Hunde sind mitteilsame Geschöpfe, wie der amerikanische Spielzeug-Gigant Mattel richtig erkannt hat, aber auch Hundebesitzer ihrerseits sind sehr häufig mächtig redselig, wenn es um die Aktivitäten ihres Lieblings geht. Ein kleines Gadget namens Puppy Tweets von Mattel gibt beiden nun die Möglichkeit, ihre Kommunikationswünsche auf zeitgemäße Füße zu stellen und per Twitter (potentiell) der ganzen Welt mitzuteilen.
Das Konzept des Puppy Tweets ist clever und dazu noch pupseinfach. Das kleine Gerät wird einfach am Hunde-Halsband befestigt und registriert mittels eines Bewegungs- und Akustiksensors, was das Tier gerade im Moment alles anstellt. Über einen USB-Empfänger erreichen diese Informationen kabellos via WiFi den zuvor mit einer speziellen Software präparierten PC, der sie wiederum sogleich auf dem Twitter-Account des Hundes veröffentlicht.
Um die jeweilige Aktivität des Hundes für Menschen verständlich zu machen, wandelt sie der Puppy Tweets in einen der implementierten rund 500 amüsanten Tweets à la „Rate mal, warum ich jetzt belle?“ oder „Ich habe den Schwanz, den ich gejagt habe, endlich gefangen … OOUUUCHH!" um (sehr frei übersetzt). Leider verrät Mattel nicht, nach welchem Muster die Hundeaktivitäten (Bellen, Jagen, Schlafen, Spielen, Fressen) in sinnvolle Tweets übersetzt werden, aber eine Überraschung muss es ja auf der demnächst stattfindenden New Yorker Spielzeugmesse, auf der Mattel den Puppy Tweets unter dem Stichwort (oder Zauberwort) „Hundespielzeug 2.0“ präsentiert, auch noch geben.
Immerhin hat Mattel einen der größten Schwachstellen von Twitter erkannt und Gegenmaßnahmen getroffen. Damit die Followers nämlich nicht bei jeder Bewegung oder jedem Geräusch des Hundes mit einem Tweet belästigt werden, kann die Posting-Frequenz limitiert werden. Da diese Einstellungen allerdings von Menschenhand vorgenommen werden müssen, werden sich wahrscheinlich nur wenige Hunde maßvoll beim Twittern zurückhalten.
Der unterhaltsame Spaß für Hundebesitzer soll 30 Dollar kosten.
15.02.2010




















