15.01.2026
Wäschetrockner: Mittlere Energieklasse spart bis zu 1.000 Euro
- Testberichte.de und Verivox analysieren über 200 Trockner mit neuem Energielabel
- Trockner mit den Energieeffizienzklassen C bis F rechnen sich fast immer
- Finger weg von Energieeffizienzklasse G
Berlin/Heidelberg - Seit Juli 2025 gilt das neue EU-Energielabel auch für Wäschetrockner. Eine Auswertung von Verivox und Testberichte.de zeigt: Wer beim Trocknerkauf auf die passende Energieeffizienzklasse achtet, kann über die durchschnittliche Nutzungszeit von 12 Jahren rund 1.000 Euro sparen. Überraschend: Nicht die Geräte der effizientesten Energieklasse erzielen die niedrigsten Gesamtkosten, sondern die aus der Mitte des Effizienzspektrums.
Geräte mit mittlerer Energieeffizienz sind oft die beste Wahl
Die Vergleichsportale Verivox und Testberichte.de haben die Strom- und Anschaffungskosten von über 200 Wäschetrocknern analysiert. Das Ergebnis: Für einen durchschnittlichen Haushalt rechnet sich die effizienteste Energieklasse A bisher noch nicht. Die höheren Anschaffungskosten lassen sich während der durchschnittlichen Nutzungsdauer nur selten durch die geringeren Stromkosten kompensieren. Für Verbraucher günstiger ist meist ein Kompromiss aus moderatem Anschaffungspreis und solider Energieeffizienz. Bei einem Strompreis von aktuell 34,4 Cent pro Kilowattstunde sind die Gesamtkosten (Kauf und Betrieb) nach 12 Jahren mit durchschnittlich 1.339 Euro in der Effizienzklasse D am niedrigsten. Es folgen Klasse E (1.387 Euro), F (1.399 Euro) und C (1.433 Euro). Die höchsten Gesamtkosten werden derzeit für Geräte der ineffizientesten Klasse G (2.333 Euro) fällig. Im Vergleich zur Klasse D sind das 994 Euro mehr über eine Laufzeit von 12 Jahren. Auch die Klassen B (1.844 Euro) und A (1.538 Euro) sind noch vergleichsweise teuer. Auch wenn man einen Strompreisanstieg von jährlich 3 Prozent unterstellt, ändert sich laut der Analyse an dieser Tendenz nichts.Mit Energieklasse C kann man nichts falsch machen
„Viele Geräte aus der ehemals effizientesten Klasse A+++ sind heute in Klasse C zu finden. Das bedeutet nicht, dass sie mehr Strom verbrauchen, sondern dass die Anforderungen für Klasse A und B deutlich strenger geworden sind. Entsprechend groß ist daher der Aufpreis bei den Anschaffungskosten. Zum Start des neuen Energielabels erreichen daher insgesamt nur wenige Geräte die Bestnote“, sagt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox. „Aus Kostensicht kann sich daher ein Gerät mit mittlerer Energieeffizienz mehr lohnen“, so Storck weiter.Bei häufiger Nutzung empfiehlt sich Energieklasse A – trotz höherem Preis
Bei der Gerätewahl spielt allerdings auch das eigene Nutzungsverhalten eine große Rolle. Wer seine Wäsche nur selten elektrisch trocknet, schafft es kaum, die Mehrkosten für das effizientere teurere Gerät über die Stromersparnis reinzuholen. Haushalte, in denen der Trockner hingegen sehr häufig läuft, werden mit Klasse A auf lange Sicht deutlich besser fahren. Außerdem punkten die modernsten Geräte meist mit einer besseren Ausstattung und sind oft auch deutlich leiser.Entscheidend dafür, ob sich die die effizienteste Klasse rechnet, sind das Nutzungsverhalten und die Anschaffungskosten. Wer ein sparsames Gerät zu einem besonders günstigen Preis erwerben kann, für den kann sich die effizienteste Klasse auch monetär auszahlen.
„In einem Haushalt, in dem der Trockner etwa drei Mal pro Woche läuft, lohnt sich ein Gerät der Effizienzklasse A bereits bei einem Anschaffungspreis von rund 850 Euro. Wird nur etwa zweimal wöchentlich getrocknet, sollte der Kaufpreis höchstens 750 Euro betragen, damit sich die Investition rechnet“, sagt Judith Oehlert, Expertin für Haushaltsgroßgeräte bei Testberichte.de.
A-Plus-Klassen gibt es seit Juli nicht mehr
Seit Juli 2025 gelten für Wäschetrockner die neuen EU-Energieeffizienzklassen. Die Klassifizierung beginnt nun mit dem Buchstaben A (beste) und endet mit dem Buchstaben G (schlechteste). Die Anforderungen für die einzelnen Klassen wurden deutlich verschärft. Die bisherigen A-Plus-Klassen (A+, A++, A+++) wurden abgeschafft.Methodik
Verivox und Testberichte.de haben über 200 Wäschetrockner bezüglich Energieklasse, Stromverbrauch sowie Kaufpreis ausgewertet. Die Geräte-Daten stammen aus der Testberichte.de-Datenbank (Stand: November 2025). Zur Berechnung der jährlichen Stromkosten wurde der Verivox-Verbraucherpreisindex von 34,37 Cent pro Kilowattstunde zugrunde gelegt (Stand: November 2025). Angenommen wurden 160 Trocknungszyklen pro Jahr. Die durchschnittliche Nutzungsdauer von Wäschetrocknern beträgt nach Marktstudien der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) rund 12 Jahre.Über Testberichte.de
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Die Verivox GmbH wurde 1998 in Heidelberg gegründet. Für das Unternehmen arbeiten heute rund 500 Menschen. In über 20 Jahren haben die Tarifexperten mehr als 8 Millionen Verbraucher kompetent beim Anbieterwechsel unterstützt und so für ihre Kundinnen und Kunden mehr als 4 Milliarden Euro gespart.
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