio, Video und Foto - bei Testberichte.de seit 2020.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche PayPal-Alternativen gibt es?

Zu den beliebtesten PayPal-Alternativen gehören etwa Klarna, Amazon Pay, Google Pay und Apple Pay. Daneben bieten auch Banken und Kreditinstitute eigene Bezahldienste an - zu nennen sind etwa die Dienste Paydirekt. Giropay und Masterpass. Weniger bekannt ist der Online-Bezahldienst Skrill, der mit seinem „Prepaid-Aufbau“ aber einen interessanten Ansatz verfolgt.

Wie bezahlt man mit Amazon Pay in anderen Shops?

Legen Sie sich ein Amazon-Konto an, wählen Sie immer auch eine Zahlungsart aus und müssen entsprechend Ihre Bank- oder Kreditkartendaten hinterlegen. Nutzen Sie auf einer Dritt-Anbieter-Seite Amazon Pay, stellt der Bezahldienst eine Verbindung zu Ihrem Amazon-Konto her. Für die Verifizierung müssen Sie beim Online-Shop dann nur noch Ihren Amazon-Login eingeben. Bank- und Kreditkartendaten gibt Amazon Pay dabei nicht weiter.

Was ist eine Cyberwallet?

„Cyberwallets“ (auch „Digital Wallets“ oder „E-Wallets“ genannt) ermöglichen den Transfer von Guthaben - etwa von einer Kreditkarte aus - auf eine digitale Plattform. Von dort aus können Sie das Guthaben zum Bezahlen in Online-Shops nutzen. Zu den bekanntesten „Cyberwallets“ zählen beispielsweise Apple Pay und Google Pay, mit denen Sie online sowie offline bezahlen können. Letzteres gelingt allerdings nur mit einem NFC-fähigen Gerät.

Ist die Wahl einer Prepaid-Wallet sinnvoll?

Zu dem Vorteil einer „Prepaid-Wallet“ zählt, dass Sie bestimmen können, wie viel Geld Ihnen über den Online-Bezahldienst zur Verfügung steht. Sie behalten Ihre Ausgaben somit gut im Blick, was gerade für Jugendliche eine gute Option ist. Leider sind solche Dienste, wie beispielsweise Skrill, nur wenig verbreitet und werden entsprechend selten bei Online-Shops aufgeführt. Zudem berechnen die Anbieter für die Kontoaufladung Gebühren und ermöglichen es nicht, Zahlungsaufträge zu stornieren.

Wie kann man mit Klarna bezahlen?

Klarna bietet den Nutzern das Zahlen per Rechnung, auf Raten oder über eine Sofortzahlung an. Beim Bezahlen auf Rechnung können Sie Ihre Ware zunächst in Augenschein nehmen, bevor Sie die Rechnung direkt bei Klarna begleichen. Entscheiden Sie sich für einen Ratenkauf, können Sie die Zahlung in festen Raten vornehmen oder sie flexibel auf bis zu 24 Monate verteilen. Bei der Tilgung können Sie auch den gesamten Betrag sofort oder mehr als den Grundsatz zahlen. Das sofortige Zahlen nehmen Sie per Sofortüberweisung, Lastschrift oder Kreditkarte vor. Während Sie bei der Kreditkartenzahlung die Kreditkartendaten eingeben müssen, gelingt das Zahlen per Lastschrift und Sofortüberweisung per Online-Banking.

Welche Bezahlmöglichkeiten bieten Banken?

Paydirekt und Giropay zählen zu den bekannteren Online-Bezahlmöglichkeiten der Banken. Beide Bezahltypen benötigen ein freigeschaltetes Online-Banking und werden über eine TAN-Nummer bestätigt. Während Sie bei Giropay Ihre Bankleitzahl bei Online-Shops eingeben müssen, reicht bei Paydirekt der Nutzername aus. Zusätzlich bietet Paydirekt einen Käuferschutz und eine Zahlungsstornierung. Hierfür ist aber auch ein Account notwendig, den Sie bei Giropay nicht benötigen.

Bieten Banken eine Online-Bezahlmöglichkeit per Kreditkarte?

Das Kreditkartenunternehmen Mastercard unterstützt den Bezahldienst Masterpass, mit dem Sie online bezahlen können. Der Vorteil: Neben der Mastercard können Sie auch andere gängige Kreditkarten nutzen und sind auf diese Weise nicht von einer bestimmten Kreditkarte abhängig. Bei der Zahlung im Online-Shop benötigen Sie lediglich Ihren Masterpass-Login.

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