Für wen eignet sich das Produkt?
Geübte Eltern wissen, dass der schnelle Hunger bei den Kleinsten nicht selten unterwegs kommt. Das gestaltet sich vor allem dann schwierig, wenn man aktuell mitten im Nirgendwo steht und der nächste Stromanschluss, mit dem man mal eben Speisen oder Getränke erhitzen könnte, Kilometer entfernt liegt. Der Nip Babykostwärmer Warm dinner 2go will genau hier Abhilfe schaffen, indem er sich der gleichen Funktionsweise bedient wie die im Winter so gern genutzten Taschenwärmer.
Stärken und SchwächenDie Handhabung ist denkbar einfach und gerade dadurch genial. Durch das Knicken des Plättchens im Boden kristallisiert eine Salzlösung im Inneren des Nip und soll die dabei entstehende Wärme an Babys Nahrung abgeben. Nun muss der Wärmer - welcher einem Schwimmflügel für Kinder nachempfunden scheint - nur noch so weit aufgepustet werden, bis sich die Gummiwände an das benötigte Fläschchen oder Gläschen anschmiegen, und innerhalb von fünf bis 15 Minuten soll der Inhalt eine perfekte Verzehrtemperatur erreichen. „Soll“ deshalb, weil die Zeitangaben wohl in den wenigsten Fällen der Realität entsprechen. Von 20 Minuten bis hin zu einer halben Stunde ist oft die Rede, manch ein Bewerter schreibt gar, dass die Milch selbst nach 40 Minuten höchstens lauwarm anmutet. Also definitiv kein Produkt für die eiligen Hungrigen. Auch beim anschließend nötigen Auskochen des Warm dinner 2go, um die Kristalle wieder in einen flüssigen Zustand zu versetzen, scheiden sich die Geister. Bei einigen funktioniert alles einwandfrei, bei anderen höchstens 15 Mal in Folge, bei den nächsten gar nicht. So innovativ das Produkt also ist, so anfällig scheint es für Fehler.
Preis-Leistungs-VerhältnisUnd für solch zwiespältige Ergebnisse sind die auf Amazon angegebenen um die 55 Euro fast schon überheblich zu nennen. Da hilft auch die Tatsache nicht, dass der Nip Wärmer sich mit dem Stempel Finalist Innovation Award 2008 schmücken kann, denn Konkurrenten wie der Reer 3401 Auto-Babykostwärmer werden ähnlich gut bewertet und geben sich mit einem Fünftel dieser Investition zufrieden. Wer trotzdem auf die Kraft der wärmenden Kristalle vertrauen möchte, sollte bedenken, dass dieses Produkt nach dem Gebrauch erst wieder „aufgeladen“ werden muss. Für Zwillinge oder längere Reisen also nicht unbedingt geeignet.



























