Wie Sie sich mit einer Eismaschine das Leben versüßen

Fruchteis und Obst vor weißem Hintergrund Quelle: Piaxabay / kerdkanno

Ob Gartenparty, Familienfeier oder Kindergeburtstag – mit einer Eismaschine ist jede mögliche Sorte nur ein paar Zutaten entfernt. Außerdem kommen Ihnen ungesunde oder unverträgliche Lebensmittel so nicht mehr in die (Eis-)Tüte. Von schlicht bis premium: Wir zeigen Ihnen, mit welchen Geräten Ihnen das am besten gelingt.

Eismaschinen mit Kühlakku: Günstig aber nichts für spontane Einsätze

Eismaschinen mit Kühlakku besitzen keinen richtigen Akku, sondern einen speziellen Eisbehälter. Dieser muss etwa einen Tag im Gefrierfach vorkühlen, bevor Sie kulinarisch kreativ werden können. Der Vorteil: Diese Variante ist kompakt, kostet nicht viel und kann auch zum Kühlen von Getränken oder zum Frischhalten von Obst verwendet werden. Eismaschinen mit Kühlbehälter sind oft simpel gehalten, besitzen häufig nur einen Timer und sind entsprechend einfach zu bedienen. Wegen der notwendigen Vorkühldauer eignen sie sich jedoch weniger für spontane Gelüste. Auch das Ergebnis ist eher mäßig.

Kleine Eismaschinen für Softeis, Slusheis und Sorbets sind ein lustiges Gimmick, können qualitativ jedoch nicht mit der größeren Konkurrenz mithalten.

Die besten Eismaschinen mit Kühlakku

Wenn, dann richtig: Eismaschinen mit Kühlkompressor

Geräte mit Kompressor sind zwar etwas teurer und einnehmender als ihre Kühlakku-Kollegen, doch sie sind stets einsatzbereit und bieten automatisierte Unterstützung in Form eines Timers oder von Automatikprogrammen. In Tests können Kompressor-Geräte wie die MD 18387 von Medion mit cremigem Eis überzeugen. Bei der Sage Appliances the Smart Scoop und der neu erschienen Graef IM 700 können Sie sogar die Eiskonsistenz bestimmen. Manche Maschinen, wie die Springlane Kitchen Elisa, eignen sich außerdem zur Joghurtherstellung. Die Zubereitungsdauer hängt von der Art und Menge Ihres Desserts ab, beträgt aber bei allen Modellen – egal ob Akku oder Kompressor – in der Regel zwischen 30 und 60 Minuten.

Wenn Ihnen Ihr Eis nur aus dem Hörnchen schmeckt, können Sie auch diese zum Beispiel mit dem Hörnchenautomaten 285 von Cloer selbst herstellen. Oder Sie folgen dem Trend und genießen ihr Eis aus einer Herz- oder Bubble-Waffel.

Die besten Eismaschinen mit Kompressor

Vegan und ökologisch: Toben Sie sich geschmacklich aus

Kreieren Sie Ihre Lieblingsgeschmacksrichtungen ganz verantwortungsbewusst ohne Industriezucker, tierische Milch und zusätzlichen Verpackungsmüll. Auch Allergiker können entspannter schlemmen, wenn sie wissen, dass definitiv keine Spuren von Nüssen oder Schalenfrüchten enthalten sind. Interessant für Veganer: Den Testern zufolge erzielen Sie mit den Modellen EZ 7406 und EZ 7407 von Severin die beste Konsistenz.

Das zum Teil noch verwendete Treibhausgas R134a ist als Kältemittel nicht mehr zeitgemäß, wie die Stiftung Warentest berichtet. Der Umwelt zuliebe sollten Sie darauf achten, dass Ihre Eismaschine stattdessen mit einem weniger schädlichen Kühlmittel wie R600a betrieben wird. Hat Ihr Gerät seinen Dienst zum letzten Mal getan, bringen Sie es zu einer Sammelstelle für Elektroaltgeräte, einem Händler oder einem Anbieter, sodass es ordnungsgemäß entsorgt werden kann.

So gelingen Ihre Eiskreationen

Die meisten Eismaschinen kommen mit eigenem Rezeptheft oder Rezeptideen in der Anleitung daher. Damit die heimische Herstellung von Milcheis, Sorbets, Fruchteis, Frozen Joghurt etc. gelingt, haben wir ein paar Tipps für Sie:

  • Vorkühlen ist das A und O. Wenn Sie nicht nur die Geräte vorkühlen, sondern auch die Servierschüsseln, und Zutaten vor der Nutzung im Kühlschrank lagern, haben Sie länger Freude an Ihrem selbstgemachten Eis. 
  • Sorbets sind ideal für Eis-Anfänger: Sie sind einfach herzustellen, kalorienarm, vegan und für Menschen mit Laktoseintoleranz geeignet. Sie bestehen aus Wasser, Früchten und Zucker. Manche Rezepte verwenden auch Eiweiß.
  • Milcheis wird in erster Linie aus Milch, Sahne, Zucker, Ei und der geschmacksgebenden Zutat hergestellt. Dabei gilt: je höher der Fettanteil, desto cremiger ist die Konsistenz. 
  • Bei veganem Milcheis können Sie dies durch die Zugabe von Nusssorten mit einem hohen Fettanteil, z. B. Cashewkerne, Macadamianüsse oder Mandeln, erreichen. Anstelle von Ei und Milch verwenden Sie Agavendicksaft oder -sirup und Pflanzenmilch. Kokos-, Mandel- und Sojamilch sind geschmacksneutraler als Getreidedrinks. Auch Erdnussbutter, Kokosöl und Bananen können das Endergebnis verbessern.
  • Wer im Trend des „Clean Eatings“ gänzlich auf Industrieprodukte verzichten möchte, greift am besten zu cremiger Kokosmilch und Datteln.

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Stiftung Warentest: „Cool genießen“