Ein Anruf genügt, und schon ist die aktuelle Position des Hundes kein Rätsel mehr – jedenfalls dann, wenn der Hund das GPS-Ortungshalsband von Geodog trägt. Es ist nämlich sowohl mit einem leistungsstarken SiRF Star II GPS-Empfänger als auch mit einer SIM-Karte eines beliebigen Mobilfunkanbieters ausgestattet. Erfolgt ein „Anruf“ vom Handy des Hundebesitzers, so antwortet das Halsband mit einer SMS, in der die Positionsdaten des Hundes durchgegeben werden.
Geodog funktioniert dabei nicht nur mit modernen, GPS-fähigen sowie mit einer eigenen Kartensoftware ausgestatteten Smartphones/Handys, sondern auch mit einfachen (älteren) Handys. Im letzteren Fall werden allerdings nur die Geokoordinaten durchgegeben, im ersteren öffnet sich nach dem Empfang der SMS die jeweilige Karte und sowohl die eigene als auch die Position des Hundes wird angezeigt. Außerdem kann über eine Suchfunktion ein Bewegungsprofil des Hundes dargestellt werden, und zwar in individuell festgelegten Intervallen in Echtzeit. Droht die Situation brenzlig zu werden, navigiert das Geodog den Besitzer sogar zu seinem Hund.
Doch damit nicht genug. Das Geodog GPS-Ortungshalsband ermöglicht auch die Einrichtung von Zonen, die der Hund wenn möglich nicht verlassen oder die er erst gar nicht betreten soll. Geschieht dies doch, erfolgt ebenfalls per SMS eine Warnung. Das Halsband speichert ferner maximal 2.000 Wegpunkte, die am PC ausgelesen und ausgewertet werden können. Eine entsprechende Mobile-Software für Windows-basierte Smartphones inklusive Kartenmaterial gehört ebenfalls zum Funktionsumfang des Geodog.
Gedacht ist das Geodog Ortungshalsband hauptsächlich für Privatanwender, denen die professionellen GPS-Ortungssysteme für Hunde, etwa das Astro 220 von Garmin, zu teurer sind. Zwar fallen zusätzliche Gebühren für die verschickten SMS an, dafür entfällt die etwa beim Garmin fällige Anmeldegebühr für die Funkfrequenznutzung – wobei das Geodog, im Gegensatz zu den funkbasierten Ortungssystemen, auch in besiedelten Gebieten eingesetzt werden darf.
Der größte Nachteil des Geodog ist natürlich die Abhängigkeit vom Mobilfunknetz beziehungsweise von den GPS-Fähigkeiten des Handys (denn nur mit einem GPS-Handy macht das Geodog so richtig Spaß). Reißt die Verbindung ab, bleibt nur die Hoffnung übrig, dass der Hund auf die ihm beigebrachten Pfiffe oder Rufe reagiert. Ratsam ist es auch, die als Zubehör lieferbare dehnbare Schutzhülle zu kaufen. Sie wird um das Halsband gelegt, sodass dessen Verschluss geöffnet bleiben kann – eine Sicherheitsmaßnahme, falls sich der Hund mit dem Halsband im Gebüsch verhaken sollte.
Lieferbar ist das Geodog GPS-Ortungshalsband in zwei Größen (S: 41-47 Zentimeter, L: 46-52 Zentimeter), der Anschaffungspreis liegt bei 299 Euro (Amazon, Größe L und S). Für Hundebesitzer, die bereits ein Smartphone oder ein internetfähiges Handy sowie – im Idealfall – eine SMS-Flatrate besitzen, ist das Geodog eine relativ preisgünstige Alternative zu den funkbasierten Ortungssystemen; das Astro von Garmin etwa kommt auf 800 Euro (Amazon). Besonders interessant ist das Geodog natürlich für Hundebesitzer, die mit ihrem Tier öfter große Strecken im freien Gelände zurücklegen – für den Stadtpark ist das Geodog doch etwas überdimensioniert.
15.11.2010
























