Fahrradgriffe

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Ratgeber zu Fahrradgriffe

Kleine Typenkunde

Nicht jeder Hersteller gibt für seine jeweiligen Modelle immer genau an, für welchen Einsatzbereich sie vorgesehen sind – dabei spielt dieses Kriterium bei der Wahl des richtigen Fahrradgriffs eine eminent wichtige Rolle. Immerhin lassen sich die derzeit vor allem für Stadt-, Trekking- und Tourenräder im Trend liegenden ergonomischen Griffe leicht von den anderen Modellen unterscheiden, und zwar an ihrer charakteristischen „Flossenform“.

Plattform-/Flossengriffe

In der Stadt, auf Touren oder bei leichten Geländefahrten spielt der Komfort für viele Biker eine wichtige Rolle. Speziell geformte ergonomische Plattformgriffe erfüllen diesen Wunsch. Sie werden zum Lenkerende hin deutlich dicker, mitunter bis zu fünf Zentimeter, was ihnen die Bezeichnung „Flossengriffe“ eingebracht hat. Der Trick besteht darin, dass sich durch die größere Oberfläche der Druck besser verteilt. Die Finger werden weniger schnell taub, die Handgelenke geschont. Einige Ergo-Griffe sind sogar dazu in der Lage, Fehlstellungen der Hand auszugleichen.

Griffe für Trekkingräder

Während für Stadt- oder reine Ausflugsräder der ergonomische Griff ruhig etwas weicher ausfallen darf, sollte für (längere) Touren- und insbesondere für Trekkingräder aufgrund der besseren Griffigkeit ein etwas härteres Modell ausgewählt werden. Zusätzliche an den Lenkerenden angesetzte Hörner („Bar-Ends“) lassen es ferner zu, die Griffposition während der Fahrt häufiger zu wechseln. Gerade auf längeren Touren hat dies einen positiven Effekt, weil dadurch sowohl Hände als auch Handgelenke spürbar entlastet werden.

Für sportliche Fahrer

Sportlicher Fahrer sowie Mountainbiker wiederum ziehen in der Regel gerade geformte Fahrradgriffe vor. Unter ihnen bieten die sehr schmal ausfallenden Modelle, da sie leicht umfasst werden können, ein sehr gutes Griffgefühl und vermitteln entsprechend Sicherheit. Dies ist insbesondere in schwerem Gelände oder bei einem hohen Tempo von großem Vorteil, auch wenn der Fahrkomfort darunter leiden sollte, weil zum Beispiel die Dämpfungseigenschaften schlechter sind.

Kunststoffgriffe

Hinsichtlich der Montage setzen die meisten Fahrer nach wie vor auf Modelle, die lediglich über den Lenker gestülpt werden müssen – wenn auch die Prozedur, vor allem bei Griffen aus einem härteren Kunststoff, recht fieselig sein kann und den Einsatz von Kraft oder Tricks (etwa Spülmittel) erfordert. Dafür sind sie wetterbeständiger, rutschfester sowie, auf Dauer, auch hygienischer als Griffe aus weichem Plastik oder sogar aus Weichschäumen (Schaumstoff) – Schweiß, Schmutz und das Wetter setzen Letzteren sichtlich mehr zu. Speziell Biker, die bei Wind und Wetter viel mit ihrem Rad unterwegs sind, sollten in vergleichsweise kurzen Abständen die Griffe auswechseln. In diesem Fall kann ein Schraubgriff die bessere Wahl sein. Sie lösen sich leichter vom Lenker und sind schneller montiert – ideale Voraussetzungen auch für den Fall, wenn ein und dasselbe Rad für unterschiedliche Einsatzzwecke und daher mit verschiedene Griffen ausgestattet werden soll.



Andere Materialien

Alternativ zu Kunststoff kommen auch Gummi und Kork als Material zum Einsatz. Gummigriffe sind ebenfalls sehr wetter- und schmutzbeständig, saugen sich im Gegensatz zu Schaumstoff bei Regen nicht voll und kommen trotzdem in puncto Griffkomfort an diese heran. Griffe aus Kork wiederum zeichnen sich durch eine hohe Wärmeisolierung und eine gute Griffigkeit aus, das Material wird vor allem für Komfort- und Ergogriffe verwendet.

Lenkerband

An Rennrädern sowie teilweise auch an Urbanbikes werden die Lenker anstelle eines Fahrradgriffs mit einem Lenkerband umwickelt. Dies hat den Vorteil, dass der komplette Lenker als Griff dient und die Position beziehungsweise die Griffform der Hände flexibel gewechselt werden kann. Es gibt sie aus Kunststoff, Gummi oder Leder, wobei Letztere zwar besonders edel aussehen und relativ weich, aber auch wetteranfälliger sind und mehr gepflegt werden müssen. Ihre Montage ist allerdings nicht gerade einfach, im Netz finden sich allerdings etliche Videotutorials, die Anfänger in die Kunst des Wickelns einweisen.

Autor: Wolfgang

Produktwissen und weitere Tests zu Fahrradgriffe

Hartgesotten bike 12/2014 - Nach einem harten Ausritt, tauben Fingern, schmerzenden Händen und verkrampften Armen fanden drei englische Freunde, dass es an der Zeit sei, etwas zu tun: Sie erfanden formbare Griffe - und versprechen nun Schmerzlinderung. Es wurde ein Paar formbare Fahrradhandgriffe getestet, das keine Endnote erhielt.

Answer Stein Grips World of MTB 7/2016 - Im Einzeltest war ein Paar Fahrradgriffe, das keine Endnote erhielt. Die Testkriterien waren Grip, Oberfläche und Passform.

Federholz aktiv Radfahren 1-2/2015 - Normalerweise bestehen Fahrradgriffe aus Gummi oder Leder. Der ‚Sen Comfort‘ dagegen ist aus Holz gemacht. Absolut einzigartig macht ihn seine integrierte Federung. Im Praxis-Check wurde ein Paar Fahrradgriffe aus Holz geprüft, welches keiner Benotung unterlag.

Kurvenstars MountainBIKE 3/2015 - Ergonomie-Konzept nach Schweizer Art: Die Veloplus Flowgrips machen gerade Lenker ‚krumm‘. Im Einzeltest war ein Paar Fahrradgriffe, das nicht benotet wurde.

Handgreiflichkeiten aktiv Radfahren 6/2015 - So spielt für uns das Griffgefühl mit 35 Prozent der Punkte die wichtigste Rolle. Die Dämpfung geht mit 30 Prozent in die Wertung ein. Der Kontrolle des Griffs werden 25 Prozent zuteil und die Montage staubt 10 Prozent ab.

Alles im Griff! bikesport E-MTB 11-12/2014 - Probiere es aus - du wirst erstaunt sein, wie groß der Unterschied ist! 2. Mancher Hersteller (hier Lizard Skins) hat unterschiedliche Griffe in Sachen Form, Größe, Dämpfungsverhalten, Grip, oberflächenstruktur. in der Praxis sind diese Unterschiede sehr deutlich spürbar! 3. Manche Hersteller (z. B. SQ-Lab) bieten diverse Griffdurchmesser an, um auf unterschiedliche Handgrößen zu reagieren.

Test-WG World of MTB 4/2014 - Doch klemmen die Griffe nur aufgrund des von mir gern getragenen Schuhwerks nun an meinem Lenker. Das Profil ist recht tief und sorgt so für gute Dämpfung. Der Grip ist ODItypisch. Den Abnutzungserscheinungen setzt ODI die gewohnte Gummimischung entgegen. Aber damit nicht genug: Die zonal unterschiedliche Sohle von Vans findet sich auch bei den Griffen wieder. So lässt sich das dichtere Profil dort platzieren, wo mit stärkerem Verschleiß zu rechnen ist. Eine gute Idee, wie ich finde!

Der hält, in vielerlei Hinsicht World of MTB 1/2014 - Fast - denn der Gummi macht wie beim Reifen den Grip aus und entscheidet darüber, wie lang man Freude daran hat. Beim Race Face Nelson stimmt neben der Optik auch der Rest. Obwohl der Griff mit nur einem Klemmring befestigt wird, hält er bombenfest und verdreht sich auch am äußersten Ende nicht merklich. Vor allem aber die Gummimischung konnte überzeugen, nicht nur da sie in vielen schicken Farben daherkommt, sondern auch von der ersten Minute an einen super Halt bietet.

Grün sind alle meine Teile aktiv Radfahren 9-10/2013 (September/Oktober) - Eine klare Ansage, der bereits einige Taten vorausgingen. Am sichtbarsten sind wohl die endlosen Solarpanele auf den Dächern des Werks. Schon 2001 erhielt Vaude das erste Ökosiegel (bluesign), seit 2012 ist der gesamte Standort am Bodensee samt Verwaltung, Produktion und Logistik klimaneutral.

Hände-Druck aktiv Radfahren 5/2013 (Mai) - Im Zweifel hilft nämlich nur eines: ausprobieren. Ergibt eine Änderung keine spürbare Verbesserung ist der Gang zum Orthopäden allerdings unabdingbar. Das sollte Ihnen Ihre Gesundheit wert sein. Befinden Sie sich aber auf langer Tour können Sie schon über regelmäßige Greifveränderungen zwischen Lenker, Griff und Lenkerhörnchen eine Verbesserung herbeiführen. Die Cityrad-Position ist vom Oberkörper her sehr aufrecht. Die Stützlast auf den Händen ist recht gering.

Alles im Griff! aktiv Radfahren 5/2013 (Mai) - Die Inhaltsstoffe der Griffe sind nicht sichtbar. Viele Griffe sind mit chemischen Stoffen (PAK) verunreinigt. Auch die Frage danach, ob ein Griff für Allergiker geeignet ist, lässt sich nicht von außen beantworten. Es sei denn, es sind Prüfzeichen auf der Verpackung.

Top Komponenten ElektroRad Nr. 4 (September-Dezember 2012) - ERGON Bio trifft Ergonomie Naturleder auf ergonomischen Lenkergriffen? Ergon machts möglich! Die neuen GP1 Bioleder-Griffe sind überzogen mit Naturleder aus dem Allgäu mit naturbelassener, offenporiger Oberfläche. Sie sind in Zusammenarbeit mit der Londoner Ledermanufaktur Quoc Pham entwickelt worden. Gedacht sind die ergonomischen Griffe für die Bereiche Touren und Mountainbike.

Heiße Kiste bikesport E-MTB 7-8/2012 (Juli/August) - Auch die Scheibengröße spielt eine wichtige rolle bei der Brems- wirkung. Reifenbreite, -profil und -luftdruck beeinflussen wesentlich, wie das gesamtsystem Bike & Fahrer die fahrtechnischen Herausforderungen beim richtigen Bremsen unterwegs löst. Die drei genannten punkte ersetzen aber in keiner Weise eine ausgefeilte Fahrtechnik. letztere hingegen macht die drei genannten Materialtipps zweitrangig!

Greifbarer Vorteil RADtouren 3/2012 (Mai/Juni) - Ergon empfiehlt bei dünnen Lenkern den Einsatz von optional erhältlichen Konusstopfen, die das Ende verstärken. Vorbildlich löst Procraft das Problem mit einer integrierten Konusklemmung, die im Test aber leider nicht in alle Lenker passte. Fazit: Am besten schneiden bei unserem Griff-Check die Hersteller ab, die sich seit Jahren intensiv dem Thema Ergonomie widmen, vor allem die Konzepte von Ergon, Specialized und SQ-Lab überzeugen mit einem runden Paket aus Beratung und passendem Produkt.

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Velo-Griffe

Gerade, schmale Fahrradgriffe finden hauptsächlich im Sportbereich Verwendung, während konisch geschnittene Modelle einen Kompromiss aus Griffigkeit und Komfort bieten und daher im Trekking- und Fitnessbereich eingesetzt werden. Die beste Ergonomie bieten Plattformgriffe. Schraubgriffe sind einfacher zu montieren und haben einen besseren Halt als Steckgriffe. Neben dem Sattel ist der Lenkergriff die wichtigste Kontaktstelle des Fahrers zu seinem Rad, weswegen Fahrradgriffe mit Bedacht ausgewählt werden sollten. Insbesondere im Sportbereich, gleichgültig ob auf dem Rennrad oder dem Mountainbike, kommen in der Regel gerade geschnittene Modelle zum Einsatz. Je kleiner dabei der Durchmesser, desto besser ist das Griffgefühl und damit die Sicherheit, die der Griff vermittelt – vor allem im Gelände ist dies sehr wichtig. Unter der meistens schwachen Polsterung der Griffe leidet jedoch der Komfort, die Hände können zum Beispiel auf Dauer „einschlafen“ und taub werden. Speziell im Tourenbereich, also für Trekking- oder Fitnessräder, haben sich daher Fahrradgriffe mit einer konischen Bauform bewährt. Aufgrund der größeren Kontaktfläche verteilen sie den Druck besser auf die Handinnenfläche und entlasten gleichzeitig das Handgelenk. Den höchsten Komfort bieten allerdings die sogenannten Plattformgriffe (auch: Flossengriffe), die sich an ihren flügelartigen, im Schnitt fünf Zentimeter großen Handauflagen leicht erkennen lassen. Einige Modelle sind sogar so konstruiert, dass sie Fehlstellungen ausgleichen können. Biker, die Ergonomie an erster Stelle setzen, sollten demnach zu einem Plattformgriff greifen – und dies nicht nur für den Alltag, sondern auch für Touren. Fahrradgriffe unterliegen ferner dem Verschleiß und sollten daher öfter ausgetauscht werden. Besonders einfach geht dies mit Schraubgriffen. Bei ihnen ist lediglich darauf zu achten, dass das Drehmoment der Schrauben genau beachtet wird, um einen perfekten Halt zu garantieren. Steckgriffe wiederum sind meistens preiswerter, die Montage erfordert aber in der Regel viel Schweiß und die Anwendung diverser Tricks (beispielsweise Spülmittel). In Sachen Material wiederum bieten Griffe aus Duroplast-Kunststoffen eine hohe Widerstandsfähigkeit und damit Lebensdauer, sie müssen aber passgenau sitzen, da sie sich sonst vom Lenker lösen können. Gummigriffe hingegen sind rutschfest, je nach Typ meistens recht weich, widerstandsfähig und gefeit gegen Verschmutzungen, was wiederum auf Griffe aus Weichschaum selten zutrifft. Diese punkten zwar in Sachen Komfort, saugen sich aber mit Wasser voll, verschmutzen leicht und sind daher selten langlebig. Außerdem sind in einigen Modellen Schadstoffe nachgewiesen worden – speziell für Kinderfahrräder sollten sie demnach trotz ihres hohen Wohlfühlfaktors nicht die erste Wahl sein.